Testspielerkenntnisse

Letzte Woche war ich in Wattenscheid beim Zayton-Cup. Eine sehr traurige Angelegenheit. 22 Spieler auf dem Platz und circa 100 auf der Tribüne (1200 die offizielle Angabe). Man muss dazu sagen, dass das Spiel um 17:00 Uhr an einem Mittwoch stattgefunden hat. Während der Sommerferien. Naja. Und das Spiel war auch solala. Aber auch wieder interessant. Wo sonst könnte man Patrick Helmes aus nächster Nähe beim Stadion-Wurst essen beobachten. Oder Rudi Völler beim Gespräch mit dem gegnerischen Trainer belauschen. Genau. Im Winzstadion in der Lohrheide bei einem unwichtigen Testspiel der Leverkusener gegen den ägyptischen Verein Al Ahly.

Dank meines unglaublichen Organisationstalents bin ich schon mal eine Viertelstunde zu spät gekommen und habe dann das erste Tor des Spiels verpasst. Burak Kaplan traf schon in der dritten Minute, als ich noch die nächste Ausfahrt, nach der gesperrten Ausfahrt Bochum-Wattenscheid suchte. Kaplan überzeugte auch im weiteren Verlauf des Spiels mit ständiger Anspielbereitschaft und einem hohen Laufpensum. Dieses Spiel, sowie die anderen Partien des Zayton-Cups müssen die Offiziellen wohl vom Junioren-Nationalspieler überzeugt haben, denn Kaplans Vertrag wurde bis 2012 verlängert.

“Burak hat uns bereits in der vergangenen Saison in der U 19 und jetzt in der Vorbereitung immer wieder überzeugt. Deshalb wollen wir dieses Juwel an Bayer Leverkusen binden.” (Rudi Völler)

Zum Spiel kann man sonst gar nicht so viel sagen. Viel hin und her Geschiebe. Eine gelb-rote Karte für einen Ägypter kurz vor der Pause, so dass die Al Ahly zunächst nicht weiterspielen wollte. Und kurz vor Ende ein abgefälschter Distanz-Schuss von Tranquillo Barnetta, der zum 2:0 im Tor landete.

Auf dem Platz stand u.a. in der Abwehr Hans Sarpei, der zwar viele Zweikämpfe gewann, aber im Spiel nach vorne überhaupt nichts brachte und durch ungeheure Langsamkeit auffiel. In einen ähnlichen Geschwindigkeitsrausch spielte sich Theofanis Gekas im Sturm. Alleine aufs Tor laufend wurde er regelmäßig noch abgelaufen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Grieche einfach nicht mit dem Ball am Fuß spielen kann.

Thomas Zdebel spielte für Simon Rolfes im defensiven Mittelfeld und gefiel auf dieser Position. Stefan Reinartz durfte in der Innenverteidigung ran und stand souverän(er) neben(als) Manuel Friedrich. Richard Sukuta-Pasu spielte durch, ließ Talent erahnen, das war dann aber auch schon alles.

Interessanter ist nun allerdings was in den weiteren Testspielen passierte. Jupp Heynckes versuchte nämlich alle Positionen durch potenzielle Optimalspieler zu besetzen.

In der Innenverteidigung kamen neben Friedrich, auch Reinartz und Hyppiä zum Einsatz und überzeugten mehr als der Stammspieler und Kapitän. Hyppiä durfte sogar gegen Genk die Kapitänsbinde tragen – nicht schlecht für einen neuen Spieler, was aber auch die Bedeutung des Finnen zeigt, auf den die Süddeutsche heute ein Loblied sang.

Ebenfalls viel rotiert wurde auf der Position von Simon Rolfes. Dort kam nicht nur Thomas Zdebel zum Einsatz, sondern auch Gonzalo Castro und Stefan Reinartz, der schon in Nürnberg den 6er spielte.

Im Sturm wurden neben Sukuta-Pasu, Derdiyok und Gekas regelmäßig eingesetzt. Kießling ist wohl gesetzt. So richtig zufrieden scheinen die Werkself-Offiziellen aber noch nicht zu sein. Angeblich soll Andrey Voronin wieder zurück nach Leverkusen kommen. Angeblich.

In Wattenscheid hatte ich dann noch die Möglichkeit meine neue Kamera auszuprobieren. Allerdings hatte ich keinen großen Objektiv-Fuhrpark dabei, da ich nicht wusste, ob man mich überhaupt mit DSLR ins Stadion lässt. Anbei das Video.

Zayton-Cup: Bayer Leverkusen – Al Ahly 2:0 from Jens Peters on Vimeo.

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