1.FC Köln, Teil 3

Letzte Saison dauerte es bis zum 10.Spieltag. Dieses Jahr nur bis zum 7. Dann fiel das ominöse Wort in Zusammenhang mit Leverkusen. Titelaspirant. Während man im letzten Jahr durch die Bundesliga und den Herbst wie ein Orkan brauste, pustet die Werkself in dieser Spielzeit gerade mal so fest, dass die kleinsten Bäumchen umfallen. Aber sie fallen. So auch der 1.FC Köln. Die wollten ja endlich nach Jahrzehnten mal wieder gegen den Rivalen von der anderen Rheinseite gewinnen. Das sollte und wollte aber nicht klappen.

Und genau deshalb ist man Titelaspirant? In meinen Augen nicht, aber die Journaille sieht eine Veränderung in der Mannschaft. Jupp Heynckes lässt Bayer defensiv spielen. Keinen putzmunteren Offensivfeuerwerk-Fußball, sondern eher langweiligen, aber granitstarkes Defensiv-Gekicke. Der am Ende auch noch erstaunlich effektiv ist. Bereits zwei Mal führte er zu einem 1:0 und insgesamt gelangen vier zu-Null-Spiele in dieser Spielzeit. Offense wins games - defense wins Championchips. Sagt auch die Presse. Wie die Bayern damals. Ich sag, dass zumindest die Tür nach Europa weiter aufgestoßen wird. Und das sagt auch der die-Null-muss-stehen-Countdown: Noch 10!

PS: Übrigens hat der Trainer alle von mir geforderten Änderungen umgesetzt und ähnlich gesehen. Sarpei raus, Castro auf dessen Verteidigungsseite, Schwaab dann rein. Hyypiä wieder fit und schon fluppts in der Defensive. Im Mittelfeld dann Kroos raus und der genesene Renato Augusto rein. Barnetta von Beginn an. Und schon passt es. Toll.

PPS: Wir sind weiter nur Zweiter. Bruno hat gegen die Bayern gewonnen. Hat letzte Saison auch schon geklappt (im Pokal), am Ende war er dann doch nur Zweiter (im Pokal).

Interna und das Derby

Vor gut einem Jahr begann ich dieses Blog. Mit ein Grund war, meine mangelhafte Auslastung auf der Arbeit. Auslastung darf man jetzt so und so verstehen. Vielleicht trifft es Beanspruchung besser. Ich bin Bildredakteur, wie der ein oder andere sicherlich schon mitbekommen hat. Der Job ist eigentlich toll, der Arbeitgeber naja und der Branche geht es schlecht. Kürzlich musste ich lesen, dass der Chef, der auch Chef eines rotweißen Ruhrpottvereins ist, sich Sorgen um sein Budget im Verein machte. Derweil machte ich mir Sorgen um mein eigenes Budget. Denn der Chef sparte auch an allen erdenklichen Stellen. Zusammenhänge will ich aber nicht unterstellen. Eine denkbar miese Kombination also, will man sich eine sichere Zukunft verschaffen.

Der Job brachte es mit sich, dass ich sehr regelmäßige Zeiten im Büro hatte und mich auch dementsprechend mit diesem Blog auseinandersetzen konnte. Das wird sich in Zukunft ändern. Der Job wurde an den Nagel gehängt, die Uni ruft, ein ganz anderer Bereich soll in einigen Jahren beackert werden. Etwas, was mehr Zukunft hat. Mit dieser Umstrukturierung meines persönlichen Lebens, wird es hier eventuell (ich hoffe nicht) etwas ruhiger werden. Schon in der letzten Zeit, konnte ich auf viele nette Anfragen nicht eingehen, Kontakte weniger pflegen als sonst, einfach aufgrund der Tatsache, dass das neue Leben organisiert werden muss. Soweit zu den Interna.

Zum Derby möchte ich nochmal auf die letztjährige Serie hinweisen. Apropos Serie. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass die Serie reißt. Gegen die Kölner. Sowohl Kadlec, als auch Renato Augusto sind nicht im Kader. Diese beiden Positionen sind derzeit die größten Sorgenpunkte, aber immerhin soll Hyypiä wieder ran. Damit könnte zumindestens die Null hinten stehen.

Die Kommentare sind geschlossen.

Premiere im Blog: Das Pokal-Aus

Letzte Saison gab es ja kein Pokal-Aus, sondern eine Final-Niederlage. Das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Damit das vorweg geklärt ist. Gut 90 Minuten hatte ich gestern Zeit mich mit dem vorzeitigen Scheitern im DFB-Pokal auseinander zu setzen. Gegen einen Zweitligisten, der aber eine erstklassige Partie gezeigt hat und verdient eine Runde weiter gekommen ist. Der 1.FC Kaiserslautern hat den Betze verteidigt und die Werkself hatte so gar nichts zu melden. Ich hatte nie das Gefühl, dass das noch was wird.

Woran das lag? Nun das hat verschiedene Gründe. Ich kann mich noch an den Saisonbeginn erinnern, der ja auch gar nicht so lange zurück liegt, als Jupp Heynckes und diverse Spieler erklärten: “Erst einmal hinten sicher stehen und vorne sind wir immer für ein Tor gut.” Das hätte ich fünf Spieltage blind unterschreiben können und auch für die Zukunft, jedoch nicht mit dem gestrigen Kader oder dem vom Sonntag.

