Angst geht um im Bloggerland

Wieder wurde einer abgemahnt. Einer von uns. Ein Aufschrei geht durch die Gemeinde. Es wird gebloggt, es wird getwittert. Ein Zustand wird erreicht, den sonst nur große Katastrophen auslösen. Ist das nicht beeindruckend? Einst flog ein Flugzeug in den Hudson River. Minuten später konnte man überall davon lesen. Zumindestens bei Twitter und in den Blogs. Und so wars auch heute. Nach der Abmahnung. Es wird bekannt gegeben und auf allen meinen Blog- und Twitterkanälen läuft das gleiche Programm.

Ist das nicht alles beängstigend? Müssen wir jetzt überall aufpassen, was wir sagen? Darf ich nicht mehr sagen, dass ich etwas nicht gut finde? Wenn ich jemanden den Stinkefinger zeige, bekomme ich dann eine Anzeige? Muss ich dann gleich tausende von Euro zahlen? Nein, oder? Aber im Netz? Warum? Das macht mir Sorgen. Da bin ich mal ganz egozentrisch für einen Moment.

Und dann auch wieder nicht. Ich kann nur hoffen, dass dem Kollegen Baade alle mögliche Hilfe zuteil wird und er eine ähnliche Hilfe bekommt, wie der werte Herr Weinreich. Bloggt darüber, twittert, diskutiert, gebt es an die Medien weiter. Nutzt eure Kontakte. Nebenbei möchte ich auch nochmal auf das Sportblogger-Netzwerk hinweisen, dass in solchen Fällen, bzw. auch in der Prävention gerne hilft, bzw. versuchen wird zu helfen.

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12 comments » Write a comment

  1. Ganz heiße Kiste. Es geht ums Presserecht. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Soll es auch nicht sein. Die wohl zu klärende Frage ist, ob es sich um eine Schmähkritik handelte, oder nicht. Meinungsäußerung ist erlaubt. Immer und überall. Schlimm ist, dass es heutzutage Anwälten scheinbar möglich zu sein scheint, ohne erstmal den öffentlichen juristischen Raum zu betreten, quasi privat ein Drohpotential aufzubauen, das Größenordnungen hat, die dich total überfordern. So wird, meiner Meinung nach, Rechtssprechung zum Pokerspiel, indem es nur noch um die Frage geht, ob man das Risiko vor Gericht zu gehen aufgrund der drohenden Kosten überhaupt einzugehen wagt. Furchtbar.

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