Die blaue Karte

Ach so. Blau also.

«Ich bin ein großer Freund der Matchstrafe. Ein Spieler, der schon die Gelbe Karte gesehen hat, sollte beim zweiten Mal vom Platz gestellt werden, zum Beispiel mit einer Blauen Karte.»

(Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer von Bayer Leverkusen spricht sich für eine Matchstrafe aus)

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12 comments » Write a comment

  1. Die Begründung von Holzhäuser trifft doch eigentlich auf jede rote Karte zu, egal ob vohrer Gelb oder nicht.
    Blaue Karten gab es doch auch schonmal beim Vatikan-Pokal nach einer Gelben Karte. Ich glaube, das fürhte dann zu einer kurze Zeitstrafe oder so. Wäre aber schonmal interessant welche “Erfahrungen” es damit gab.

  2. Gab es nicht auch früher mal in der Regional-/Oberliga 10-Minuten-Strafen?

  3. In der Jugend gibts auf jeden Fall auch die 10 Minuten-Strafen (oder gabs zu meiner Schiri-Zeit). Die fand ich eigentlich sehr klasse, um gewisse Leute mal ein bisschen abkühlen zu lassen.

  4. In Südbaden (außerhalb weiß ich’s nicht) gab’s in den unteren Klassen bis zur Einführung von Gelb-Rot (die gibt’s seit 1991, zumindest im Profifußball) die Zeitstrafe. Hab ich immer für eine gute Sache gehalten.

  5. Wozu eine zwischen gelber und gelb-roter Karte zwischengeschaltete Zeitstrafe führt, ist eine spannende Frage. Auf der einen Seite kann ein Trainer auf diese Weise durch das Gespräch mit dem Spieler (kenne ich noch gut aus meinen alten Handballer-Zeiter) mitunter stark auf das Spiel einwirken. Zum anderen allerdings dürften die fairen Manschaften ein wenig schlechter da stehen als bisher. Denn: Sie selbst kommen nur selten in den Genuß der Vorteile der noch stärker abgestuften roten Karte, und müssen es aber hinnehmen, unfaire Spieler länger als bisher auf dem Platz bleiben.
    Letztlich läuft es meines Erachtens auf die Frage hinaus, wie stark das Drohpotential einer Karte die Spielweise der Spieler bestimmt.

  6. Nicht zu verwechseln mit der Grünen Karte

    Aber im Ernst, Kokolores, oder!? Mit zweierlei Strafmaß kommen die Schiris ab und an ja schon nicht klar.

    Und ja, früher, zum Beispiel zu der Zeit als Meiderich in der dritten Liga (damals „Oberliga“) kickte, gab es Zeitstrafen. Ziemlicher Blödsinn. Man hat als Zuschauer auf die Uhr geschaut und sich gedacht, ob das Team das wohl überstehen würde. Aber eigentlich nur, weil man es vom Eishockey so gewohnt war. Auf dem Platz hatte das nur sehr selten Auswirkungen.

  7. Kann das Argument von Urs Meier nur in Ansätzen nachvollziehen. Wenn es gegen Spielende dann härter zugeht, gibts doch immer noch die rote Karte. Die wird ja nich durch die Blaue ersetzt… Ich finde, die Idee von Holzhäuser sogar sehr gut. Es gibt superviele dämliche gelbe Karten im Fußball. Teilweise auch Unberechtigte. Wenn ein Spieler dann mit gelb-rot runter muss, kann man wenigstens ne Matchstrafe draus machen. Auch, wenn es nur ne Bagatelle war, für die er gelb gesehen hat. Muss ja nicht immer zwei Spiele Sperre zur Folge haben.

  8. Ich fände die Matchstrafe dann ok, wenn sie die bisherige Gelb-Rote ablösen würde (bzw. wenn Gelb-Rot zu einer reinen Matchstrafe umgewidmet würde). Dies entspräche der Regelung im Amateurbereich, wo der bürokratische Aufwand einer über das laufende Spiel hinaus gehenden Sperre nicht betrieben werden kann.

    So wäre auch gewährleistet, dass keine unbeteiligte dritte Mannschaft (vulgo: der nächste Gegner) von zwei lediglich verwarnungswürdigen Vergehen profitiert.

  9. hmmm… ich bin mir noch nicht so sicher, was ich davon halten soll. also zeitstrafen gehen eigentlich gar nicht, blaue karte kann eigentlich nur die gelb-rote ersetzen und rot wäre dann verhandelbar von 1-x Spielen Sperre, oder?

    so könnts gehen…

  10. @Jens:
    so würd ich’s auch sehen.
    Wenn bei uns irgendwann auch die Einsicht Einzug hält, dass rote Karten nicht zwingend eine Sperre nach sich ziehen müssen (vgl. Fall Lampard vor kurzem), passt es vielleicht ohnehin nicht mehr ganz ins Bild, dass man nach Gelb-Rot automatisch ein Spiel gesperrt ist.
    [d.h. ich seh's nicht ganz wie Jens - bei mir ist rot von 0-x verhandelbar]

  11. die Gazzetta dello sport zitiert heute Pierluigi Collina dahingehend, dass das “International Board” am Wochenende einen nordirischen Vorschlag zur Einführung einer orangenen Karte auf der Tagesordnung habe – für Situationen, in denen “rot ein wenig zu viel und gelb ein bisschen wenig” sei.. es soll sich wohl um eine Zeitstrafe handeln, deren Dauer im Artikel nicht spezifiziert wird.

    Heiße Luft, denke ich.

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