Bayern enttäuscht in Leverkusen

So wird man kein Meister. Nahezu 100 Prozent Ballbesitz, unzählige glasklare Chancen und dennoch nur ein Punkt. Dann trifft man doch mal und kassiert, weil man so unkonzentriert ist, direkt den Gegentreffer. Manuel Neuer mit einem unglaublichen Faux-Pas, der es dem Gegner aus Leverkusen mehr als leicht machte, zum Ausgleich zu kommen. Das bayrische Tiki-Taka wird spätestens dann verstummen, wenn die Konkurrenz mit Trompeten und Fanfaren vorbeizieht, weil Bayern München nur noch Unentschieden holt. Sie werden es noch schwer haben, wenn sie wirklich den Titel holen wollen.

Wielange Pep Guardiola noch die Fäden in München zieht, ist fraglich. Die Schönspielerei dürfte Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge in absehbarer Zeit in Rage versetzen. Matthias Sammer soll endlich auch intern Klartext geredet haben. Philipp Lahm mag zwar ordentlich im Mittelfeld gespielt haben, sein Fehlen auf der Außenverteidigerposition war aber spätestens beim Gegentreffer mehr als eklatant.

Die bayrische Misere ist natürlich auch eine deutsche Misere, denn die Leistungen im Verein werden sich auch auf die Nationalmannschaft übertragen. Und Jogi Löw hält ja standhaft an den bayrischen Stars fest. Wurde Thomas Müller einst WM-Torschützenkönig, trifft er heute das leere Tor nicht mehr. Manuel Neuers Fehler wird uns den WM-Titel kosten. Philipp Lahm wird sich seiner Position nicht mehr bewusst sein. Mario Götze ist in München so oder so nur Reserve und nur weil Toni Kroos mal im Verein trifft, heißt das nicht, dass er das auch in der Nationalmannschaft schaffen wird.

Es geht bergab. Wer sich so in Leverkusen präsentiert, muss sich fragen, ob eine Ligazugehörigkeit überhaupt noch Sinn macht. So zieht Bayern die beste Liga aller Zeiten nur in den Schmutz. Das mühsam erarbeitete Bild der grandiosen Liga wird in kürzester Zeit zerstört. Die Nationalmannschaft wird sich diesem Abwärtstrend abschließen.

Leverkusen dagegen hat überzeugt. Das eigene Spiel durchgezogen. Brilliert in einigen wenigen Momenten. Man hat dem Gegner die Schwächen aufgezeigt. Vielleicht werden die Bayern Leverkusen noch danken. Man wird sehen. Immerhin – da liegt die Hoffnung der Bayern-Fans – die Saison hat noch 26 Spieltage.

Rolfes nicht für die Nationalelf nominiert

Bundesliga

Eine wunderbare Situation, in der die Werkself da steckt. In der Tabelle steht man auf Rang 3. Die Über-Bayern und die Über-Dortmunder stehen nur einen Punkt vor den Leverkusenern. Und das nicht am ersten Spieltag, sondern am siebten. Die Konkurrenz um die Champions-League-Plätze rangiert schon sechs Punkte dahinter. Die angeblich härteste Konkurrenz aus Gladbach und Schalke liegt sogar acht bzw. zehn Punkte in Rückstand. In den letzten 15 Bundesligaspielen saisonübergreifend gab es 12 Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage. An eine so gute Bilanz kann ich mich eigentlich schon gar nicht mehr erinnern.

Samstag gegen die Bayern

Samstag steht die zweite Härteprüfung der Woche an. Nach dem Sieg gegen Real Sociedad in der Champions League folgt nun Bayern München in der Liga. Ein Spiel, dass wenn alles nach Plan verläuft Leverkusen eigentlich keine Chance haben sollte. Bayern spielte derart überzeugend am Mittwoch gegen Manchester, dass auch Bayer kein Problem darstellen sollte. Eigentlich. Es sei denn die Werkself wächst über sich hinaus.

