Der Blog-Jahresrückblick: Februar 2010

Die Spieltage 21 bis 24 der Saison 2009/2010 standen im Februar auf dem Plan. Aufgrund der guten Ausgangslage mit Tabellenplatz 1 und 20 Spielen ohne Niederlage verbalisierte man in Leverkusen erstmals höhere Ambitionen als nur den internationalen Pokal. Rudi Völler konkretisierte auf Platz 1-3, bzw. einen Champions League-Platz. Hier im Blog sprach ich von der Meisterschaft.
Diese verspielte die Werkself langsam aber sicher durch unnötige Unentschieden – hinzu kam, dass die Konkurrenz, speziell aus München Sieg um Sieg einfuhr. Unbesiegt sein ist nicht alles.

Das erste Spiel des Februars ging gegen den späteren Absteiger aus Bochum, der allerdings zum Zeitpunkt des Spiels einen Lauf hatte und zumindest sechs Spiele in Folge mit mindestens einem Punkt vom Platz gegangen war. 1:1 das Endergebnis.

Ist doch nichts passiert, oder? Ein Remis auswärts in Bochum kann passieren. Ist zudem noch etwas unglücklich, aber bis auf Bremen und München kein Team der Top-6 mehr gepunktet. Und Tabellenführer ist man auch noch. Und man bekommt vom Gegner noch ein paar Schwächen aufgezeigt. Tipps und Tricks vom Ex-Leverkusener Heiko Herrlich. Ehe es dann richtig ernst wird und man die Meisterschaft sichert. Oder wenigstens die Champions-League.

Vor dem Spiel hatte ich mir Gedanken zum Thema Patrick Helmes gemacht, der laut seine Unzufriedenheit äußerte, dass er vor allem auf der Bank Platz nehmen musste. Erinnert irgendwie an die heutige Situation.

Das ein Patrick Helmes mit der Reservistenrolle nicht zufrieden sein kann, ist klar. Das er aber keine Chance hat, solange die Stammbesetzung der Hinrunde trifft, muss auch klar sein. Jupp Heynckes erklärte allerdings auch, dass er Helmes und auch Renato Augusto nicht beim Stand von 3:1 gegen Freiburg einwechseln wollte, da das Risiko bei einem weiteren Gegentreffer zu groß wäre, in Hinsicht auf die Defensive.

Es folgte ein Sieg gegen den amtierenden Meister aus Wolfsburg. Richtig – der Werksclub war die Saison zuvor Erster der Bundesliga-Tabelle. Inzwischen murkst man am unteren Ende der Tabelle herum. In den Medien wunderte man sich zu diesem Zeitpunkt über die Spielschwäche des Tabellenführers. Doch eine Spielzeit geht nun mal über 34 Spieltage und da ist irgendwann die Taktik, die Stärken, die Schwächen des Gegners jedem bekannt. Warten wir ab, wo Dortmund und Mainz in dieser Saison landen.

Betrachtet man die nackten Zahlen ist Leverkusen genauso gut in die Rückrunde, wie in die Hinrunde gestartet. Fünf Spiele, vier Siege, ein Remis. War die Öffentlichkeit noch etwas überrascht, ist sie nun auch teilweise etwas enttäuscht, dass das Spiel bei Bayer nicht mehr so flüssig und geschmeidig aussieht, wie noch vor ein paar Monaten, aber mal im Ernst – das ist doch ein völlig normaler Zustand. Schließlich hat die Konkurrenz Woche um Woche Zeit sich eine neue Taktik auszudenken, wie Leverkusen zu schlagen ist. Wie man Kroos aus dem Spiel nimmt, oder Barnetta, oder Kießling. Und das klappt dann je nach Gegner, mal mehr mal weniger gut.

Dem Sieg folgte schnell wieder Ernüchterung. Gegen Bremen kam es zu einem undankbaren 2:2-Remis. In der 92.Minute erzielte Per Mertesacker den Ausgleich gegen den damals aktuellen Nationaltorhüter Rene Adler. Der hatte gegen Bremen so ziemlich den schlechtesten Tag der Saison erwischt und sah bei beiden Gegentreffern mehr als unglücklich aus. Glücklicherweise hatten die Bayern an diesem Spieltag gegen Nürnberg gepatzt und nur Unentschieden gespielt. Nürnberg – wer hätte das gedacht.

Die Konkurrenz patzte im Großen und Ganzen. Bayern spielte 1:1 in Nürnberg und sorgte für viel Unzufriedenheit unter den Fans und Bloggern. Dass man aber gegen solche Mannschaften oft 90 Minuten 60-70 Prozent Ballbesitz hat und gegen 11 verteidigende Spieler antritt, hatten die meisten vergessen. Schalke verlor heute gegen Wolfsburg, so dass man wenigstens einen Punkt gut machte. Hamburg Remis, Dortmund siegreich und Bremen wissen wir ja. Eigentlich ein gutes Wochenende für Leverkusen. Ich glaube immer noch an die Meisterschaft.

Auch das letzte Spiel des Februars war keine Freude. Im Derby gegen Köln gab es nur ein 0:0. Und das, obwohl der Patient aus Köln doch mehr als krank war im Frühjahr.

An diesem Spieltag übernahmen die Bayern erstmals die Tabellenspitze.

Weitere Spiel- oder Spieleranalysen verbieten sich, weil es da nicht viel zu sagen gibt. Klar ist, und das betonten sowohl Trainer, als auch Spieler, dass man vielleicht nicht die richtige Einstellung hatte und zudem viele Akteure nicht den besten Tag hatten. Also schauen wir lieber in die Zukunft, denn da kommt direkt das nächste Spiel dieser Art. Auswärts gegen Nürnberg. Und um doch nochmal die Bayern hier in den Artikel zu bringen. Der neue Tabellenführer spielte ebenfalls 0:0 daheim gegen Köln und, was nicht gerade Mut macht, aber die Schwere dieser Spiele dokumentiert, spielte lediglich 1:1 in Nürnberg.

Was passierte sonst noch im Blog? Infografikalarm zum sechsten Mal. Die Ampel-Kreuztabelle. Infografiken sind irgendwie nicht mehr so in. Kann das sein?

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