Winterzeugnis: René Adler

In der Winterpause werde ich mir mal die Leistungen der Bayer-Akteure genauer anschauen. Erster Mann: René Adler.

Der Keeper von Bayer Leverkusen erlebte in der Hinrunde sein persönliches Highlight, allerdings nicht im Dress von Bayer Leverkusen. Am 11.Oktober durfte der Torhüter erstmals den Kasten der deutschen Nationalmannschaft hüten und das im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland. Dazu später mehr.

Die Saison begann für Adler relativ unspektakulär in Oberhausen. Das DFB-Pokal-Spiel endet 3:2 nach Verlängerung und der Goalie gehörte sicherlich nicht zu auffälligsten Spielern auf dem Platz. Adler war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls für das Testspiel der DFB-Auswahl gegen Belgien nominiert und die Presse rief ihn bereits als kommende Nummer-1 aus. Doch in der Woche danach kam dann die Schreckensnachricht. Adler zog sich eine Schulterverletzung zu, musste operiert werden und setzte knapp vier Wochen aus.

Damit verpasste er die Möglichkeit, sich in den Testspielen des DFBs, zu präsentieren und verlor den Posten der Nummer 1 zunächst kampflos an Robert Enke. Auch in der Bundesliga verpasste er drei Spiele. Benedikt Fernandez sprang für ihn ein und Leverkusen schaffte ihn diesem Zeitraum zwei Siege und kassierte eine Niederlage. Rechtzeitig zum Spiel gegen den HSV war Adler wieder fit, doch dieses Match war alles andere als ein gelungener Einstand für den Torhüter. Nach einer 2:0-Führung, unterlag man den Hanseaten noch mit 2:3.

In der Folgezeit rief Adler konstant gute und sichere Leistungen ab, die dazu führten, dass er gegen Russland erstmals als Nummer 1 im DFB-Dress auflaufen durfte. Adler profitierte jedoch von einer kurzfristigen und schweren Verletzung Robert Enkes. In dieser Situation zeigte sich Adler bescheiden und durchaus eloquent im Umgang mit seiner unverhofften Situation und den Medien. Adler spielte eine gute Partie gegen Russland und war damit für die Presse der inoffizielle Nachfolger von Oli Kahn.

Die Lobpreisungen fanden allerdings ein jähes Ende im Spiel gegen England. Der Torhüter konnte eine Flanke nicht wegfausten und handelte seinem Team somit ein vermeidbares Tor ein. In dieser Sitaution sah er alles andere als glücklich aus und Adler durfte sich mit seinem ersten größeren Patzer, seiner noch jungen Laufbahn auseinander setzen.

Ganz unberührt blieben seine Bundesliga-Leistungen davon nicht. Adler wirkte immer wieder verunsichert bei hohen Flanken und bei der Beherrschung des 5-Meter-Raums. Gegen Bielefeld erlebte er dann den Super-Gau, als er eine relativ ungefährliche Flanke, vor des Gegners Füße faustete und damit die unnötige Niederlage gegen die Ostwestfalen mitverschuldete.

Auch im Abschlussspiel gegen Cottbus wirkte Adler unglücklich, als er einen Ball, der ins Aus geflogen wäre, noch zur Ecke lenkte, die dann zum peinlichen Remis führte.

Adler gehört trotzdem zu den konstantesten Spielern bei Bayer. Sein Nachteil ist, im Gegensatz zur abgelaufenen Saison, dass Leverkusen einen stark verbesserten Kader hat, der nicht mehr so viele Torchancen des Gegners zulässt. In der Winterpause wird er wahrscheinlich, ehrgeizig wie er ist, an seinem Schwächen arbeiten und gestärkt in die Rückrunde gehen. Dieses Mal ohne Europameisterschaft und ohne Verletzung.

Fazit: Noch Luft nach oben!

Google Chart

Notentechnisch erlebte Adler gegen Bielefeld seinen absoluten Tiefpunkt. Die Kurve zeigt vor allem zum Ende der Hinrunde etwas schwächere Leistungen.

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