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	<title>Comments on: Interview mit Martin Krauß</title>
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		<title>By: Bei Risiken und&#160;Nebenwirkungen&#8230; &#124; catenaccio</title>
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		<dc:creator>Bei Risiken und&#160;Nebenwirkungen&#8230; &#124; catenaccio</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 08:41:56 +0000</pubDate>
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		<description>[...] fiel ja neulich der folgende Satz des Herrn Krauß, der sich just dieser Tage wieder&#160;bestätigte: &#8220;Die Dopingfälle, die es bislang meist [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] fiel ja neulich der folgende Satz des Herrn Krauß, der sich just dieser Tage wieder&nbsp;bestätigte: &#8220;Die Dopingfälle, die es bislang meist&nbsp;[&#8230;]</p>
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		<title>By: erz</title>
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		<dc:creator>erz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 11:29:54 +0000</pubDate>
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		<description>@robert

Ich habe nirgends verlangt, Profisport abzuschaffen. Ich habe vielmehr angemerkt, dass der systemische Druck, gesundheitliche Risiken einzugehen, für Amateursportler nicht gilt. Deren Lebensunterhalt und Lebenswirklichkeit hängt nunmal nicht davon ab, der Beste zu sein. Trotzdem betreiben dort manche Raubbau an ihrem Körper, weil ihr individueller Ehrgeiz sie dazu treibt. Sollen sie doch. Ich verbiete dir ja auch nicht das Rauchen. Die meisten Amateure jedoch greifen nicht zu &quot;Doping&quot;, obwohl sie noch nicht einmal Kontrollen und Sanktionen fürchten müssen. Gibt also keine Materialschlacht außerhalb des Profisports.

Schüler können leistungssteigernde Mittel einwerfen, bis sie platzen. Oder wurdest du nach dem Laufen zur Urinprobe gebeten? Sportabi wurde in vielen Bundesländern abgeschafft, aber Ritalin nehmen heute schon einige Abiturienten. Gehirndoping ist total in. Dass manche Substanzen dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen und andere nicht, hat ja nichts mit der gesellschaftlichen Akzeptanz von Leistungsdruck und &quot;Funktionieren&quot; zu tun. Gerade deswegen finde ich das Moralisieren von sportlichem Leistungsdruck so widerlich. Sportler sollen bessere Menschen sein als der Rest der Gesellschaft? Nur weil einer präzise vor den Ball treten kann hat er besonderen Ansprüchen zu genügen?

Da wir übrigens unseren Kindern zum Beispiel auch das Rauchen verbieten, kann man mit dem Jugendschutz vortrefflich Kinder vor durchgeknallten Trainern bewahren - die, nebenbei bemerkt, bevorzugt dann zu solch menschenverachtender Methodik greifen, wenn es einen Anreiz dafür gibt. Zum Beispiel von einem korrupten System dafür belohnt zu werden, Medaillenmaterial zu produzieren. Jemand fremdem ohne dessen Einwilligung &quot;legale&quot; Arzneimittel zu verabreichen, ist auch heute schon verboten, daran ändert eine Dopingfreigabe nichts.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@robert</p>
<p>Ich habe nirgends verlangt, Profisport abzuschaffen. Ich habe vielmehr angemerkt, dass der systemische Druck, gesundheitliche Risiken einzugehen, für Amateursportler nicht gilt. Deren Lebensunterhalt und Lebenswirklichkeit hängt nunmal nicht davon ab, der Beste zu sein. Trotzdem betreiben dort manche Raubbau an ihrem Körper, weil ihr individueller Ehrgeiz sie dazu treibt. Sollen sie doch. Ich verbiete dir ja auch nicht das Rauchen. Die meisten Amateure jedoch greifen nicht zu &#8220;Doping&#8221;, obwohl sie noch nicht einmal Kontrollen und Sanktionen fürchten müssen. Gibt also keine Materialschlacht außerhalb des Profisports.</p>
<p>Schüler können leistungssteigernde Mittel einwerfen, bis sie platzen. Oder wurdest du nach dem Laufen zur Urinprobe gebeten? Sportabi wurde in vielen Bundesländern abgeschafft, aber Ritalin nehmen heute schon einige Abiturienten. Gehirndoping ist total in. Dass manche Substanzen dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen und andere nicht, hat ja nichts mit der gesellschaftlichen Akzeptanz von Leistungsdruck und &#8220;Funktionieren&#8221; zu tun. Gerade deswegen finde ich das Moralisieren von sportlichem Leistungsdruck so widerlich. Sportler sollen bessere Menschen sein als der Rest der Gesellschaft? Nur weil einer präzise vor den Ball treten kann hat er besonderen Ansprüchen zu genügen?</p>
<p>Da wir übrigens unseren Kindern zum Beispiel auch das Rauchen verbieten, kann man mit dem Jugendschutz vortrefflich Kinder vor durchgeknallten Trainern bewahren - die, nebenbei bemerkt, bevorzugt dann zu solch menschenverachtender Methodik greifen, wenn es einen Anreiz dafür gibt. Zum Beispiel von einem korrupten System dafür belohnt zu werden, Medaillenmaterial zu produzieren. Jemand fremdem ohne dessen Einwilligung &#8220;legale&#8221; Arzneimittel zu verabreichen, ist auch heute schon verboten, daran ändert eine Dopingfreigabe&nbsp;nichts.</p>
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		<title>By: robert</title>
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		<dc:creator>robert</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 20:52:04 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist mir ein bißchen zu viel durcheinander geschmissene Meinung, erz. Worauf willst Du hinaus? Zum Schluss sagst Du ja, dass Du für eine Freigabe von Doping bist, Deine Argumente widersprechen sich aber auch ein wenig, finde ich.

