werkself_SONNtalk: fußballwurdeauchgespielt

An einem jecken Fußballwochenende lasen sich die Fakten des Spiels Bayer 04 Leverkusen gegen den VfL Wolfsburg aus meiner Hintertor-Perspektive nach 90 Minuten klar, deutlich und unmissverständlich. Die WERKSELF aus Leverkusen beherrschte ihren Gegner nach Belieben, traf dreimal in Halbzeit eins und zeigte die perfekte Reaktion auf den Doppelpunktverlust in Bremen. „Karneval bei Bayer“ sangen die Fans und untermauerten ihre Bereitschaft der Fußballwelt die Stimmung in der BayArena nahe zu bringen – mit einer Polonaise durch den Norden unseres Stadions. Zugegeben: eine permanente Herausforderung stellte die Truppe von Pierre Littbarski wirklich nicht dar und hätten unsere Jungs den ein oder anderen Angriff konzentrierter zu Ende gespielt, aus der klaren Niederlage für die VW-ler wären Debakel und Demütigung geworden. Bleiben wir noch ein wenig beim Fußball-Spiel, dessen Würdigung in diesem Abend in der BayArena mit dem Gang der Mannschaften in die Mixed-Zone zu einer medialen Nichtbeachtung mutierte – doch dazu gleich mehr!

Beeindruckt hat mich die Teamleistung eines Kollektivs, das gezeigt hat: wir können selbst Ausfälle des besten Mittelfeldspielers der Bundesliga (Arturo) und erfahrener Abwehrrecken (Sami und Manu) in der Innenverteidigung kompensieren. Und das mit einer Ersatzbank, die personell gerademal eine Skatrunde zusammenbekommen hätte. Klar, dazu muss alles stimmen – und es stimmte: Domagoj überzeugte bei seinem Bundesligadebut; Stefan und Daniel spielten sicher vor dem Tor und gut nach vorne; Lars und Simon waren die Herren im Mittelfeld und Renato zeigte ein Spiel voller Laufbereitschaft, Kreativität und Einsatz! Das kann man sicher für den Rest der WERKSELF so fortsetzen …! Es hat Spaß gemacht, den Jungs zuzuschauen. Was es Wert ist, werden die kommenden Wochen zeigen: national und international!

Die Champions-League ist unser großes Ziel und wir sind auf einem guten Weg dahin – auch wenn dieses sportlich so wichtige Ziel und die aktuelle Tabellensituation am Samstagabend in der Zeit vor 18.30 Uhr und nach 20.15 Uhr mal wieder der Diskussion um Personalien weichen musste. Ich werde mich an dieser Stelle nicht zu den Themen des Fußballwochenendes äußern. Das sollen die tun, die dafür bezahlt werden. Mir ist es auch aktuell an diesem Rosenmontag 2011 egal, welcher Trainer in der nächsten Saison auf welcher Bank für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich zeichnen wird – bei den Bayern und bei Bayer.

Was zählt ist das Hier und Jetzt und das Ziel, in der kommenden Saison wieder in Europas Königklasse zu spielen – verbunden mit all den bekannten Konsequenzen für Mannschaft und Verein. Unsere WERKSELF muss sich auf das Wesentliche konzentrieren, oder wie unser Kapitän einem ZDF-Reporter unmissverständlich und für Simon ungewohnt „ungemütlich“ mitteilte: „Fragen Sie mich zum Spiel!“ – Recht so! Auch nicht schlecht: „Was sagen Sie zur B-Frage?“ – „Lars Bender hat super gespielt!“

Schöner Dialog, bezeichnend für die Medien-Gespräche am Samstagabend: Ja, natürlich weiß ich – aus eigener langjähriger journalistischer Erfahrung – was die Redaktionsleiter, Chefredakteure und Programmacher erwarten. Aber wenn ich in einem Interview die gleiche Frage – in anderem Wortlaut – fünfmal stelle und kaum auf das Spiel eingehe, dann darf ich mich nicht wundern, wenn mein Gegenüber irgendwann zur Sprachlosigkeit neigt – und dabei sogar noch höflich bleibt.

Ruhe brauchen unsere Jungs – und  so bin ich froh, dass die Bayern in Hannover ihren aktuellen Weg in Richtung oberes Ligamittelfeld fortgesetzt haben. So rollten die Kamerateams und Ü-Wagen am Sonntag Richtung Säbener Straße um der Fußballwelt mitzuteilen, dass auch im blau-weißen Fasching Ratlosigkeit der vorherrschende Gemütszustand sein kann.

Gerne können sich alle bis zum letzten Spieltag um kriselnde Bayern, feiernde Dortmunder, von Europa träumende Hannoveraner und um den sicher dramatisch werdenden Kampf um den Klassenerhalt kümmern. Und auch um die Frage: Wer folgt van Gaal zur neuen Saison als Trainer der Bayern?

Hauptsache Familie Bender feiert neben der Meisterschaft auch noch Platz Zwei!

 

 

 

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