1.Runde DFB-Pokal: SV Babelsberg – Bayer Leverkusen 0:1

Das war alles andere als schön. Weder das Spiel gegen Babelsberg, noch was ich davon sehen konnte, noch wie ich dahin gekommen bin. Nach dem sich mein Abendprogramm spontan aufgelöst hatte, dachte ich, sponsor ich mal den Fernsehsender SKY. Ein Livestream im Internet wurde die Tage schon beworben und von diversen Bloggern für zu teuer befunden. Trotzdem wollte ich mal schauen, was und wie das funktioniert. Leider gar nicht. Zumindetens nicht auf meinem Mac. Auch auf meinem Uralt-Laptop mit Windows XP, wollte der SKY-Teststream auch nicht laufen. Warum man nicht systemübergreifend so etwas anbietet und möglichst unkompliziert, ist mir ein Rätsel. Dann halt keine 20 Euro. Und überhaupt 20 Euro?

So also die Version über irgendwelche Streams, die mich letztlich zur deutschen SKY-Konferenz brachte. Das war ganz passabel, allerdings wurden gefühlte 2 Minuten vom Leverkusen-Spiel gezeigt. Egal. Ein paar Erkenntnisse gewann ich trotzdem.

Ein 1:0-Sieg ist ein 1:0-Sieg und ist gleichbedeutend mit der 2.Runde. Die erste Hälfte war überlegen geführt, mannigfaltige Chancen blieben aber  ungenutzt. Erst in der zweiten Hälfte zeigte der eingewechselte Eren Derdiyok Killerinstinkt und verwandelte den Nachschuss seines eigenen ersten Versuchs zum 1:0. Danach ließ es Bayer locker angehen und Babelsberg kam besser ins Spiel. Diverse Möglichkeiten ließ der Regionalligist aber ungenutzt. Als Felsen in der Brandung agierten Rene Adler, der sogar hohe Flanken sicher aus dem Strafraum beförderte und Sami Hyypiä, der sich in jeden Schuss warf. Trotzdem wirkte die Werkself alles andere als souverän.

Zum Ende zeigte Jupp Heynckes dann auch eine etwas andere Wechselstrategie, als Vorgänger Bruno Labbadia. Nicht nur, dass er zuvor schon den Siegtorschützen einwechselte für den glücklosen Gekas. Zum Ende war er sich nicht zu schade, auf die Defensive zu setzen und die offensiven Kießling und Kroos gegen die defensiven Rolfes und Zdebel zu wechseln. Mit Erfolg. Die Null hatte auch nach dem Abpfiff Bestand. 2.Runde. Danke. Abhaken. Vorbereitung für Spieltag 1 der Bundesliga beginnen! Mainz der Gegner, die sich mehr als schwer in Lübeck tun und vor dem Aus stehen.

The Legend

The legend is back. Es war die 62.Minute im Spiel gegen die großen Bayern, die damals noch nicht mal Rekordmeister waren. Am 11.08.1979 vor fast genau 30 Jahren, marschierte ein schnauzbärtiger junger Mann zum Elfmeterpunkt, um den legendären Walter Junghans im Kasten der Bajuwaren, zu bezwingen. Und er tat es. Und wurde zur Legende. Er war der erste Spieler, der ein Tor für Bayer Leverkusen in der Bundesliga erzielte. Sieben weitere folgten in der Saison 79/80 - nicht schlecht für einen Verteidiger. Bis 1983 spielte er - Dietmar Demuth - für die damalige graue Maus, den Retortenclub, die Fußabteilung des Chemie- und Pharmawerks.

Die Zeit in Leverkusen war die erfolgreichste in seiner Karriere, danach strahlte der Stern am Fußballhimmel des Dietmar Demuth immer weniger. Am 14.11.1987 lief er noch mal für St.Pauli in der zweiten Liga auf. In der 81.Minute wurde er beim 6:1 gegen Oberhausen eingewechselt. Sein letztes Match als Spieler. Danach wechselte er ins Trainermetier und landete schließlich nach einigen wenig erfolgreichen Stationen (wenn man von einem Aufstieg und direkten Abstieg in bzw. aus der Bundesliga absieht) beim Regionalligisten Babelsberg. Von der Legende spricht heute kaum noch jemand.