Ich würde gerne auf ein paar Punkte noch einmal eingehen.

&lt;blockquote&gt;Ein Fliesenleger oder Stahlkocher oder Kokser darf ja in Zukunft auch weiter seine Knochen für die Gesellschaft ruinieren, ohne dass man ihn vor sich selbst schützen würde. Bis er 67 ist. Gerne auch länger. Diese Bevormundung für fremderklärte Vorbilder ist ekelhaft.&lt;/blockquote&gt;

Was soll der Vergleich? Heißt das, weil manche Berufe gesundheitsgefährdend sind, dürfen Sportler nachweislich schädliche Medikamente, die für andere Zwecke gebaut wurden, einschmeißen? Verstehe ich nicht. Und wenn Du populistisch mit dem Schweißer argumentiert: Es gibt ja sowas wie Arbeitsschutz. Sollte man den denn dann nicht eher in diesen Bereichen konsequenter durchsetzen, anstatt ihn im Sport abzuschaffen?

&lt;blockquote&gt;EPO fürs Abi? Mangels Sportabi selten relevant, aber Ritalin wird doch schon gerne genommen. Koksen für die Karriere geht in Düsseldorf auch ganz gut, wie man hört.&lt;/blockquote&gt;

Ich hab Sportabi gemacht, Leichtathletik, Basketball, Theorie. Ist ne Weile her (1997), das dürfte aber durchaus noch gehen. Die Normen in LA sind recht knackig. 4 Disziplinen in drei Stunden, je Disziplin maximal 20 Punkte. Die Summe durch 4 ist die Teilnote. Die Forderungen kannst Du Dir &lt;a href=&quot;http://liga.parkdrei.de/2007/12/13/back-in-the-days-when-i-was-a-teenager-marathon-und-sportabi/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier anschauen&lt;/a&gt;.  20 Punkte auf 100 Meter hieß bei uns 11,3 Sekunden. Wenn Du LA mit 15 Punkten gemacht hättest, könntest Du Dich schon fast bei den Zehnkämpfern vorstellen. Wenn Doping freigegeben wird, könnte man leicht auf die Idee kommen: &quot;Ach, ein bißchen Anabolika, bringt 4 Zehntel&quot;, dann kann ich im Herbst Medizin studieren. Natürlich kommt vielleicht auch so jemand auf die Idee, das zu machen. Aber es ist im Moment verdammt verboten. Aber wie willst Du das beim Sportabi oder beim Amateursport ernsthaft ächten und verbieten, wenn Du es auf einem 10% höherem Level, im Leistungssport, erlaubst. Und es gibt vielleicht im Management einige oder viele Kokser, aber auch das ist illegal. Insofern passt der Vergleicht mit den anderen Drogen nicht.

&lt;blockquote&gt;Ohne Profisport ist der systemimmanente Anreiz, weit über gesundheitsschädliche Grenzen zu gehen weit weniger stark ... .&lt;/blockquote&gt;

Richtig. Willst Du als Konsequenz den Profisport verbieten? Du bist halt nie ein Sportprofi ohne vorher Amateur gewesen zu sein.

&lt;blockquote&gt;Sport liefert übrigens genau so viel Werk wie andere Kulturprodukte. Häufig sogar mehr - von welchem Kunstwerk kann man behaupten, eine solche identitätsstiftende Wirkung für die BRD gehabt zu haben, wie die WM 54? Künstlerische Wirkung ergibt sich immer erst aus Interpretation, dafür liefert Sport mindestens so viel Material, wie andere Künste. Künstler stehen voll im Wettbewerb - schau dir mal den Trashtalk unter Autoren an und den Verdrängungswettbewerb um Regalfläche.&lt;/blockquote&gt;

Nein. Sport kann identitätsstiftend sein, keine Frage, aber die Ausübung eines Sportes oder der Sportwettbewerb ist kein Kunstwerk. Wer wäre denn der Urheber des WM-Sieges 1954? Die Spieler, der Trainer? Oder doch eher die Radioreportage - die tatsächlich nach Urheberrecht ein Werk ist. Sport - insbesondere Fernsehsport - weist in der Inszenierung viele Parallelen zur Kunst auf, genau diese fehlende Botschaft des sportimmanenten Teils ist einer der Unterschiede. Und beim Trashtalk der Autoren geht es vielleicht um den Kampf um die bessere Vermarktung und Verkaufszahlen, aber doch nicht ernsthaft darum, wer die beste Kunst macht.

Sicherlich gibt es da unterschiedliche Deutungen. Eine Arbeit, die die Gemeinsamkeiten rausarbeitet ist zum Beispiel &lt;a href=&quot;http://sammelpunkt.philo.at:8080/1009/1/Elemente_der_Gemeinsamkeit_von_Sport_und_Kunst.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;diese&lt;/a&gt;. Die &quot;Sinnlosigkeit&quot; des Sportes verwehrt aber wie gesagt Michi Ballack die Tantiemen und den Urheberschutz für seinen Freistoß gegen Österreich. Wenn Du Nerv hast, kannst Du Dir meinen Standpunkt dazu &lt;a href=&quot;http://liga.parkdrei.de/2009/06/03/tour-de-france-inszenierung-und-dramatisierung-von-sport-im-tv/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;durchlesen&lt;/a&gt; Das geht aber ins Detail und hat mit dem Doping nicht mehr viel zu tun.

