Reaktion zeigen

Am Wochenende spielte Bayer Leverkusen gegen den SV Werder Bremen Remis. Es war sicherlich nicht das schlechteste Spiel der Werkself und bestimmt auch nicht das schlechteste Ergebnis gegen den Champions League-Teilnehmer von der Weser, aber man verspielte ein 2:0. “Einige Spieler wollen wohl nicht in der Champions League spielen”, wetterte Rene Adler nach der Partie. In den Medien kolportierte man, dass die Spieler Jupp Heynckes Vertragsverlängerung gefährden würden, denn der würde sich wohl nur im Falle der Champions League-Quali ein weiteres Jahr Vizekusen antun.

Bei den Fans ging wieder einmal die Angst um, dass Leverkusen am Ende ohne irgendetwas dastehen würde. “Typisch Leverkusen”, sei das gewesen, aber ist das in dieser Saison wirklich alles so typisch gewesen?

Blicken wir mal auf die Spiele, wo Leverkusen wirklich Moral gezeigt hat. Ein Spiel gedreht hat. Einen ausweglosen Rückstand aufgeholt hat oder einfach eiskalt in den letzten Minuten den Sieg erzwungen hat. Dürfte es aus Leverkusener Sicht ja eigentlich nicht geben.

3.ST: Hannover – ein 0:2 zu einem 2:2 umgebogen.
5.ST: Frankfurt – In der letzten Minute den Siegtreffer geschossen. 2:1 gewonnen.
7.ST: Bremen – Nach 1:0-Führung, 1:2 zurückgelegen, dann aber doch noch zum 2:2 gekommen.
8.ST: Wolfsburg – Aus einem 0:2 in 10 Minuten ein 3:2 gemacht.
4.ST EL: Saloniki – In der letzten Minute den Siegtreffer geschossen. 1:0 gewonnen.
12.ST: St.Pauli – 8 Minuten vor Schluss den Siegtreffer geschossen. 1:0 gewonnen.

Das sind 6 respektable Spiele, die Bayer ganz untypisch für sich gedreht hat.

Auf der anderen Seite stehen zwei klare Führungen, die verspielt wurden.

14.ST: Hoffenheim – 4.Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich bekommen, nach 2:0-Führung.
24.ST: Bremen – 1.Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich bekommen, nach 2:0-Führung.

Sicherlich ist das ärgerlich, aber es gibt halt auch diverse Spiele, wo man statt des Ausgleichs, nochmal 1-2 Treffer nachgelegt hat, die richtige Reaktion gezeigt hat oder es einfach ausgenutzt hat, dass der Gegner aufgemacht hat.

Zwei Spiele, die bitter waren, aber die sechs positiven Spiele überwiegen in meiner Erinnerung.

Wenn man jetzt schaut, ob die Werkself denn nach den richtig schlechten Spielen, in der Lage war eine Reaktion zu zeigen, so bekommt man ein eher zwiespältiges Gefühl. Lange Negativserien gab es aber auf keinen Fall.

Nach dem 3:6 gegen Gladbach am 2.Spieltag folgten ein gerade-noch-Remis gegen Hannover, ein 4:0 gegen Trondheim, das glückliche 2:1 gegen Frankfurt und ein 0:0 gegen Nürnberg.

Nach dem 0:1 am 9.Spieltag gegen Mainz folgte das Pokalaus, dann aber vier Siege in Folge und 11 Spiele ohne Niederlage.

Nach dem 1:3 am 18.Spieltag gegen Dortmund kamen zwei Siege, wieder gefolgt von der Niederlage gegen Nürnberg und vier Siegen (u.a. im Europapokal).

Also sieht es doch im Großen und Ganzen gut aus für die Werkself. Gegen Wolfsburg wird Leverkusen das letzte Spiel sicherlich nicht auf sich sitzen lassen und alles dafür tun, die Bayern und Hannover weiter auf Abstand zu halten!

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3 comments » Write a comment

  1. Darf man in einem Kommentar dem Inhalt eines Artikels einfach nur zustimmen? Na klar – und das mache in an dieser Stelle gerne: unjournalistisch, emotional und einfach nur persönlich!

    Die von Jens aufgezeigten Fakten bedeuten die statistische Seite, die eine bislang erfolgreiche Saison und eine – für viele Fußballbetrachterliebhaberexpertenschreiber – Bayer04-untypische Rückrunde der WERKSELF.

    Die andere Seite: “Was soll das sein – typisch Bayer 04″? Spieler, die in der Rückrunde auf einmal keine Lust mehr haben, Siege und Erfolge zu feiern. Profis, die auf einmal ihren Job vergessen? Alles Quatsch! Warum – begründe ich nicht, weil ich das nicht kann. Ich glaube nur nicht an “typisch Bayer 04″. Vielleicht mit einer kleinen Ausnahme: Menschen (hier verzichte ich bewusst auf eine weitere Klassifizierung), die nur auf das erste Negativerlebnis im WERKSELF-Land warten um sich endlich wieder äußern zu können (und natürlich dürfen) – zu allem, was ach so typisch ist für die 11 aus der Farbenstadt!

    Nie deutscher Meister – na und!

    Bis Sonntag grüßt –
    Klaus

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