Dafür müsste Bernd Leno fehlerlos und in bester Form sein. Die Innenverteidigung sattelfest stehen und sich weder individuelle Fehler leisten, noch dumme Fouls an ungünstigen Orten. Die Außenverteidigung dürfen nicht nur in der Offensive glänzen, sondern müssen eng am Gegenspieler stehen. Das defensive Mittelfeld um Lars Bender, Stefan Reinartz und Simon Rolfes spielt einfach so weiter wie bisher. Der Triple-Sturm in welcher Aufstellung auch immer arbeitet defensiv mit und lässt gute Konterchancen nicht ungenutzt liegen.

Ja dann könnte es was geben am Samstag. Wenn Bayern dann zusätzlich vielleicht auch noch etwas schwächelt, ja dann ist was drin. Immerhin gab es in den vergangenen zwei Spielzeiten in vier Spielen zwei Siege. Also ran da.

Champions League

Chance genutzt, aber unnötig spannend gemacht. Eine gute erste Hälfte, eine schwache Phase in der zweiten. Dann neue Impulse von der Bank eingewechselt und noch gewonnen. Ungeahnte Qualitäten bei der Werkself, die den Ausgleich irgendwann weggesteckt hat und bis zum Ende an den Sieg geglaubt hat. Solche Spiele sind auch schon mal 4:1 verloren gegangen. Legt man gegen Donezk nach, stehen die Chancen gut, die Gruppe zu überstehen.

Spieler

Wie schon oben erwähnt, überzeugt derzeit vor allem das defensive Mittelfeld. Was Bender, Rolfes und Reinartz derzeit abliefern ist absolute Spitzenklasse. Sehr beeindrucken.

Leno hält in der Champions League mal wieder einen Elfer, hätte sich aber auch nicht wundern dürfen, wenn er nach dem Elfer mit Rot vom Platz gemusst hätte, was er später auch umumwunden zugibt. Den spanischen Ballholer nach dem Strafstoß reißt er am Hals zu Boden.

Stefan Kießling unter Jogi Löws Augen scheint nicht zu funktionieren und auch international will es noch nicht so richtig klappen. Gegen Real Sociedad mit ein paar guten Szenen, aber auch einigen “good-ol’-Kießling”-Verstolperern.

Nationalelf

Sidney Sam und Lars Bender dürfen. Stefan Kießling nicht. Für mich völlig ok. Die Gehampelei um Kießling darf bitte auch bald mal ein Ende haben. Das ist zwar bitter für ihn, aber wenn Löw einen Plan für seine Mannschaft hat und er damit Spiele gewinnt, muss auch kein Kießling zur Nationalmannschaft. Fertig.

Buch

Fahne

Nicht mehr lange und das Ding steht im Handel. Heute kam die Korrekturfahne per Post – der Veröffentlichung zu Oktober steht nichts im Wege.

Peters interpretiert Kamke – Der König Europas

Ich hab es herausgefordert. Nach der Krönung Franck Ribérys zu Europas Fußballer des Jahres bat ich Heinz Kamke den Rio-Reiser-Klassiker “König von Deutschland” umzudichten. Der zierte sich zunächst, um dann seinerseits eine Zurschaustellung seiner Zeilen von mir einzufordern. Ich sollte singen. Das wollte ich euch aber dann doch nicht zumuten.

Jetzt muss nur Dembowski die Kurve kriegen und das nun alles in ein Showdown auf der Kugelbahn einflechten.

Mit fettem Dank an die Herren Kamke und Dembowski.

Das Fanprojekt Leverkusen – im Gespräch mit Stefan Thomé

Stefan Thomé arbeitet zusammen mit Daniela Frühling hauptamtlich für das Fanprojekt Leverkusen. Für das Buch “111 Gründe Bayer Leverkusen zu lieben”, habe ich mit Stefan über seine Arbeit, das Fanprojekt und den üblichen problematischen Themen unterhalten. Das ganze gibt einen kurzen Einblick in die Arbeit des Fanprojekts.