&lt;blockquote&gt;Bottom Line - Freigabe schad nicht mehr, als eh schon passiert ...&lt;/blockquote&gt;

Doch. Beispiele, auch nach Deiner Argumentation.

- Entweder der Profisport wird abgeschafft um die Reize wegzunehmen (Tschüß Fußballbundesliga) oder der Trainer der Jugendmannschaft gibt deinem 12-jährigem Kind einen schönen Cocktail - &quot;Das ist nur was gutes, das nehmen die Profis auch. Da kannst Du voll besser mit rennen&quot; (Entschuldige den Zynismus, aber das hatten wir in der DDR schon)

- Die Diskussion darüber was Doping ist und was nicht, verlagert sich Richtung, was bringt Dich um und was gerade so nicht. Nicht wirklich besser.

- Zu den jeweiligen sportimmanenten Faktoren (beim Fußball also Technik, Taktik, Physis, etc.) kommt in jeder Sportart die neue sportimmanente Komponente &quot;pharmazeutische Leistungssteigerung&quot;, gerne garniert mit &quot;Was geht denn in der Gentechnik so&quot; dazu. Du hast also wie im Motorsport in jeder Sportart immer eine Materialschlacht mit drankleben.

Mir macht das zuviel Angst, als dass ich da die Liberalisierung auch nur als Gedankenspiel durchgehen lassen würde. Lies Dir mal bei Jens Weinreich die Geschichte des Dopings in Deutschland durch. Und nur weil das im Moment nicht gut läuft, heißt das nicht, dass man davor kapitulieren darf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist mir ein bißchen zu viel durcheinander geschmissene Meinung, erz. Worauf willst Du hinaus? Zum Schluss sagst Du ja, dass Du für eine Freigabe von Doping bist, Deine Argumente widersprechen sich aber auch ein wenig, finde ich.</p>
<p>Ich würde gerne auf ein paar Punkte noch einmal eingehen.</p>
<blockquote><p>Ein Fliesenleger oder Stahlkocher oder Kokser darf ja in Zukunft auch weiter seine Knochen für die Gesellschaft ruinieren, ohne dass man ihn vor sich selbst schützen würde. Bis er 67 ist. Gerne auch länger. Diese Bevormundung für fremderklärte Vorbilder ist ekelhaft.</p></blockquote>
<p>Was soll der Vergleich? Heißt das, weil manche Berufe gesundheitsgefährdend sind, dürfen Sportler nachweislich schädliche Medikamente, die für andere Zwecke gebaut wurden, einschmeißen? Verstehe ich nicht. Und wenn Du populistisch mit dem Schweißer argumentiert: Es gibt ja sowas wie Arbeitsschutz. Sollte man den denn dann nicht eher in diesen Bereichen konsequenter durchsetzen, anstatt ihn im Sport abzuschaffen?</p>
<blockquote><p><span class="caps">EPO</span> fürs Abi? Mangels Sportabi selten relevant, aber Ritalin wird doch schon gerne genommen. Koksen für die Karriere geht in Düsseldorf auch ganz gut, wie man hört.</p></blockquote>
<p>Ich hab Sportabi gemacht, Leichtathletik, Basketball, Theorie. Ist ne Weile her (1997), das dürfte aber durchaus noch gehen. Die Normen in <span class="caps">LA</span> sind recht knackig. 4 Disziplinen in drei Stunden, je Disziplin maximal 20 Punkte. Die Summe durch 4 ist die Teilnote. Die Forderungen kannst Du Dir <a href="http://liga.parkdrei.de/2007/12/13/back-in-the-days-when-i-was-a-teenager-marathon-und-sportabi/">hier anschauen</a>.  20 Punkte auf 100 Meter hieß bei uns 11,3 Sekunden. Wenn Du <span class="caps">LA</span> mit 15 Punkten gemacht hättest, könntest Du Dich schon fast bei den Zehnkämpfern vorstellen. Wenn Doping freigegeben wird, könnte man leicht auf die Idee kommen: &#8220;Ach, ein bißchen Anabolika, bringt 4 Zehntel&#8221;, dann kann ich im Herbst Medizin studieren. Natürlich kommt vielleicht auch so jemand auf die Idee, das zu machen. Aber es ist im Moment verdammt verboten. Aber wie willst Du das beim Sportabi oder beim Amateursport ernsthaft ächten und verbieten, wenn Du es auf einem 10% höherem Level, im Leistungssport, erlaubst. Und es gibt vielleicht im Management einige oder viele Kokser, aber auch das ist illegal. Insofern passt der Vergleicht mit den anderen Drogen nicht.</p>
<blockquote><p>Ohne Profisport ist der systemimmanente Anreiz, weit über gesundheitsschädliche Grenzen zu gehen weit weniger stark &#8230; .</p></blockquote>
<p>Richtig. Willst Du als Konsequenz den Profisport verbieten? Du bist halt nie ein Sportprofi ohne vorher Amateur gewesen zu sein.</p>
<blockquote><p>Sport liefert übrigens genau so viel Werk wie andere Kulturprodukte. Häufig sogar mehr - von welchem Kunstwerk kann man behaupten, eine solche identitätsstiftende Wirkung für die <span class="caps">BRD</span> gehabt zu haben, wie die <span class="caps">WM</span> 54? Künstlerische Wirkung ergibt sich immer erst aus Interpretation, dafür liefert Sport mindestens so viel Material, wie andere Künste. Künstler stehen voll im Wettbewerb - schau dir mal den Trashtalk unter Autoren an und den Verdrängungswettbewerb um Regalfläche.</p></blockquote>
<p>Nein. Sport kann identitätsstiftend sein, keine Frage, aber die Ausübung eines Sportes oder der Sportwettbewerb ist kein Kunstwerk. Wer wäre denn der Urheber des <span class="caps">WM</span>-Sieges 1954? Die Spieler, der Trainer? Oder doch eher die Radioreportage - die tatsächlich nach Urheberrecht ein Werk ist. Sport - insbesondere Fernsehsport - weist in der Inszenierung viele Parallelen zur Kunst auf, genau diese fehlende Botschaft des sportimmanenten Teils ist einer der Unterschiede. Und beim Trashtalk der Autoren geht es vielleicht um den Kampf um die bessere Vermarktung und Verkaufszahlen, aber doch nicht ernsthaft darum, wer die beste Kunst macht.</p>
<p>Sicherlich gibt es da unterschiedliche Deutungen. Eine Arbeit, die die Gemeinsamkeiten rausarbeitet ist zum Beispiel <a href="http://sammelpunkt.philo.at:8080/1009/1/Elemente_der_Gemeinsamkeit_von_Sport_und_Kunst.pdf">diese</a>. Die &#8220;Sinnlosigkeit&#8221; des Sportes verwehrt aber wie gesagt Michi Ballack die Tantiemen und den Urheberschutz für seinen Freistoß gegen Österreich. Wenn Du Nerv hast, kannst Du Dir meinen Standpunkt dazu <a href="http://liga.parkdrei.de/2009/06/03/tour-de-france-inszenierung-und-dramatisierung-von-sport-im-tv/">durchlesen</a> Das geht aber ins Detail und hat mit dem Doping nicht mehr viel zu tun.</p>
<blockquote><p>Bottom Line - Freigabe schad nicht mehr, als eh schon passiert &#8230;</p></blockquote>
<p>Doch. Beispiele, auch nach Deiner Argumentation.</p>
<p>- Entweder der Profisport wird abgeschafft um die Reize wegzunehmen (Tschüß Fußballbundesliga) oder der Trainer der Jugendmannschaft gibt deinem 12-jährigem Kind einen schönen Cocktail - &#8220;Das ist nur was gutes, das nehmen die Profis auch. Da kannst Du voll besser mit rennen&#8221; (Entschuldige den Zynismus, aber das hatten wir in der <span class="caps">DDR</span> schon)</p>
<p>- Die Diskussion darüber was Doping ist und was nicht, verlagert sich Richtung, was bringt Dich um und was gerade so nicht. Nicht wirklich besser.</p>
<p>- Zu den jeweiligen sportimmanenten Faktoren (beim Fußball also Technik, Taktik, Physis, etc.) kommt in jeder Sportart die neue sportimmanente Komponente &#8220;pharmazeutische Leistungssteigerung&#8221;, gerne garniert mit &#8220;Was geht denn in der Gentechnik so&#8221; dazu. Du hast also wie im Motorsport in jeder Sportart immer eine Materialschlacht mit drankleben.</p>
<p>Mir macht das zuviel Angst, als dass ich da die Liberalisierung auch nur als Gedankenspiel durchgehen lassen würde. Lies Dir mal bei Jens Weinreich die Geschichte des Dopings in Deutschland durch. Und nur weil das im Moment nicht gut läuft, heißt das nicht, dass man davor kapitulieren&nbsp;darf.</p>
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		<title>By: erz</title>
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		<dc:creator>erz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 13:07:14 +0000</pubDate>
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		<description>Das Argument, man müsse Leute vor sich selbst schützen halte ich für absolut zynisch - man muss Leute niemals vor sich selbst schützen, sondern vor Systemen, die Selbstausbeutung und -zerstörung honorieren oder gar erfordern.

