Weiter gehts..

Schon länger nichts passiert hier. Nicht weil ich so viel zu tun hätte oder im Urlaub war oder andere Projekte betreue – nein. Ehrlich gesagt, fällt mir zu Bayer nicht allzu viel ein im Moment. Nach der letzten Saison war ich frustriert. Ich hatte kurzzeitig überlegt, dass ich das Blog hier umfunktioniere. Zum “Ich-suche-einen-neuen-Lieblingsverein-Casting”-Blog und ich überlege immer noch, ob das nicht was wäre. Naja. Kurz vor der Saison kam dann wieder das altbekannte Kribbeln in mir hoch. Saisonstart. Der Ball rollt. Leverkusen kickt. Es war nicht ganz das gleiche, wie sonst, aber immerhin sagte ich mir, der Funke wird schon überspringen.

Leverkusen verlor dann gleich mal das Auftaktspiel und ich war wütend. Wie man so einen Mist zusammenspielen kann. Ich fragte mich, warum immer die gleichen Spieler, wie Zombies über den Platz irren und warum Bayer nicht einfach mal Meister werden kann. Einen Tag später sah die Welt schon anders aus, aber das Grummeln im Bauch wollte nicht weg gehen. Der nächste Spieltag kam – ich war im Urlaub – die Werkself siegte 2:0. Immerhin. Ich war trotzdem froh nichts sehen zu müssen.

Dann kam die Länderspielpause. Jetzt steht Spieltag 3 an. Im einzigen Tippspiel, an dem ich partizipiere, habe ich 2:0 für Dortmund gegen Leverkusen getippt. Ist so ein Gefühl. Und wenn ich was besseres vorhabe am Samstag, dann muss ich das Spiel auch nicht sehen. Es ist als ob Bayer mir ein Medikament verabreichen würde. Gegen eine schwere Krankheit. Fansein von Bayer. Das Medikament ist im Moment ein Spiel von Bayer. Wenn ich eins sehe, lässt das Fangefühl nach. Wenn ich es länger nicht nehme, will ich wohl irgendwann wieder eins sehen. Hoffe ich.

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6 comments » Write a comment

  1. “Ich fragte mich, warum immer die gleichen Spieler, wie Zombies über den Platz irren und warum Bayer nicht einfach mal Meister werden kann.”

    In diesem Satz liegt doch der Kern offen. Immer gleich. Nicht Meister. ;)

  2. Ich blogge auch und bei mir ist es ähnlich, dass mir nicht mehr soviel einfällt oder ich nicht mehr soviel Lust habe über das Team oder die Leistung zu sprechen. Nur, dass es bei mir andere Ursachen hat. Ich finde natürlich wiegen noch die Enttäuschungen der letzten Zeit nach, aber man denkt auch an die schönen Siege die man letztes Jahr hatte. Das Heimspiel gegen Barcelona war ein wahr gewordener Traum und allein dafür hat sich die Saison gelohnt. Natürlich hätte alles besser sein können und diese Saison wären wir wieder in der Champions League. Ich möchte nix schön reden, der Fußball in der letzten Saison war manchmal nur noch mit Galgenhumor zu ertragen. Allerdings kann ich auch einen Strich unter alle dem machen und die Arbeit des neuen Trainer-Duos macht Hoffnung. Gegen Freiburg hatte ich viel Spaß im Stadion, was wirklich zuletzt nicht oft vorkam. Aber, der Grund wieso die Neuheiten um die Werkself gerade nicht so Relevant erscheinen ist der, dass es im Moment endlich mal wieder so etwas wie eine Ruhe herrscht. Es wird niemand in Frage gestellt, kein Druck aufgebaut, alle wollen nur Spaß am Fußball haben und gemeinsam Erfolgreich sein. Man kann sagen, die Spieler haben tatsächlich Spaß und versuchen nicht nur zwanghaft Spaß zu haben, so wie man das manchmal denken konnte. Es gibt derzeit eine bestimmte Lockerheit, und das ist nicht schlecht, sondern genau was man gerade braucht. Für höhere Ziele ist erst wieder Zeit wenn es soweit ist. Jetzt heißt es einfach zu spielen.

    • Na, da war das ja gestern richtig nach Deinem Geschmack. Locker und mit jeder Menge Spass ließ sich die Werkself vorführen. 3 Gegentore, na und? Selbst nicht mal den Ansatz von Torgefährlichkeit, was soll’s? Ja, so ein Leben als Bayerprofi ist einfach großartig – ein ordentliches Einkommen und viel Spass ohne grosse Anstrengung. Da wollen wir natürlich nicht durch Nörgelei stören, weil sonst die Lockerheit verloren gehen könnte. Bayerfußball ist Spass, Bundesliga spielen die andern.

  3. Hi Leute,

    irgendwie ist es, wie ich es nach dem Rauswurf von Dutt gesagt habe: Wir haben ein Jahr verloren. Unter Dutt bekam die Mannschaft ein neues Gesicht, neue Muster, moderner Fussball, taktisch großartig, Menschenführung nicht so dolle… Die Mannschaft hat sich wohl mit allem, was ihr zur Verfügung steht gegen den modernen Fußball geweigert.

