Warum steigen die Meister der Regionalliga nicht auf?

Wenn Meister nicht aufsteigen dürfen, ist meist von der Regionalliga die Rede. Das erstplatzierte Team muss in die „Playoffs“, um den Aufstieg zu besiegeln. Dabei muss das Team gegen ein Team aus einer anderen Regionalliga ran, welches ebenfalls auf dem 1. Platz gelandet ist.

Doch warum steigen Teams in der 1. Bundesliga direkt ab und es kommen Teams aus der 2. Bundesliga direkt nach oben? Auch im Bereich zwischen der 2. und 3. Liga ist dies so vorgegeben und der erstplatzierte erhält ein Ticket in die nächste Spielklasse.

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Mehrere Staffeln verhindern einen direkten Aufstieg

Da die Regionalliga aufgeteilte Staffeln beinhaltet, würde gleichzeitig fünf Teams aufsteigen müssen. Die Regionalligen sind aufgeteilt in die Staffeln: Nord, Nordost, Südwest, West und Bayern. Somit gibt es auch fünf unterschiedliche Tabellen und fünf Teams, die den ersten Platz erspielen. In einem Playoff-Modus spielen diese Teams nun nach dem Europapokal Modus mit Hin- und Rückspiel. Die Gewinner dieser Matches steigen in die Dritte Liga auf.

Laut dem DFB ist eine andere Regelung aktuell nur möglich, sofern man die fünf Staffeln in zwei zusammenführen würde. So könnten zwei Vereine den direkten Aufstieg erreichen. Dabei stimmt der DFB der Beschwerde, dass es nicht gut sei, dass die erstplatzierten Teams unter sich die Aufsteiger ausspielen müssen, durchaus zu. Dabei sollte laut DFB Vizepräsident Rainer Koch die Interessenlage aller Klubs im Auge behalten werden.

Eine Beschwerde sorgte für Aufsehen

Claus Dieter Wollitz, Trainer von Energie Cottbus hatte im Februar für Aufsehen gesorgt, als er von anderen Clubs forderte sich gegen diese Aufstiegsregelung zu stellen. Dabei nahm der den Deutschen Fußballbund in die Pflicht und forderte ein Handeln. Laut einer Umfrage bei der 40 der 91 Regionalligisten teilnahmen, gaben 85 Prozent an, mit der aktuellen Lage sehr unzufrieden zu sein. Dabei kam auch raus, dass mehr als die Hälfte unzufrieden mit der Aufteilung ist und fünf Staffeln für zu viel hält.

Mit Worten wie: “Wenn wir alle mal an einem Spieltag nicht antreten, fangen die hohen Herren vielleicht mal an nachzudenken“ oder “Wir können uns nicht alles gefallen lassen” ließ Wollitz seinem Frust freien Lauf. Der DFB ist dabei jedoch laut eigenen Aussagen nicht für die Regionalliga zuständig in erster Instanz und die Staffeln würden von den jeweiligen Regionalverbänden ausgetragen.

DFB Boss Reinhard Grindel hält die Aufstiegsregel für die beste Lösung

„Es sei keine einfache Lösung zu finden, aber die aktuelle Lösung ist für die Klubs noch die Beste“ mit diesen Worten konterte der DFB Boss den Trainer von Cottbus. Im saarländischen Rundfunk gab Grindel an, dass auch auf kleinere Vereine geachtet werden muss und deshalb die Einteilung in fünf Staffeln so in Ordnung ginge.

In dieser Sache muss man dem DFB Boss einerseits recht geben, andererseits jedoch auch Wiedersprechen. So ist es für kleine Clubs zumeist das maximal erreichbare in der Regionalliga zu spielen. Für Teams, die jedoch bereits oberklassig gespielt haben oder das Potenzial dazu hätten, ist die Aufstiegsregel ein „Schwarzes Loch“ indem man viele Spielzeiten gefangen bleiben kann.

Welche Möglichkeit bietet sich?

Eine Möglichkeit wäre es, die Regionalliga auf vier Staffeln zu begrenzen und somit vier Aufsteiger zu ermitteln, die den direkten Weg in die dritte Liga antreten könnten. Das Problem an dieser Konstellation sind die 18 Vereine, die auf einen Schlag absteigen würden und somit das Gerüst unter der Regionalliga zum Einsturz bringen könnten. Besonders kleinere Vereine wären von einer solchen Lösung nicht begeistert und es wird schwer sein, eine passende Regel zu finden, die allen Vereinen zusagt.

Unterstützung zu einer neuen Aufstiegsregel kommt von ganz oben

Der VFL Wolfsburg und der Hamburger Sportverein haben ihre zweiten Mannschaften in den Regionalligen und stimmen der Änderung, dass ein erstplatziertes Team auch aufsteigen sollte zu. Auch der Zweitligist Braunschweig setzt sich inzwischen dafür ein. Traditionsvereine wie Waldhof Mannheim, Kickers Offenbach, Alemannia Aachen oder Carl Zeiss Jena kennen die Regionalliga selbst und unterstützen die neue Regel deshalb ebenfalls.

Wie schnell jedoch eine Umstellung erfolgt, steht in den Sternen. So sagte Willfried Riemer, dass solch eine Umstellung eine Vorbereitung von ein bis zwei Jahren benötigt.

Wie könnte eine Einigung erzielt werden?

Zuerst einmal sollten die großen Clubs auf die kleinen Teams eingehen. Natürlich wird nicht jeder Manager von dem Gedanken einer Umstellung auf vier Staffeln begeistert sein und diesen Vorschlag erst einmal ablehnen. Doch wenn die Mehrheit überzeugt werden kann und man dies in eine Aufstiegsregel abwandeln kann, die es fast jedem Recht macht, stehen die Chancen auf eine Änderung gar nicht so schlecht.

Der DFB hält sich hier derzeit komplett außen vor und verweist auf die Regionalverbände, die hierzu eine Lösung mit den Vereinen finden sollen. Natürlich wird aber auch nach einem Regelbeschluss der national größte Sport-Fachverband ein Wörtchen mitzureden haben.

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