Ein Fliesenleger oder Stahlkocher oder Kokser darf ja in Zukunft auch weiter seine Knochen für die Gesellschaft ruinieren, ohne dass man ihn vor sich selbst schützen würde. Bis er 67 ist. Gerne auch länger. Diese Bevormundung für fremderklärte Vorbilder ist ekelhaft. EPO fürs Abi? Mangels Sportabi selten relevant, aber Ritalin wird doch schon gerne genommen. Koksen für die Karriere geht in Düsseldorf auch ganz gut, wie man hört.

Ohne Profisport ist der systemimmanente Anreiz, weit über gesundheitsschädliche Grenzen zu gehen weit weniger stark, also halte ich den behaupteten Schutz von Amateursport für Unsinn. Gerade weil dort die Kontrollen völlig abgehen, finden sich dort unter den Übermotivierten bereits heute chemische Endlager ganz abgefahrener Couleur. Frag mal bei wettkampforientierten Amateuren nach - ich kenne einige Stories, wo Bananen nicht das wichtigste Nahrungsmittel waren.

Sport liefert übrigens genau so viel Werk wie andere Kulturprodukte. Häufig sogar mehr - von welchem Kunstwerk kann man behaupten, eine solche identitätsstiftende Wirkung für die BRD gehabt zu haben, wie die WM 54? Künstlerische Wirkung ergibt sich immer erst aus Interpretation, dafür liefert Sport mindestens so viel Material, wie andere Künste. Künstler stehen voll im Wettbewerb - schau dir mal den Trashtalk unter Autoren an und den Verdrängungswettbewerb um Regalfläche.