    Ich vermute, dass Lewandowski genauso einen eigenen Stil, eine eigene Taktik, seine Art Fussball der Mannschaft beibringen will. Er hat den Vorteil, dass er Onkel Sami dabei hat, der mit seiner Art den Sauhaufen zusammenhalten kann.

    Was ich bisher von Lewandowski gehört und gelesen habe, ist ähnlich gut, wie was Dutt vor hatte. Nicht ganz so krass genial, aber es hat Hand und Fuss.

    Genau wie bei Dutt wird das nun etwas dauern. Die Spieler lernen das gerade erst. Es gibt jede Menge neue Spieler. Besonders die Abwehr sieht bei so neuen Defensivordnungen immer dumm aus, wenn es schief geht. Wer von euch hat letzte Woche nicht auch der Nationalmannschaftsabwehr ein mieses Zeugnis ausgestellt? Dort gibt es zur Zeit das gleiche Problem. Neue Defensivordung. Neue Muster, neue Laufwege.

    Ich weiß nicht, ob das was wird mit dem neuen System. Gegen Freiburg wurde schon großes angekündigt. Das Offensivpressing war extrem stark, das Aufbauspiel von hinten heraus sehr schwach, was aber an stark pressenden Freiburgern lag. Trotzdem hab ich nach dem Freiburgspiel gedacht, dass das alles andere als gut war. Und dass diese Art zu spielen Dortmund in die Karten spielt. In der neuen Leverkusener Ordnung gibt es 2 anfällige Stellen: Die Außenpositionen hinter den hoch aufrückenden Aussenverteidigern und die Halbpositionen im defensivem Mittelfeld neben einem alleinigen 6er. Genau die Sachen, die Dortmund entgegenkommen mit ihrem starken Pressing.

    Was mich glücklich stimmt ist, dass Lewandowski das wusste und gegen Dortmund auf ein anderes System umgestellt hat. Funktioniert hat es trotzdem nicht. Weil Dortmund 2-3 Jahre weiter ist als wir. Wie Lewandowski im Interview auch gesagt hat.

    Was ziehen wir nun daraus? Das Hickhack unter Dutt kostet uns ein Jahr Entwicklungszeit. Wir könnten schon ein Jahr weiter sein, wenn die Mannschaft den Kopf frei gehabt hätte um Dutt zu zu hören. Und Dutt versprach aus meiner Sicht grandiosen Fussball! Seine taktischen Konzepte waren sackstark. Er hat der Mannschaft eine Halbzeit lang gezeigt, wie man Barca wirkungslos machen kann, danach, wie man Barca angreifen kann (wenn man es richtig spielt) und er hat der Mannschaft gezeigt, dass man Bayern knacken kann. Mit der richtigen Taktik. Wie Klopp und Tuchel es seit Jahren machen. Es hätte wirklich groß werden können.

    Ich denke, dass Lewandowski auch sehr gute Ideen hat. Wenn die Mannschaft ihm zuhört, dann kann das auch sehr gut werden. So richtig gut einschätzen kann ich das nicht. Über Dutt wußte man irgendwie mehr, weil er schon 4 Jahre lang in Freiburg gezeigt hat, was er drauf hat. (Schade übrigens, dass dieser grandiose Fussballtaktiker nun auf einem Funktionärsposten nicht mehr sein Know How auf den Platz bringen kann.)

    Wenn die ganze Mannschaft kollektiv die Idee von Lewandowski umsetzt, und nicht wieder “die stärkste Kabine der Liga” (hab ich mal irgendwo gelesen) dazwischenfunkt, weil einige Spieler Angst haben ihren Stammplatz zu verlieren, dann könnte das gut werden. Hoffentlich schnell genug, um in der Euro-League zu überwintern. Und sie nächstes Jahr wieder zu erreichen.

    Im Moment erlebe ich es erstmals, wie es ist, die eigene Mannschaft irgendwie unsymphatisch zu finden. Was sie unter Dutt abgezogen hat, hat mich wirklich enttäuscht. Eigentlich erwarte ich, dass sie nun kämpft und rackert um schnellstmöglich da anzukommen, wo man schonmal wieder ein paar Punkte holt, trotz Systemumstellung. Dass das gegen Dortmund nicht gut geht war ja zu erwarten. Mal sehen, was Gladbach nun zu bieten hat. Der nächste richtig große Gegner kommt erst wieder Ende Oktober mit Bayern. Dazwischen alles Mannschaften, die eigentlich mindestens auf Augenhöhe sein müssten. Genug Zeit also, damit sich ein paar Sachen einschleifen…

    ode.

  4. Danke für den Kommentar. Sehe ich in vielen Dingen ähnlich. Auch zum Beispiel, dass mir Teile der Mannschaft immer unsympathischer werden. Gegen den Trainer stellen, aufmucken, aber auf dem Platz kaum was zeigen.

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