Erst einmal hinten sicher stehen. Dafür bedarf es eines Lenkers, der die Abwehr organisiert. Der steht normalerweise in der Innenverteidigung und hört auf den Namen Sami Hyypiä. Der Finne ist bisher das offene Geheimnis des Leverkusener Abwehrverbunds. Gutes Stellungsspiel, sicher im Aufbau, für seine Mitspieler mitdenkend. Genau dieser Schlüsselspieler fehlte gestern bei Bayer und so musste Manuel Friedrich die Rolle des Abwehrchefs übernehmen, was schon oft in der vergangenen Spielzeit katastrophale Folgen hatte - gestern nun erneut. Friedrich ist guter Abwehrspieler. In den bisherigen Spielen an der Seite von Hyypiä sogar ein sehr guter, doch die Verantwortungsrolle steht ihm nicht gut.

Der Rest des Defensivverbunds spielte solide, wirkte aber desöfteren desorientiert. Und so kassierte man auch die Tore. Das alles wäre ja gar nicht so schlimm gewesen, denn vorne ist man ja immer für ein Tor gut. Eins gelang auch, aber erst als Heynckes die komplette Mannschaft plus Taktik umgeworfen hatte und mit drei Stürmern spielte. Viele kleine Puzzleteilchen führten zu einer allgemeinen Ungefährlichkeit der Werkself.

Das fing hinten bei Sarpei an. Der Linksverteidiger spielt solide defensiv, beim ersten Gegentreffer war er sehr weit vom Gegenspieler entfernt, ok, aber nach vorne? Da geht gar nichts. Später wechselte der Trainer Schwaab ein, so dass Castro auf Sarpeis Position kam und Bayer war um einiges gefährlicher. Von beiden Seiten ging Gefahr aus, nicht nur über Castros rechte Seite, was nebenbei auch dazu führte, dass man defensiv, aufgrund des Drucks, nicht mehr soviel zuließ.

Die Doppel-6 mit Vidal und Rolfes kann man spielen gegen einen starken Zweitligisten. Ob Bender schon bereit war für die Startelf, darüber lässt sich streiten und Kroos? Der ist immer noch sehr weit vom maximalen Leistungspotenzial des Supertalents entfernt. Keine Flanken, keine Freistöße, nichts aus dem Spiel strahlte Gefahr aus. Schonen, damit man nicht zurück zu den Bayern muss? Der Sturm hing in der Luft. Kießling glücklos, Derdiyok rackerte, konnte aber auch nichts ausrichten.

Bitter, aber so ist das nun mal im Pokal. Ein schlechtes Spiel und man ist raus. Und man kann einiges aus diesem Spiel für die Partie am Samstag gegen Köln mitnehmen. Aus Fehlern lernt man - hoffentlich. Und außerdem befand sich die Werkself am gestrigen Abend in hervorragender Gesellschaft. Die Leverkusener Mannschaft wird sicherlich fröhlichst ihren Ex-Trainer gegrüßt haben, der mit seinem neuen Club eine miese Vorstellung in Osnabrück ablieferte und ebenfalls die Segel strich.

Ballpod München, Ausgabe 4 (21. September 2009)

Die inzwischen vierte Ausgabe des Fußballpodcasts Ballpod(der) wurde am Montag Abend aufgenommen. Probek war dieses Mal leider alleine in seiner Küche, hatte aber trotzdem einige Gäste per Telefon zugeschaltet. Besonders interessant ist der Einspieler von Jürgen Kalwa, der sich mit dem “Spielmacher” beschäftigt.

Die vierte Nullnummer des Ballpodder-Podcasts ist da: diesmal sprach ich mit dem Spielbeobachter über den 1. FC Köln, mit Torsten über Schalke 04 und mit der Hirngabel über den VfB Stuttgart. Dank eines Einspielers von Jürgen Kalwa erfahren wir außerdem mehr über Max und das “Spielmacher“-Projekt. Aufgenommen wurde der Podcast in meiner Münchner Küche, aufbereitet von dogfood und dank der Musik von Jürgen und Riks akustisch abgerundet. Möge es euch bekommen – und sagt in den Kommentaren, wie es geschmeckt hat.

Malalarm: Der Kader

Naja irgendwie sieht das jetzt nicht so schick aus. Und übersichtlich? Auch noch nicht so richtig. Anbei die Kaderliste der Werkself. Anhand der Kästchen sollte man jetzt erkennen, wer gespielt hat, wie lange, wer gelbe oder rote Karten sich verdient hat, Tore oder Vorlagen beigesteuert hat, faul auf der Bank rumsaß oder gar nicht erst im Kader des Spieltags war. Wie gesagt - ich bin da noch nicht so zufrieden.

Demnächst immer hier.

Kader

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UEFA Champions League Trophy Tour

In den nächsten Wochen, begleite ich die UEFA Champions League Trophy Tour auf Facebook und Twitter und zwischem dem 15. und 19.September 2010 auch live vor Ort in München.