Bottom Line - Freigabe schad nicht mehr, als eh schon passiert und die verknöcherten Funktionäre hätten eine Ebene der selbsterschaffenen Deutungshoheit weniger.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Argument, man müsse Leute vor sich selbst schützen halte ich für absolut zynisch - man muss Leute niemals vor sich selbst schützen, sondern vor Systemen, die Selbstausbeutung und -zerstörung honorieren oder gar erfordern.</p>
<p>Ein Fliesenleger oder Stahlkocher oder Kokser darf ja in Zukunft auch weiter seine Knochen für die Gesellschaft ruinieren, ohne dass man ihn vor sich selbst schützen würde. Bis er 67 ist. Gerne auch länger. Diese Bevormundung für fremderklärte Vorbilder ist ekelhaft. <span class="caps">EPO</span> fürs Abi? Mangels Sportabi selten relevant, aber Ritalin wird doch schon gerne genommen. Koksen für die Karriere geht in Düsseldorf auch ganz gut, wie man hört.</p>
<p>Ohne Profisport ist der systemimmanente Anreiz, weit über gesundheitsschädliche Grenzen zu gehen weit weniger stark, also halte ich den behaupteten Schutz von Amateursport für Unsinn. Gerade weil dort die Kontrollen völlig abgehen, finden sich dort unter den Übermotivierten bereits heute chemische Endlager ganz abgefahrener Couleur. Frag mal bei wettkampforientierten Amateuren nach - ich kenne einige Stories, wo Bananen nicht das wichtigste Nahrungsmittel waren.</p>
<p>Sport liefert übrigens genau so viel Werk wie andere Kulturprodukte. Häufig sogar mehr - von welchem Kunstwerk kann man behaupten, eine solche identitätsstiftende Wirkung für die <span class="caps">BRD</span> gehabt zu haben, wie die <span class="caps">WM</span> 54? Künstlerische Wirkung ergibt sich immer erst aus Interpretation, dafür liefert Sport mindestens so viel Material, wie andere Künste. Künstler stehen voll im Wettbewerb - schau dir mal den Trashtalk unter Autoren an und den Verdrängungswettbewerb um Regalfläche.</p>
<p>Bottom Line - Freigabe schad nicht mehr, als eh schon passiert und die verknöcherten Funktionäre hätten eine Ebene der selbsterschaffenen Deutungshoheit&nbsp;weniger.</p>
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	<item>
		<title>By: robert</title>
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		<dc:creator>robert</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 20:38:07 +0000</pubDate>
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		<description>Es gibt gewichtige Argumente GEGEN eine Dopingfreigabe.

Hier wird mir erstens ein wenig zu sehr der Spitzensport, den wir im Fernsehen sehen, und der Teil der &quot;Kultur- und Unterhaltungsindustrie&quot; geworden ist, als Beispiel genommen. Aber wer sind die Akteure in diesem Zirkus? Athleten, die schon als Minderjährige sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren. Ich will jetzt nicht das von Verbänden gerne benutze und etwas altbackene Vorbildweltbild als Argument ins Feld führen, aber trotzdem:
Das Signal einer Dopingfreigabe wäre für den Breitensport und den Jugendsport fatal. Es wäre von Anfang an für jeden Jugendlichen klar, dass der Traum, der Weg nach oben, nur über pharmazeutische Mittel geht. EPO fürs Sportabi? Warum denn dann nicht?

Wenn man weiterhin überlegt, was einem den Sportveranstaltungen, die man als Betrachter verfolgt fasziniert, kann man da durchaus differenzieren. Da gibt es einerseits die Inszenierung der Veranstaltung, die Tradition der Tour, den Charakter der Top-Athleten, die ästhetische Komponente vom Fußballspiel, etc. Für diese Bereiche ist es vielleicht nicht so entscheidend, ob der Hauptakteur gedopt hat oder nicht. Es gibt aber noch eine weitere Dimension bei der Wahrnehmung von Spitzensport: Das Echtheitsversprechen der erbrachten Leistung. Das ermöglicht es mir als Betrachter, die Leistung zu bewundern. Vielleicht kocht die Dopingdiskussion deswegen auch im Fußball nicht so hoch, weil hier Dinge im Fokus der Bewunderung stehen, für die es keine Hilfe gibt (Technik) Das man diese Technik mit leistungssteigernden Mitteln wegen besserer Fitness in der 119. Minute besser abrufen kann, wird gerne vergessen. Und vielleicht ist die Diskussion beim scheinbar rein athletischen 100-Meter-Lauf deshalb so präsent. Mit einer Dopingfreigabe wird das Echtheitsversprechen der erbrachten Leistung aber unwiderruflich aufgegeben und wäre ich Hobbyradler könnte ich immer sagen &quot;ach mit dem Dingsmittel könnte ich das ja auch&quot;. Damit würde der Spitzensport sich als oberstes Ende des gesamten Komplexes Sport endgültig von diesem Gesamtding Sport abkoppeln und damit langfristig überflüssig machen. Wieso bräuchte man noch Olympia? Es gäbe dann nur noch Sportveranstaltungen, bei denen die anderen Komponenten vorhanden sind, so dass man sie dauerhaft im Fernsehen sehen will, egal wie die Leistung ist. Beim Fußball mag das gehen, da wird ja auch jedes Zweitligaspiel übertragen, Boxen wird auch regelmäßig und scheinbar unabhängig von der Leistung der Aktiven übertragen ...

