75000 Schleifen für Hoffenheim

Was soll man davon halten? Die TSG Hoffenheim muss 75.000 Euro Strafe zahlen für einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien des DFB. Der Verursacher, der Dopingbeauftragte des Aufsteigers Peter Geigle muss 2500 Euro zahlen. In der Urteilsbegründung heißt es:

Die Beweisaufnahme hat ergeben, dass in diesem konkreten Fall kein klassisches Dopingvergehen – wie zum Beispiel Sportbetrug, Einnahme verbotener Stoffe zur Leistungssteigerung, Anwendung einer verbotenen Behandlungsmethode oder die Weigerung, sich einer Kontrolle zu unterziehen – vorliegt. Vielmehr handelt es sich um einen fahrlässig begangenen Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien des DFB, der auf einen Fehler des Hoffenheimer Dopingbeauftragten zurückzuführen ist. Dieser Fall stellt sich nicht als schwerwiegend im Sinne des § 7 Nr. 4 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung dar, so dass ein Punktabzug aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen nicht in Frage kam.
(DFB.de)

Weiterhin wird erklärt, dass der Einspruch der Gladbacher, auf Empfehlung des Sportgerichts zurückgezogen wurde:

Bereits vor den Plädoyers des DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzenden Dr. Anton Nachreiner und der Hoffenheimer Anwälte hatte Borussia Mönchengladbach seinen Einspruch gegen die Wertung des Bundesliga-Heimspiels gegen Hoffenheim (1:1) am 7. Februar 2009 zurückgezogen. Der DFB-Sportgerichtsvorsitzende Lorenz hatte dies dem Verein nach der Beweisaufnahme, in der elf Zeugen gehört worden waren, mit Hinweis auf die Einschätzung des Gerichts mit Nachdruck empfohlen.(DFB.de)

Ich gebe zu, dass ich die Aussagen der elf Zeugen nicht kenne und ich natürlich auch nicht alle Fakten kenne. Aber es scheint, dass bis zur Einführung des Chaperon-Systems in der nächsten Saison, ich einfach den Dopingbeauftragten instrumentalisiere um eventuelle Dopingmachenschaften zu vertuschen. Im Zweifelsfall zahl ich dann halt mal 75.000 für eine Verspätung der Spieler + 2500 Euro für den Dopingbeauftragten. Dafür habe ich die Möglichkeit die Spieler manipulieren zu lassen.

Unabhängig davon, ob die betroffenen Spieler Ibertsberger und Janker gedopt haben, finde ich es schon erstaunlich, dass der betroffene Verein so billig davon kommt.

Wir wollten den Fall weder bagatellisieren noch dramatisieren, um damit die eigene Glaubwürdigkeit im Kampf gegen das Doping zu unterstreichen. Es gibt keinerlei Zweifel, dass der DFB konsequent gegen Doping vorgehen und alle Regeln einhalten wird, erklärte Richter Lorenz. (DFB.de)

Vielleicht hätte man dann aber ein ordentliches Zeichen gesetzt!?

Der DFB kann übrigens gegen dieses Urteil noch eine Woche lang in Berufung gehen.

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