Verlockung

Das heutige Spiel gegen die Eintracht aus Frankfurt ist verlockend. Ein Gegner aus dem Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle, der Ex-Trainer auf der gegnerischen Seite, sowie ein ehemaliger Spieler in den Reihen der Eintracht, der dort nun Leistungsträger ist, obwohl er sich bei Bayer nicht durchsetzen konnte und man hat ja teils begeisternden Fußball letzte Woche gezeigt. Gegen einen potenziellen Meisterschaftskandidaten. Also heute, daheim einfach mal drei Punkte einfahren, in die Länderspielpause gehen und danach regeneriert in die nächsten schweren Aufgaben starten.

Alles klar, oder? Nein, denn die letzten drei Spiele wurden alle nicht gewonnen. Gegen den HSV zeigte die Werkself feinste Defensivkost, vergaß aber den Nachtisch zuzubereiten, so dass das perfekte Dinner in Hamburg ausfallen musste. 0:0. Gegen Dortmund qualifizierte man sich gerade für die Friteusenbedienung in Charlottes Grill, immerhin durfte man am Ende doch noch eine Portion Pommes mit nach Hause nehmen – aber keine Currywurst. 1:1.

Gegen Schalke gab es dann Haute Cuisine, allerdings wieder nur bis zum Dessert. Gerade bei der Zubereitung verbrannte die Crème Brûlée und die Eier waren auch verdorben. Aber die Leverkusener blieben am Leben, überstanden auch diese Bundesligaküchenkatastrophe. 2:2. Heute soll es dann gerupften Adler an Tabellenspitze geben.

Apropos gerupfter Adler. (Eine famose Überleitung) Der Adler im Tor der Leverkusener litt diese Woche an einer Augenentzündung und kann heute nicht im Tor stehen. Spötter fragten sich, ob er die schon im Spiel gegen Schalke hatte und deshalb mehr schlecht als recht seiner Aufgabe nachkam. Für ihn muss Fabian Giefer ran.

Interessantes gab es dann unter der Woche noch von Toni Kroos und Tranquillo Barnetta zu hören. Kroos ist ja jetzt wieder der neue Star am Nachwuchshimmel. Der Leihspieler der Bayern wird inzwischen mit offenen Armen in München erwartet. Jupp Heynckes fragte mal vorsichtig bei Uli Hoeneß per Email an, ob man sich vorstellen könnte, dass Kroos noch ein Jahr in Leverkusen bleibt. Hoeneß hasst allerdings das Teufelszeug mit den Einsen und Nullen und antwortete stilecht über die Presse. Angeblich. Und sowieso.

Ganz sicher ist, dass der Schweizer Barnetta noch bis 2012 in Leverkusen bleibt. Ein cleverer Schachzug der Bayer-Führungsriege, denn spätestens wenns beim Mittelfeldmann nicht mehr so gut läuft, kann er sich hervorragend vorstellen auch im Ausland zu spielen und dann bekäme man ja auch noch Geld für ihn. Perfekt, aber ich will nicht unken. Barnetta hat sich bisher hervorragend in den Dienst der Mannschaft gestellt und bereits einige hervorragende Leistungen gezeigt. Man darf froh sein, ihn – vor allem zu Zeiten, wo Renato Augusto und Simon Rolfes verletzt sind – im Team zu haben.

Wer spielt heute? Die Elf von letzter Woche! Mit Ausnahme des Keepers. Castro und Hyypiä sind angeschlagen, aber wohl einsatzbereit. Eine Kompensation dieser beiden Spieler stelle ich mir schwierig vor.

Ach ja und Stefan Kießling ist heute offiziell nominiert worden für die Testspiele der DFB-Elf nächste Woche.

PS. Die Vorschau aus Frankfurt gibts hier. Und Liveblogging gibts morgen von der Partie Bayern – Schalke.

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8 comments » Write a comment

  1. “Apropos gerupfter Adler. (Eine famose Überleitung)”

    Ich war gestern auch nicht schlecht: “Adler hat Auge”.
    Brauahahahahaha.

  2. Meine Güte, gestern hätte sich ja sogar der Jupp ins Tor stellen können. Was mir nicht gefallen hat, war der arrogante Jetzt-zaubern-wir-den-Ball-nur-noch-ins-Tor-Fußball nach der sicheren Führung. Das macht man nicht.

  3. @hattrick: deine probleme möcht ich haben.
    was habt ihr uns auseinandergenommen. aua. scheisse.

  4. @tim: ich habe gestern etwas ähnliches bei twitter geäußerst und auch direkt schläge bekommen. na klar, hört sich das komisch an, aber als werkself-fan hat man schon pferde kotzen sehen, bzw. haben wir v.a. letzte saison diverse 2:0 und 3:0-führungen verspielt. man ist da schon etwas gebeutelt. und wenn wir am letzten spieltag meister werden können und der 2. hat nur 1%ige chance uns abzufangen, ich hätte bis zum ende angst….

  5. Pingback: DailySoccer 07/11/2009 | Spielfeldrand - Das Magazin

  6. @Tim Den Gegner auseinandernehmen ist okay. Ihn herzuzaubern, und somit zu demütigen, dass ist auch eine Charakterfrage. Angst, dass die Führung verspielt wird hatte ich kaum. Wobei ich Jens bedingsungslos zustimme: als Bayer-Fan biste ein gebranntes Kind.

  7. ich verstehe es schon ein bisschen, dass sie hochmütig wurden. ungeschlagen in der saison und dann eine gestandene bundesliga-mannschaft so im griff, das hat einfach auswirkungen auf den kopf. es kann gut sein, dass sie das nächste oder übernächste spiel auch wegen überheblichkeit verlieren. aber unterm strich bleibt die qualität, und die anscheinend hervorragende anleitung durch den übungsleiter.
    daher: eure probleme möchte ich haben. seufz.

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