Weiterer Punkt. Ein Vergleich von Sport mit  Musik oder Kunst (Zitat: &quot;Wer will, kann ja auch die Rockmusik hassen, weil da Drogen im Spiel sind&quot;) ist meiner Meinung nach nicht zulässig. Im Gegensatz zur Kunst produziert der Sport kein &quot;Werk&quot; und keine Botschaft. Wenn Michael Ballack einen Schuss ins Tor zimmert, hat das keine Aussage, ist kein Kunstwerk. Außerdem stehen Künstler nicht in einem direktem Wettbewerb miteinander sondern schaffen etwas, was danach für sich alleine stehen kann. Das Ergebnis mag mit Drogen zustande gekommen sein, es steht aber danach für sich alleine und ist vom Urheber abgekoppelt. (Deswegen eignet sich Sport auch so gut für Werbung, die Botschaft kollidiert nicht mit der Botschaft des Werkes. Ein Goethe-Darsteller mit einem REWE-Trikot käme irgendwie komisch) Und weil der Sport so ein eigenständiges Ding ist, kann man hier auch nicht liberale, kommunistische oder konservative Muster aus anderen Gesellschaftsbereichen anwenden.

Ich gehe mal bewusst nicht auf die Debatte &quot;Was ist denn überhaupt Doping&quot; ein. Na klar, ist das schwierig. Ich fands auch lächerlich, dass &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ross_Rebagliati&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Ross Rebagliati&lt;/a&gt; wegen einem Joint seine Goldmedaille im Snowboard verlieren sollte. Durch Kiffen steigert man bestimmt nicht seine Leistungsfähigkeit auf einem steilen Abhang.

Und na klar ist das blöd, wenn die Privatsphäre der Sportler durch Dopingkontrollen massiv angegriffen wird.

Aber nehmen wir mal an, es gäbe eine vertrauenswürdige Instanz, die sagt, &quot;das und das ist Doping&quot; und es gäbe einen Konsens unter den Sportlern &quot;wir wollen uns lieber duellieren, ohne das Risiko einzugehen, mit 50 tot umzufallen&quot; dann wären die Dopingsünder wirklich Einzeltäter und könnten mit gut organisierten Kontrollen gefunden werden. Das wäre natürlich ein hochvariables System, Medikamente ändern sich, Substanzen ändern sich und es gibt sicherlich Reibungsverluste. Aber nehmen wir mal an, dass würde funktionieren (Ein naives Ideal, ich gebe es ja zu): Niemand würde ernsthaft eine Dopingfreigabe fordern. Und das sollte man doch das Ziel sein.

Eine Dopingfreigabe wäre für mich die Kapitulation vor einem verknöchertem System der Funktionäre und Verbände, der &quot;Ohne Zuckerwasser gewinnst Du nicht die Tour&quot;-Typen und der nicht immer klugen und von eben jenen &quot;alten Recken&quot; verblendeten Sportlern.

