werkself_SONNtalk: finally-red-finally-happy

„Finally Red!“ Das Motto der WERKSELF-Fangemeide für die letzten sechs Bundesligaspiele bis zum Finale in Freiburg ist unübersehbar gehört (oder – Facebook sei Dank – gelesen) worden. Eine rote Wand, unterbrochen von dem ein oder anderen meist schwarzen Fanpixel (zu denen sich auch der Stadionsprecher zählen durfte) zeigte sich von der ersten bis zur letzten Minute als wichtiger Support für die Mannschaft von Jupp Heynckes. Dieser wurde übrigens genauso laut begrüßt, wie sonst auch, aber wird sich sicher noch das ein oder andere Mal den „Bayern-Song“ der Toten Hosen anhören müssen. Unsere Fans hatten einen großen Anteil am Erfolg der Mannschaft, auch wenn sie nach wie vor keine Tore schießen können (aber damit hatten unsere Jungs ja auch so ihre Probleme). Sie sorgten gegen St. Pauli für genau jene Stimmung die ein Team braucht, wenn es nach 45 Minuten nicht 4-0, sondern eben 0-0 steht – WEITER SO!

Kurz zum Spiel. Mein Tipp war klar: unter einem 4-0 für unsere schwarz-roten WERKSELF-Kicker geht der 29. Spieltag nicht zu Ende! Ja, ja – das war sicher ein mehr als nur einmal geäußerter Blick auf den Abpfiff nach 90 Minuten Bayer 04 gegen St. Pauli. Und spätestens mit dem Ende der ersten Halbzeit war mir klar – das wird eng und das Wort vom „Geduldspiel“ wird sicher wieder geflügelt seine Runden durch die Medienwelt drehen. Dass es aber SO eng werden könnte, und dass St. Pauli für ein paar Minuten sogar den Auswärtssieg auf der Zunge schmecken konnte, hätte ich nicht erwartet. Es war aber auch zum Verzweifeln: auf Kombinationsfußball bestehend aus Schnelligkeit und Ballsicherheit folgten haarsträubende Fehlpässe in nicht geringer Zahl und ein gefühltes Dutzend Fehlschüsse, die eine frühe Entscheidung des Spiels unmöglich machten. St. Pauli spielte wie erwartet und zerstörte das Spiel der WERKSELF mit Ballwegschlagen und beidhändigem Gegner umschubsen. Kein Vorwurf! Welche Möglichkeiten haben die Jungs vom Millerntor auch sonst – und der Erfolg gab ihnen Recht, in Form einer überraschenden Führung in der BayArena.

Aber wir haben sie ja: diese Bank mit Spielern, die geduldig darauf warten, ihre Rückennummer auf der Tafel des vierten Schiedsrichters zu sehen, die eingewechselt werden und Spiele entscheiden. Gegen St. Pauli waren es Eren und Lars. Der eine bereitet den Ausgleich durch Kieß vor, der andere erzielt den Siegtreffer. Ein Tor, das nicht nur den Erfolg über den vorletzten der Bundesligatabelle sicherte, sondern vor allem drei Punkte für die Champions-League, die sich die WERKSELF im Frühsommer 2011 nicht mehr nehmen lassen wird. Es war auch ein Tor in Richtung sämtlicher Tabellennachbarn (von denen es streng genommen nur zwei direkte geben kann, aber wir fassen Hannover und Bayern mal als CL-Konkurrenz zusammen), oder wie es Kieß nach dem Spiel formulierte – ein Ausrufezeichen!

Vielleicht ja auch Richtung Dortmund, deren Punktevorsprung langsam aber stetig zur Neige geht …? Träumen ist erlaubt! Aber egal wie es ausgeht: Das letzte Spiel der Saison in Freiburg wird eine Auswärtsfahrt mit Feierpotenzial und ich bin froh, dass meine Karte für den Stehplatzbereich der Gästefans sicher in meiner Schublade liegt. Bis dahin gibt es noch einige Aufgaben zu erledigen und am kommenden Sonntag geht es in München weiter – und auch da werden wir sie wieder sehen: die Fans der WERKSELF. Größtenteils in Rot – „Finally Red“ – und das gilt am 34. Spieltag im Schwarzwald dann auch für mich.

Für alle weiteren taktischen Analysen, Bewertungen von Spielern und Spielsystemen empfehle ich die bekannten Experten (die sicher auch einen starken Michael Ballack als wichtigen Teil der WERKSELF gesehen haben).

Schwarz-rote Grüße
Klaus

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4 comments » Write a comment

  1. Die Jungs haben sich den Schneid nicht abkaufen lassen. Das ist ein anderes Team als noch vor einem Jahr.

  2. Gradioses Zitterspiel, bei dem Spieler und Fans nach dem 2:1 merklich die Butze voll hatten. Sehr interessant und nur im Stadion zu erleben wie urplötzlich die Emotionen kippen können.

    Michael Ballack. Was in der Presse in Nebensätzen erläutert wird war für mich ein Snapback to reality. Michael Ballack passt leider nicht in diese Mannschaft. Als Bayerfan bin ich diese Saison sehr begeistert von Gonzalo Castro. Unglaublich was der mit 23 schon für eine Routine und Ballbehandlung hat, wenn er jetzt noch defensiv eine Schippe drauflegt wird er der neue bessere Philipp Lahm. Derdiyok, schnell, brillant, technisch beschlagen und immer wieder mit Glanzmomenten. Oder Vidal, der mit jedem Spiel seine Klasse zu festigen weiß. Dieser unglaublich talentierte Kader lässt einen mit der Zunge schnalzen und ist ein Genuss für jeden Fußballliebhaber.

    Und dann ist das dieser Michael Ballack der seit gestern wieder eindeutig auf dem Weg der Besserung ist. Sobald er am Ball ist zerbricht die Bayer-harmonie des Spiels. Michael Ballack spielt in einer eindeutig anderen Klasse. Seine Pässe die telweise aus dem Fußgelenk oder per Außenrist geschnitten werden sind ungeheuer präzise, hart und intelligent dass seine Mitspieler arge Probleme haben die Bälle anzunehmen oder den Ball auf ähnlich intelligentem Niveau weiterzuspielen. Man merkt diesem Spieler seine zweifelsfreie Weltklasse an und leider auch dass diese an seinen Mitspielern oft verschwendet ist, obwohl diese zu den besten Talenten Deutschlands gehören.

    Die Spieler haben die einmalige Gelegenheit mit Wille und gutem Training so viel es geht von Ballack mitzunehmen und selbst zu großen Spielern zu reifen. Vielleicht auch zu einer Mannschaft die nächste Saison wieder in der Champions League für Furore sorgen kann.

    Danke dass ich für diesen lächerlichen Eintrittpreis den vielleicht geilsten Fußball Europas jedes zweite Wochenende erleben darf.

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