Borussia Mönchengladbach, Teil 3 (Teil 5, Catenaccio-Dokusoap)

Im gestrigen Match gegen Borussia Mönchengladbach zeigte sich nochmal die ganze Hinrunde der Leverkusener. Bayer ist stark bei eigenen Standards (1:0), ist schlecht bei gegnerischen Standards (1:1, 1:2), ist weiter als in der Vorsaison und kann auch Spiele drehen, macht auch mal glückliche Tore (2:2) und ist spielerisch ganz vorne mit dabei (3:2). Rene Adler findet zu einer guten Stabilität mit teils sehr guten Leistungen, die Abwehr um Hyypiä und Friedrich steht, Schwächen gibt es noch auf den Außen bei Schwaab und Castro, doch die Verletzten kommen wieder, wie zum Beispiel Michal Kadlec der gleich für Belebung sorgte, Toni Kroos ist torgefährlich wie noch nie und ersetzt den bisher noch nie so torgefährlichen Renato Augusto hervorragend, Tranquillo Barnetta läuft und läuft und läuft, Stefan Reinartz springt in die Bresche für Simon Rolfes, Arturo Vidal setzt Zeichen und kann auch mal hinten rechts spielen. Eren Derdiyok trifft auch noch und wenn Kießling nicht trifft, dann bereitet er wenigstens ein Tor vor.

So wird man dann auch Herbstmeister. Verdient wie alle sagen, aber dies liegt vor allem an der Schwäche der Liga, wie ich finde. 9 Siege und 8 Remis ist eine hervorragende Bilanz, doch wo waren die wirklich starken, dominanten Mitkonkurrenten. Fast immer schwächelte entweder Bayern, Schalke, zwischendurch mal Hamburg und dann zum Ende die Bremer. 35 Punkte zur Herbstmeisterschaft reichen, so glaub ich, eher selten. Und um so schöner ist es, dass Bayer in so einem entscheidenden Moment doch mal da war und gegen Gladbach gewann. Das ist meiner Meinung nach ein gutes Zeichen für die Rückrunde, auch wenn man mit der Herbstmeisterschaft letztlich nichts gewonnen hat.

Zur Dokusoap: Nochmals vielen Dank an Marco von der Tippfabrik, der mir einen tollen Nachmittag in der BayArena ermöglichte. Neben ihm, als Leverkusen-Fan, waren noch ein Gladbacher und ein Schalker mit an Bord in Block 5A. Dieser Block gehört in die Kategorie ganz oben, aber mit fantastischer Sicht auf den Platz und vorwiegender Belegung durch Gladbach-Fans. Das war aber nicht weiter schlimm, denn die Stimmung war prächtig und sowohl Leverkusener, als auch Borussen gingen irgendwie zufrieden nach Hause. Zwar sprang kein Erfolg für das Frontzeck-Team heraus, dennoch spielten sie sehr gut mit und absolvierten eine gute Hinrunde.

Sehr gut mitspielen war dann auch wohl das Problem der Gladbacher. Nach dem 2:1 für die Borussia einigte ich mit der Gladbacher Begleitung darauf, dass das eigentlich nicht so gut wäre und die Quittung dafür wohl bald zu kassieren sei. So kam es dann auch und Bayer drehte die Partie.

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Ich habe noch ein, zwei Artikel für die nächste Woche in petto, zudem werde ich die Winterzeugnisse der letzten Saison beleben und mir mal alle Spieler und ihre Leistungen genauer anschauen.

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3 thoughts on “Borussia Mönchengladbach, Teil 3 (Teil 5, Catenaccio-Dokusoap)

  1. wupperbayer says:

    Da ich ein Statistikfreund bin und du mich mit der Aussage „35 Punkte zur Herbstmeisterschaft reichen, so glaub ich, eher selten“ gereizt hast (im positiven Sinn), musste ich das gleich mal nachschauen.

    Seit der Saison 1995/96 (Einführung der 3-Punkte-Regel, inklusive dieser) war es folgendermaßen:

    1x 33
    1x 34
    2x 35
    4x 36
    4x 39
    1x 40
    1x 41
    1x 44

    Also haben 35 Punkte in vier von 15 Fällen zur Herbstmeisterschaft gereicht, in knapp über einem Viertel also. Ist das nun selten? ;-)
    Interessanterweise liegen diese vier Fälle sämtlich in den letzten zehn Saisons; in diesen zehn Saisons war es also gar nicht so selten, sondern immerhin zu 40% so, dass 35 Punkte zur Herbstmeisterschaft reichten.

    Wir sind nicht mal die erste Mannschaft seit 1995, die mit den meisten Unentschieden Herbstmeister wurden. Das waren – Überraschung, Überraschung – 1996 die Bayern auch, die wurden sogar mit den meisten Remis Meister (damals scheiterten wir ja an zu vielen Niederlagen genau an diesen Bayern…)

  2. Hattrick says:

    Mensch Jens, so nüchtern? Klar ist noch nichts gewonnen, aber ein wichtiger Etappensieg war das am Samstag schon. Ich fand es sehr bemerkenswert, wie sich das Team in die Partie zurückgebissen hat.

    Die Schwäche der Liga sehe ich auch nicht so. Von den Mannschaften, die oben stehen, hatten viele Probleme. Hamburg mit schlimmen Verletzungspech, die Bayern mit runderneuertem Kader plus Verletzungspech, Bremen mit dünnem, strapazierten Kader, Dortmund mit einigen neu zu integrierenden Spielern, Leverkusen mit Verletzugspech, Schalke mit interessanter Kaderplanung. Keines der Teams hat an seinem Limit gespielt, spielen können. Das bei vielen Teams Luft nach oben ist, wird die Rückrunde sehr spannend machen. Ist aber nicht unbedingt ein Zeichen von einer schwachen Liga. Klar ist aber auch: Wer Meister werden will, muss eine bessere Rück- als Hinrunde spielen.

    Zwischenfazit: Bester Angriff, Beste Verteidigung, Topscorer, Torschützenkönig-Führender, Beste Heimmannschaft. Ungeschlagen. Nur auswärts führt Leverkusen nicht die Statistik an.

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