Und um noch einmal auf die Betrugsdiskussion zurückzukommen: Die gedopten Radprofis sind in dem Moment Betrüger, in dem sie erzählen, dass sie sauber sind obwohl sie was eingeschmissen haben. Völlig egal, ob alle anderen auch gedopt sind. Wenn Jan Ullrich gesagt hätte, &quot;ich habe gedopt&quot; erst dann hätte er auch sagen dürfen &quot;ich habe nicht betrogen&quot; (gesetzt den Fall wirklich alle anderen Tour-Teilnehmer waren ebenfalls gedopt). Aber das sagt ja nie jemand.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt gewichtige Argumente <span class="caps">GEGEN</span> eine Dopingfreigabe.</p>
<p>Hier wird mir erstens ein wenig zu sehr der Spitzensport, den wir im Fernsehen sehen, und der Teil der &#8220;Kultur- und Unterhaltungsindustrie&#8221; geworden ist, als Beispiel genommen. Aber wer sind die Akteure in diesem Zirkus? Athleten, die schon als Minderjährige sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren. Ich will jetzt nicht das von Verbänden gerne benutze und etwas altbackene Vorbildweltbild als Argument ins Feld führen, aber trotzdem:<br />
Das Signal einer Dopingfreigabe wäre für den Breitensport und den Jugendsport fatal. Es wäre von Anfang an für jeden Jugendlichen klar, dass der Traum, der Weg nach oben, nur über pharmazeutische Mittel geht. <span class="caps">EPO</span> fürs Sportabi? Warum denn dann nicht?</p>
<p>Wenn man weiterhin überlegt, was einem den Sportveranstaltungen, die man als Betrachter verfolgt fasziniert, kann man da durchaus differenzieren. Da gibt es einerseits die Inszenierung der Veranstaltung, die Tradition der Tour, den Charakter der Top-Athleten, die ästhetische Komponente vom Fußballspiel, etc. Für diese Bereiche ist es vielleicht nicht so entscheidend, ob der Hauptakteur gedopt hat oder nicht. Es gibt aber noch eine weitere Dimension bei der Wahrnehmung von Spitzensport: Das Echtheitsversprechen der erbrachten Leistung. Das ermöglicht es mir als Betrachter, die Leistung zu bewundern. Vielleicht kocht die Dopingdiskussion deswegen auch im Fußball nicht so hoch, weil hier Dinge im Fokus der Bewunderung stehen, für die es keine Hilfe gibt (Technik) Das man diese Technik mit leistungssteigernden Mitteln wegen besserer Fitness in der 119. Minute besser abrufen kann, wird gerne vergessen. Und vielleicht ist die Diskussion beim scheinbar rein athletischen 100-Meter-Lauf deshalb so präsent. Mit einer Dopingfreigabe wird das Echtheitsversprechen der erbrachten Leistung aber unwiderruflich aufgegeben und wäre ich Hobbyradler könnte ich immer sagen &#8220;ach mit dem Dingsmittel könnte ich das ja auch&#8221;. Damit würde der Spitzensport sich als oberstes Ende des gesamten Komplexes Sport endgültig von diesem Gesamtding Sport abkoppeln und damit langfristig überflüssig machen. Wieso bräuchte man noch Olympia? Es gäbe dann nur noch Sportveranstaltungen, bei denen die anderen Komponenten vorhanden sind, so dass man sie dauerhaft im Fernsehen sehen will, egal wie die Leistung ist. Beim Fußball mag das gehen, da wird ja auch jedes Zweitligaspiel übertragen, Boxen wird auch regelmäßig und scheinbar unabhängig von der Leistung der Aktiven übertragen &#8230;</p>
<p>Weiterer Punkt. Ein Vergleich von Sport mit  Musik oder Kunst (Zitat: &#8220;Wer will, kann ja auch die Rockmusik hassen, weil da Drogen im Spiel sind&#8221;) ist meiner Meinung nach nicht zulässig. Im Gegensatz zur Kunst produziert der Sport kein &#8220;Werk&#8221; und keine Botschaft. Wenn Michael Ballack einen Schuss ins Tor zimmert, hat das keine Aussage, ist kein Kunstwerk. Außerdem stehen Künstler nicht in einem direktem Wettbewerb miteinander sondern schaffen etwas, was danach für sich alleine stehen kann. Das Ergebnis mag mit Drogen zustande gekommen sein, es steht aber danach für sich alleine und ist vom Urheber abgekoppelt. (Deswegen eignet sich Sport auch so gut für Werbung, die Botschaft kollidiert nicht mit der Botschaft des Werkes. Ein Goethe-Darsteller mit einem <span class="caps">REWE</span>-Trikot käme irgendwie komisch) Und weil der Sport so ein eigenständiges Ding ist, kann man hier auch nicht liberale, kommunistische oder konservative Muster aus anderen Gesellschaftsbereichen anwenden.</p>
<p>Ich gehe mal bewusst nicht auf die Debatte &#8220;Was ist denn überhaupt Doping&#8221; ein. Na klar, ist das schwierig. Ich fands auch lächerlich, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ross_Rebagliati">Ross Rebagliati</a> wegen einem Joint seine Goldmedaille im Snowboard verlieren sollte. Durch Kiffen steigert man bestimmt nicht seine Leistungsfähigkeit auf einem steilen Abhang.</p>
<p>Und na klar ist das blöd, wenn die Privatsphäre der Sportler durch Dopingkontrollen massiv angegriffen wird.</p>
<p>Aber nehmen wir mal an, es gäbe eine vertrauenswürdige Instanz, die sagt, &#8220;das und das ist Doping&#8221; und es gäbe einen Konsens unter den Sportlern &#8220;wir wollen uns lieber duellieren, ohne das Risiko einzugehen, mit 50 tot umzufallen&#8221; dann wären die Dopingsünder wirklich Einzeltäter und könnten mit gut organisierten Kontrollen gefunden werden. Das wäre natürlich ein hochvariables System, Medikamente ändern sich, Substanzen ändern sich und es gibt sicherlich Reibungsverluste. Aber nehmen wir mal an, dass würde funktionieren (Ein naives Ideal, ich gebe es ja zu): Niemand würde ernsthaft eine Dopingfreigabe fordern. Und das sollte man doch das Ziel sein.</p>
<p>Eine Dopingfreigabe wäre für mich die Kapitulation vor einem verknöchertem System der Funktionäre und Verbände, der &#8220;Ohne Zuckerwasser gewinnst Du nicht die Tour&#8221;-Typen und der nicht immer klugen und von eben jenen &#8220;alten Recken&#8221; verblendeten Sportlern.</p>
<p>Und um noch einmal auf die Betrugsdiskussion zurückzukommen: Die gedopten Radprofis sind in dem Moment Betrüger, in dem sie erzählen, dass sie sauber sind obwohl sie was eingeschmissen haben. Völlig egal, ob alle anderen auch gedopt sind. Wenn Jan Ullrich gesagt hätte, &#8220;ich habe gedopt&#8221; erst dann hätte er auch sagen dürfen &#8220;ich habe nicht betrogen&#8221; (gesetzt den Fall wirklich alle anderen Tour-Teilnehmer waren ebenfalls gedopt). Aber das sagt ja nie&nbsp;jemand.</p>
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		<title>By: Jens Peters</title>
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		<dc:creator>Jens Peters</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 08:59:31 +0000</pubDate>
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		<description>Ok - das werde ich mir mal überlegen. Nichtsdestotrotz gibt es glaub ich trotzdem viele informierte Leser (siehe bei jw), die sich mit dem thema gut auskennen. und eine derart kontroverse meinung schreit quasi nach diskussion.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ok - das werde ich mir mal überlegen. Nichtsdestotrotz gibt es glaub ich trotzdem viele informierte Leser (siehe bei jw), die sich mit dem thema gut auskennen. und eine derart kontroverse meinung schreit quasi nach&nbsp;diskussion.</p>
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		<title>By: heinzkamke</title>
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		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 08:55:27 +0000</pubDate>
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		<description>Die Thematik ist in der Tat sehr schwierig, und auch wenn ich auf eine etwas intensivere Diskussion gehofft hatte, kann ich doch verstehen, dass die Meinungsäußerungen nicht so sprudeln. Das liegt meines Erachtens zum einen sicherlich am Baade-Jako-Schatten, den Du selbst bei mir drüben schon angesprochen hast, zum anderen in hohem Maße daran, dass man sich eigentlich noch deutlich intensiver mit dem Thema befassen müsste, um sich fundiert zu äußern (das sollte mir wohl zu denken geben), wie nolookpass bereits deutlich gemacht hat.