Obwohl heute dann doch noch mal. Und vielleicht wird er ein weiteres Legendenkapitel in seinen Lebenslauf einfügen. Wenn der der Trainers des Viertligisten Babelsberg sein Team zum Sieg gegen den Erstligisten, seinem ehemaligen Verein aus Leverkusen führt.

(c) Stickerfreak

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Im Spiel heute dürfen sich laut kicker, wohl einige neue Kräfte beweisen. Da Castro auf rechts in der Verteidigung mit einer Muskelverletzung ausfällt und Rolfes erst gerade wieder ins Training eingestiegen ist, dürfen Schwaab und Reinartz ihre Positionen übernehmen. Hyppiä ist in der Innenverteidigung eh schon gesetzt. Im Sturm vermutet der kicker Eren Derdiyok neben Theofanis Gekas. Passend dazu der kicker-Artikel “Heynckes-Lob für Derdiyok”.

Die vermutliche Aufstellung: Adler - Kadlec, Friedrich, Hyppiä, Schwaab - Reinartz, Barnetta, Renato Augusto, Kroos - Derdiyok, Kießling.

Nur ein Sieg darf heute um 20:30 Uhr in Babelsberg zählen. Egal wie.

17 Siege in 20 Jahren

2008 Rot-Weiß Oberhausen - Bayer Leverkusen 2:3 n.V.
2007 FC St. Pauli - Bayer Leverkusen 1:0 (0:0)
2006 TuS Koblenz - Bayer Leverkusen 3:5 n.E.
2005 FC Rot-Weiß Erfurt II - Bayer Leverkusen 0:8 (0:3)
2004 1. FSV Mainz 05 II - Bayer Leverkusen 1:3 (0:1)
2003 Holstein Kiel - Bayer Leverkusen 1:3 (0:0)
2002 Rot-Weiss Essen - Bayer Leverkusen 0:1 (0:1)
2001 Jahn Regensburg - Bayer Leverkusen 0:3 (0:1)
2000 Fortuna Köln - Bayer Leverkusen 0:4 (0:2)
1999 SV Waldhof Mannheim - Bayer Leverkusen 3:2 n.V.*
1998 FC St. Pauli II - Bayer Leverkusen 0:5 (0:0)
1997 Hansa Rostock - Bayer Leverkusen 0:2 (0:0)
1996 SV Werder Bremen - Bayer Leverkusen 6:4 n.E.
1995 MSV Duisburg - Bayer Leverkusen 0:2 (0:0)
1994 BSV Brandenburg - Bayer Leverkusen 0:11 (0:2)
1993 Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg 3:0 (1:0)*
1992 ASV Bergedorf 1885 - Bayer Leverkusen 1:3 (0:1)
1991 Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen 0:2*
1990 Victoria Hamburg - Bayer Leverkusen 0:5
1989 SV Werder Bremen II - Bayer Leverkusen 1:4

* 2. bzw. 3. Runde - in den Jahren mussten die Bundesligisten teils erst später in den Pokal einsteigen.

Die erste Runde des DFB-Pokals. Oft steht ein Gastspiel beim Regionalligisten Hintertupfing an. Doch gibt es so oft die Überraschung? Den Sieg Davids gegen Goliath? Ein Blick auf die Bilanz der Leverkusener zeigt, dass der Pokal zwar seine eigenen Gesetze hat, die aber für Leverkusen selten gelten. 17 Siege in 20 Jahren, so die ordentliche Bilanz. Leverkusen tat sich zwar häufiger schwer, aber am Ende stand die Werkself in der Regel in der nächsten Runde.

Letzte Ausnahme war das Pokalspiel in St.Pauli im Jahre 2007, davor gab es die letzte Auftaktpleite 1999 gegen Waldhof Mannheim. Für die dritte Niederlage sorgte 1996 Werder Bremen. Mal sehen, was Babelsberg so bringt!

Alles nicht so schlimm!

In den vergangenen Wochen wurde ich häufiger gefragt, wie es dazu kam, dass ich Leverkusen-Fan wurde. Weshalb denn gerade Bayer? Und ist das schlimm? Bei all den verpassten Titeln? So ganz alleine?

