Mann des Tages

Er hätte es werden können. Mann des Tages. Ich spreche nicht von Arturo Vidal oder dem allgegenwärtigen Michael Ballack. Nein. Es geht um ein Nachwuchstalent, dass in Leverkusen bisher noch nicht so richtig Fuß fasste. Einen Stürmer, der bei der Präsenz eines Stefan Kießlings, Eren Derdiyoks oder Patrick Helmes einfach nicht zum Zuge kam. So musste er wohl oder übel, und natürlich nur um Spielpraxis zu gewinnen, den Verein verlassen. Leihgeschäft. Wie es in Leverkusen üblich ist. Da wird kein Talent verschenkt. Man hat in der Chefetage dazu gelernt.

Also hätte dieser Stürmer nun Mann des Tages werden können. Beim Kicker. Mann des Tages ist vielleicht nicht ganz korrekt. Mann des Spieltags würde es besser beschreiben. Der Kicker wählt also - wie, wird nie jemand erfahren - einen Spieler aus, der dann die virtuelle Auszeichnung erfährt. Das war am ersten Spieltag Ruud van Nistelrooy. Zwei Tore hat der alte Mann aus den Niederlanden geschossen und der Kicker wollte ihm wohl so etwas wie Gnadenbrot zukommen lassen. Nein, seien wir ehrlich. Er hat es verdient.

Aber der Stürmer, der Leverkusen im Januar dieses Jahres verließ, hätte es auch verdient gehabt. Richard Sukuta-Pasu, U21-Nationalspieler und hoffnungsvolles Nachwuchstalent, wechselte im Winter zu St.Pauli und sollte sich dort erste Meriten verdienen. Bisher hatte das nur so-la-la funktioniert, doch am ersten Spieltag der neuen Saison, zeigte Sukuta-Pasu sein ganzes Potenzial. In der 80.Minute kam er ins Spiel. Ganze 13 Minuten brauchte er um das ganze Match zu drehen, denn St. Pauli lag zu diesem Zeitpunkt noch zurück. Erst bereitete er das 1:1 gegen den SC Freiburg vor, dann schoss er den insgeheimen Siegtreffer für den Aufsteiger und dann legte er noch ein weiteres Tor auf.

Der Kicker, der normalerweise nur Spieler bewertet, die grob 30 Minuten im Match sind, ließ sich nicht lumpen und verlieh Sukuta-Pasu die Note 1. Wenn schon nicht Mann des Tages, dann wenigstens das. Who cares, wird sich der junge Mann denken - viel wichtiger wird für ihn sein, sich in der Bundesliga zu etablieren und vielleicht eines Tages einen Stammplatz zu haben - Fakt ist, dass der Mann sich entwickelt. Das hört man gerne aus Leverkusener Sicht.

Mitschnitt: Richard Sukuta-Pasu im Interview

Dienstag war es soweit. Richard Sukuta Pasu im Interview bei 90elf. Nett von den Radio-Kollegen, dass sie mir vorher die Möglichkeit gegeben hatten, mir eine Frage zu überlegen, die dann Sukuta-Pasu eingespielt wurde. Das Nachwuchstalent antwortet auch tapfer auf die etwas kritische Frage, wie denn seine Zukunft in Leverkusen aussieht. Wer mag, kann versuchen, zwischen die Zeilen zu hören und eine Einschätzung hier abgeben. Sonst erfahren wir, dass Richard Richy genannt wird, vor allem auf sich schaut, alles geben wird, Ulf Kirsten und Jupp Heynckes anscheinend beim Vornamen genannt werden und das Heiko Herrlich ein Verehrer des Stürmers ist. Sehr sympathisch, locker und menschlich.

Richard Sukuta-Pasu im Interview bei 90elf / bereitgestellt von 90elf!!

Richard Sukuta-Pasu heute ab 20:15 live bei 90elf

Heute Abend auf dem 90elf-Bolzplatz: der 19-jährige Stürmer von Bayer 04 Leverkusen! Richy wird heute von 20.15 Uhr bis 20.30 Uhr live bei uns zu hören sein. Aber wer ist eigentlich Richard Sukuta-Pasu? Der junge Stürmer ist enorm schnell und besitzt eine gute Technik im Umgang mit dem Ball. Er wurde das erste Mal in der Bundesliga am 13. September 2008 im Spiel gegen den Hamburger SV eingewechselt. Mit der Fritz-Walter-Bronzemedaille im Jahr 2008 wurde er als bester Nachwuchsspieler in Deutschland hinter Sebastian Rudy und Toni Kroos ausgezeichnet. Was sagt ihr dazu?

90elf.de

Und wie schön ist das? Ich darf ein, zwei Fragen stellen.

90elf und 18mal18

Letzte Woche Dienstag ging die 90elf-Bolzplatz-Sondersendung rund um das Gemeinschaftsblog 18mal18 auf Sendung. Netterweise haben die Radiomacher die Mitschnitte 18mal18 zur Verfügung gestellt und darunter sind auch meine Wortmeldungen zu Richard Sukuta-Pasu, aber auch zu diesem Blog und den Leverkusener Aussichten. Mein Tipp aus der Sendung für das Bayern-Spiel am vergangenen Samstag “ein 1:1, oder ein 0:0” hat sich im Nachhinein bewahrheitet. Das zeugt von echtem Fußballverstand. Also auch mal bei den Kollegen reinhören.

Ausrufezeichen!

Das Ausrufezeichen ist ein Satzzeichen, das nach Ausrufe-, Wunsch- und Aufforderungssätzen sowie nach Ausrufewörtern und nach bedingten indirekten Fragen (Irrealis) steht. Gemeinhin setzt man ein Ausrufezeichen schlichtweg um etwas zu betonen. Richard Sukuta-Pasu betonte zum Beispiel am Wochenende, dass er Stürmer ist und durchaus weiß, wo das Tor steht. Es war zwar nur die zweite Mannschaft von Bayer Leverkusen und es war zwar nur die Regionalliga, aber obacht. Sukuta-Pasu benötigte ganze 22 Minuten Spielzeit um zwei Tore gegen den Spitzenreiter aus Lotte zu erzielen.

(Mehr mal wieder bei 18mal18)

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UEFA Champions League Trophy Tour

In den nächsten Wochen, begleite ich die UEFA Champions League Trophy Tour auf Facebook und Twitter und zwischem dem 15. und 19.September 2010 auch live vor Ort in München.