Das von ihm (nolookpass) angesprochene Format, wonach Du eine Essenz aus den Interviews und eigener Meinung hier zur Diskussion stellst, wäre vermutlich eine für den Leser einfachere Kommentargrundlage (stünde aber auch im Widerspruch zu Deinem bisherigen Ansatz, die Interviews quasi unkommentiert zu veröffentlichen).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Thematik ist in der Tat sehr schwierig, und auch wenn ich auf eine etwas intensivere Diskussion gehofft hatte, kann ich doch verstehen, dass die Meinungsäußerungen nicht so sprudeln. Das liegt meines Erachtens zum einen sicherlich am Baade-Jako-Schatten, den Du selbst bei mir drüben schon angesprochen hast, zum anderen in hohem Maße daran, dass man sich eigentlich noch deutlich intensiver mit dem Thema befassen müsste, um sich fundiert zu äußern (das sollte mir wohl zu denken geben), wie nolookpass bereits deutlich gemacht hat.</p>
<p>Das von ihm (nolookpass) angesprochene Format, wonach Du eine Essenz aus den Interviews und eigener Meinung hier zur Diskussion stellst, wäre vermutlich eine für den Leser einfachere Kommentargrundlage (stünde aber auch im Widerspruch zu Deinem bisherigen Ansatz, die Interviews quasi unkommentiert zu&nbsp;veröffentlichen).</p>
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		<title>By: Jens Peters</title>
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		<dc:creator>Jens Peters</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 08:30:25 +0000</pubDate>
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		<description>danke dir! ich muss zugeben, dass ich mich sehr schwer getan habe mit dem interview. ich finde viele dinge gut und richtig, die die beiden sagen, kann aber auch punkte der doping-gegner verstehen. einen weinreich-kommentar habe ich schon angedacht. wo wir beim nächsten thema wären, nämlich den artikel von herrn kamke, der sich auch nochmal gut und spannend mit dem thema auseinander setzt.

http://angedacht.wordpress.com/2009/09/02/dopingfreigabe-be-catenaccio/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>danke dir! ich muss zugeben, dass ich mich sehr schwer getan habe mit dem interview. ich finde viele dinge gut und richtig, die die beiden sagen, kann aber auch punkte der doping-gegner verstehen. einen weinreich-kommentar habe ich schon angedacht. wo wir beim nächsten thema wären, nämlich den artikel von herrn kamke, der sich auch nochmal gut und spannend mit dem thema auseinander setzt.&nbsp;<a href="http://angedacht.wordpress.com/2009/09/02/dopingfreigabe-be-catenaccio/">http://angedacht.wordpress.com/2009/09/02/dopingfreigabe-be-catenaccio/</a></p>
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		<title>By: nolookpass</title>
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		<dc:creator>nolookpass</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 07:56:16 +0000</pubDate>
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		<description>Auch wenn es meist über den Fußball hinausgeht: Thema gut umgesetzt. Die Krone wäre nun eine Weinreichsche Erwiderung. Dann die besten Zitate aus den Interviews, vermischt vielleicht mit der eigenen Meinung - und fertig ist ein wunderbarer Denkanstoß. Denn so einfach ist das alles nicht, ich selbst habe das Krauß-Buch komplett durchgeschmökert wie auch den Weinreich intensiv verfolgt; und für viele, die zu dem Thema herumkrakeelen wäre das schon mal ein Anfang.

Danke für deine Arbeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es meist über den Fußball hinausgeht: Thema gut umgesetzt. Die Krone wäre nun eine Weinreichsche Erwiderung. Dann die besten Zitate aus den Interviews, vermischt vielleicht mit der eigenen Meinung - und fertig ist ein wunderbarer Denkanstoß. Denn so einfach ist das alles nicht, ich selbst habe das Krauß-Buch komplett durchgeschmökert wie auch den Weinreich intensiv verfolgt; und für viele, die zu dem Thema herumkrakeelen wäre das schon mal ein Anfang.</p>
<p>Danke für deine&nbsp;Arbeit.</p>
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		<title>By: Dopingfreigabe bei Catenaccio &#171; angedacht</title>
		<link>http://catenaccio.de/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fcatenaccio.de%2F%3Fp%3D4267&amp;seed_title=Interview+mit+Martin+Krau%C3%9F&#038;cpage=1#comment-1378</link>
		<dc:creator>Dopingfreigabe bei Catenaccio &#171; angedacht</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 16:49:33 +0000</pubDate>
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		<description>[...] wenigen Tagen hat er, ungewöhnlich genug, gleich zwei solcher Gespräche veröffentlicht. Sowohl Martin Krauß als auch Matthias Heitmann äußerten sich dabei nicht nur ausführlich zum Thema Doping, das bei [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] wenigen Tagen hat er, ungewöhnlich genug, gleich zwei solcher Gespräche veröffentlicht. Sowohl Martin Krauß als auch Matthias Heitmann äußerten sich dabei nicht nur ausführlich zum Thema Doping, das bei&nbsp;[&#8230;]</p>
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