Also erstmal bin ich gar nicht mehr so alleine. Vor allem nicht so alleine in der Blogwelt, denn zwei neue Leverkusen-Blogs haben sich formiert, um Bayer noch stärker im Netz zu vertreten.

Nummer 1 ist nicht wirklich neu, bloggt aber nun auf konventionelle Art und Weise rund um die Werkself. Das Pillendreher-Blog überzeugte in der Vergangenheit durch charmante fiktive Texte im Bayer-Umfeld. Nach längerer Pause ist Christian S. nun wieder voll dabei und gibt seine Meinung zur aktuellen Entwicklung ab.

Nummer 2 ist nun aber wirklich neu und nennt sich lauthals. Der Untertitel “Leverkusen, Bundesliga, Fußball, Sport” deutet auf ein weites Feld hin, die letzten sieben Beiträge von Sebastian behandelten aber vor allem das Leverkusener Team.

Also - alles nicht so schlimm, wenn man nicht alleine ist und außerdem hat Leverkusen dieses Jahr schon vier Titel geholt!

Wer spielt?

Vor einer neuen Saison werden die Karten in sämtlichen Bundesligakadern neu gemischt, so natürlich auch in Leverkusen. Noch bessere Chancen haben die vormaligen Bankdrücker, wenn ein neuer Trainer das Ruder übernimmt. Also welche Spieler rücken der alten Werkself-Garde auf die Pelle?

Daniel Schwaab, aus Freiburg verpflichtet, ist ein junges Talent, dass auf der rechten Außenverteidigerposition zuhause ist. In der Vorbereitung zeigte er einige gute Spiele und empfahl sich immer wieder für die Startelf. Gerade das möchte Gonzalo Castro verhindern. Der frisch gebackene U21-Europameister muss aber in dieser Saison seine Leistung wieder im oberen Bereich stabilisieren, wenn er seinen Platz nicht verlieren möchte.

Stefan Reinartz, vormals an Nürnberg ausgeliehen und zur neuen Saison wieder zurückgeholt, ist vielfach einsetzbar. In der Vorbereitung spielte er oft auf Simon Rolfes Sechser-Position und füllte diese Position souverän aus. Aber auch in der Innenverteidigung steht er sicher. Reinartz hat das Jahr in Nürnberg sichtlich gut getan, hat aber in der Werkself harte Konkurrenz. Auf der Sechser-Position wird er wohl nur eingesetzt, für den Fall, dass Kapitän Rolfes nicht fit ist. In der Abwehr stehen die Chancen besser. Um die offene Planstelle in der Innenverteidigung rangeln derzeit Manuel Friedrich, Lukasz Sinkiewicz und Reinartz.

Toni Kroos, Leihspieler aus München gehörte nicht gerade zur zweiten Garde in der letzten Saison, wirkte aber trotzdem nie so richtig integriert. In der Vorbereitung agierte Kroos dann hinter den Spitzen und machte viele gute Spiele, in denen er vor allem seine Torgefahr immer wieder unter Beweis stellte. Mit Kroos Position wird wohl Arturo Vidals Platz geräumt, denn Barnetta und Renato Augusto absolvierten eine gute Vorbereitung und scheinen unersetzlich, im Gegensatz zum Chilenen, der sogar noch zum Bundesliga-Auftakt gesperrt ist.

Theofanis Gekas und Eren Derdiyok, streiten sich um Patrick Helmes Platz, der bis zum Winter ausfällt. Mit einer guten Hinrunde könnten sich beide Spieler für die Rückrunde bewerben. Gekas traf zahlreich in der Vorbereitung, aber auch der Schweizer hinterließ einen ordentlichen Eindruck. Stefan Kießling scheint gesetzt.

Frank Lussem, kicker-Redakteur, unterbreitet uns hier seine Vorschläge für den Bayer-Kader zum Saisonauftakt. Ich stimme im Großen und Ganzen mit ihm überein, sehe aber im Sturm den Griechen Gekas eine Nasenlänge vor Derdiyok.

Aufstellung zu Saisonbeginn

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UEFA Champions League Trophy Tour

In den nächsten Wochen, begleite ich die UEFA Champions League Trophy Tour auf Facebook und Twitter und zwischem dem 15. und 19.September 2010 auch live vor Ort in München.