Der Fall Gekas

Der Express bauscht es natürlich etwas auf, aber eins ist klar. Theofanis Gekas dürfte alles andere als glücklich mit seiner derzeitigen Situation in Leverkusen sein. In dieser Saison nicht ein einziger Einsatz von Beginn an, da kein Weg am gesetzten Sturmduo Helmes und Kießling vorbeiführt. Jüngst gab er einem griechischen Radiosender ein Interview, dass wohl teilweise fehlinterpretiert worden ist.

Dem griechischen Radiosender Sport FM soll der 28-Jährige ein pikantes Interview gegeben haben. Darin soll sich der Stürmer über sein Reservistendasein ausgeweint haben.

Er sähe sich als Opfer „eines Nationalismus“. Soll heißen: Trainer Bruno Labbadia bevorzuge bewusst deutsche Spieler. Gekas-Berater Paul Koutsoliakos zog bei Bekanntwerden des Zitas sofort die verbale Notbremse. Bezeichnete die Behauptung als „Unsinn“ und erklärte, dass es sich wohl um einen Übersetzungsfehler gehandelt haben müsse. Gegenüber den Bayer-Bossen habe Gekas die pikante Aussage heftig dementiert, heißt es bei Bayer. Er habe sich so niemals geäußert. (berichtet heute der Express)

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung präzisiert das ganze bereits gestern und gibt einige weniger populistische Interpretationsmöglichkeiten zum besten.

Gekas bezeichnet sich als Opfer „eines Nationalismus“, der allerdings nichts mit Rassismus zu tun habe. Er wolle den Klub in der Winterpause verlassen, wenn er weiterhin nicht (von Anfang an) spiele. Es ist bekannt, dass ausländische Bundesligaspieler sich in heimatlichen Medien drastischer äußern als in einem Land, dessen Sprache sie nicht beherrschen.

So könnte es auch bei Gekas gewesen sein. Sein Berater Paul Koutsoliakos schiebt die Schärfe in den Äußerungen seines Mandanten auf mangelnde Präzision in der Übersetzung. Natürlich sei Gekas „unzufrieden, weil er in Leverkusen noch nicht so zum Zuge gekommen ist, wie er sich das vorgestellt hat“. Dem Trainer nationalistische Motive zu unterstellen sei aber „lächerlich und unlogisch“. Warum sollte Labbadia, ein Mann mit italienischen Wurzeln, einen Griechen benachteiligen? So lautet die Argumentation, zumal Chilenen, Tschechen, Schweizer und Brasilianer der Startelf angehörten. Labbadia habe Gekas in einem Gespräch klar gemacht, warum er derzeit nicht von Anfang an spiele. (FAZ)

Was nun wahr ist, weiß keiner. Fakt ist, dass ein Konflikt auf der Bank schwelt. Würde Gekas zur Winterpause gehen, hätte die Werkself kaum adäquaten Ersatz. Ob Derdiyok dann aus der Schweiz käme ist fraglich, denn der Poker um den Spieler ist immer noch nicht beendet und einige andere Bundesligisten sind noch mit im Rennen. Mal sehen, wie gut sich die Bayer-Verantwortlichen im Krisenmanagement geben. Gekas ist nicht der einzige Dauerreservist, auch in den anderen Mannschaftsteilen gilt fast immer, einmal auf der Bank, immer auf der Bank.

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