Sommerpausen-Gedanken, Teil 9

Ich hatte hier zunächst einen Artikel in der Pipeline zum Thema Arturo Vidal. Der soll ja jetzt bei Juventus angeheuert haben. Ich habe versucht den Artikel während diverser Twitter-Diskussionen zu schreiben, was nicht funktioniert hat. Aus einem einfachen Grund. Der Großteil der Leute, die dort diskutieren – inklusive mir – kann nur spekulieren.

Spekulieren, warum…

…Arturo Vidal letztes Jahr nicht seinen Vertrag verlängert hat!
…welche Rolle Arturo Vidals Berater in der ganzen Chose spielt!
…warum er nicht zu den Bayern durfte!
…ob die vielleicht doch mitgeboten haben – vielleicht sogar mehr als 10 Millionen.
…welche Ablösesumme Bayer jetzt wirklich bekommt.

…und viele Dinge mehr.

Worüber man diskutieren kann, ist, ob Bayer Leverkusen geschwächt wird durch diesen Transfer. Dadurch, dass sie einen der besten Spieler der abgelaufenen Saison abgeben.

Und das kann ich nur bejahen. Arturo Vidal ist ein Spieler, den es im Leverkusener Team so nicht nochmal gibt. Sicherlich gibt es Spieler, die auf sein spielerisches Niveau kommen können, aber Vidal hatte immer noch eine andere Stärke. Seinen Kampfeswillen, seine Ausstrahlung, seine Präsenz. All das fehlt Bayer nun.

Was haben die Bayer-Fans geweint, als Arturo Vidal zu Beginn der Saison gegen den BVB nicht aufgestellt wurde. Der Werkself fehlte es an genau diesen oben genannten Qualitäten. Die Werkself verlor 1:3. Ob das nun wirklich an Vidal lag, sei dahingestellt. Aber es gab auch oft genug Situationen, in denen Vidal den entscheidenden Punch setzte.

Erinnert sich noch wer an das Hamburg-Spiel, als er erst ein Eigentor erzielte und dann selber wieder traf und das Spiel drehte? Oder die Last-Minute-Treffer in der Liga oder der Europa-League? Traut man so etwas einem anderen Spieler zu? Ich glaube vorerst nicht. Kein Gegenspieler möchte einen Arturo Vidal an seinen Fersen heften haben. Ein Lars Bender hat eine ähnliche Bissigkeit, muss sich seine Reputation aber erst verdienen.

Ebenfalls diskutabel ist es, ob man den Bayern Spielern verweigern darf. Ich finde schon. Wenn der Spieler weg will – warum auch immer (Stichwort Spekulationen) – und man zusätzliche Angebote aus dem Ausland vorliegen hat, finde es legitim zu sagen, dass man keinen direkten Konkurrenten stärken sollte. Das würde ich auch so bei anderen Vereinen sehen. Einen Arturo Vidal in Dortmund hätte ich ebenfalls nicht gerne gesehen und ich vermute, dass Völler und Co. dies ebenfalls abgelehnt hätten. Spekulation.

Wo auch immer Vidal hingeht. Für wieviel Geld auch immer. Warum auch immer. Es war für mich einer der besten Spieler, die Bayer je in ihren Reihen hatte und so wünsche ich ihm das Beste für die Zukunft.

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2 comments » Write a comment

  1. Wenn ein Spieler bei einem Verein noch unter Vertrag steht, halte ich es selbstverständlich für legitim, dass der Verein dann auch mitbestimmt, wohin der Spieler wechselt. Im Fall Vidal hatte Bayer offensichtlich die besseren Karten als die Bayern, weil wirklich noch andere Angebote vorlagen. Warum sollte man den Spieler dann ausgerechnet an den großen Konkurrenten verkaufen?
    Die Bayern haben es sich bei ihren Transfers in den letzten Jahren oft bequem gemacht und mit ihrem Geld bekannte und anerkannte Spieler der (auch internationalen) Konkurrenz gekauft – die sichere, wenn auch fantasielose Variante. Das ist natürlich auch legitim, aber man sollte sich nicht wundern, wenn die betroffenen Konkurrenten mal nicht mitspielen.

    Zum sportlichen Verlust: Es stellt sich natürlich die Frage, ob man Vidal noch für ein Jahr hätte halten sollen. Der Spieler wollte offensichtlich sofort weg (da wisst ihr vermutlich mehr), deshalb ist es nicht sicher, dass er die Leistung der letzten Jahre in Leverkusen noch mal wiederholt hätte. So wie es jetzt gelaufen ist, hat Bayer 10-12 Millionen, um Ersatz zu verpflichten und Bayern keinen Vidal. Das ist nicht gerade der ‘worst case’.

  2. Pingback: Kurzgebloggtes #1 « Duselbayern

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