Stefan – beschreibe bitte kurz das Fanprojekt Leverkusen und ihre Entstehungsgeschichte.

Das Fanprojekt Leverkusen e.V. wurde 1996 auf Initiative von Bayer 04 Leverkusen als freier Träger der Jugendhilfe gegründet. Da wir damals die Fans schon bei der Renovierung und der Gestaltung des Fanhauses eingebunden haben, wurden wir schnell von den aktiven Fans als Anlauf- und Kontaktstelle angenommen und im Laufe der Jahre zu einem unverzichtbaren der Teil der Fanszene. Unsere Räumlichkeiten befinden sich in einem alten Wohnhaus in der Leverkusener Innenstadt, das im Laufe der Jahre mit weiteren Räumen ausgebaut wurde, in die dann die Fanbetreuung (die Fanbeauftragten) von Bayer 04 Leverkusen gezogen ist.

Wieviele Mitarbeiter betreuen das Fanprojekt? Gibt es neben Daniela Frühling und dir noch Ehrenamtler?

Zur Zeit verfügen wir über zwei hauptamtliche Mitarbeiter, sowie zwei Honorarkräfte, die auf 400 Euro-Basis ab und zu unterstützend tätig sind sowie über den ein oder anderen Ehrenamtler. Es dauerte – trotz der Vorgaben im Nationalen Konzept für Sport und Sicherheit – ganze 15 Jahre bis das Fanprojekt Leverkusen um eine zweite hauptamtliche Stelle ergänzt wurde.

Welcher Bezug besteht genau zum Verein? Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Verein?

Alleine schon durch die räumliche Nähe zur Fanbetreuung von Bayer 04 Leverkusen ist ein guter Kontakt zum Verein gewährleistet. Dazu gehören z.B. der regelmäßige Austausch mit den Fanbeauftragten, dem Sicherheitsbeauftragten oder auch der Geschäftsführung. Ebenso wie die Teilnahme am Fanbeirat, an Fanclubtreffen, an den Kurvengesprächen sowie bei vielen Gesprächen rund um die Fans bei Bayer 04. Desweiteren unterstützt uns Bayer 04 Leverkusen immer wieder auch finanziell, in dem ab und zu Kosten unserer Arbeit übernommen werden. Trotzdem arbeiten wir natürlich als unabhängige Einrichtung und verdeutlichen dies immer wieder nach außen.

Wo liegen eure Hauptaufgaben?

Ganz klar in der präventiven Arbeit mit den jüngeren Fans. Dazu gehören gewaltpräventive Angebote, die Arbeit gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, unsere offene Jugendarbeit und die Beratung und Vermittlung bei Problemen. Dazu kommen Freizeitangebote die oft über den Fußball hinaus gehen sowie Vorträge und soziale Gruppentrainings an Schulen oder anderen Jugendeinrichtungen. Hauptaugenmerk werfen wir auf die Beziehungs- und Vertrauensarbeit mit den Fans, denn das ist die Grundlage jeglicher sozialpädagogischer Arbeit mit jungen Menschen.

Welche Angebote bietet ihr an?

In der Woche ist das in erster Linie unser Offener Treff mit immer wieder wechselnden Angeboten im Fanhaus. Das funktioniert in der Praxis wie jedes andere Jugendhaus. Im Rahmen dessen sind wir auch für unsere Einzelfallarbeit ansprechbar und fungieren hier als Berater und Vermittler. Während unserer Präsenz bei den Heim- und Auswärtsspielen halten wir uns unter unseren Fans auf. Hier sehen wir uns in erster Linie als Ansprechpartner und Vermittler für die Interessen unserer Fans, doch auch gegenüber der Ordnerdienste und der Polizei (das im Rahmen des Möglichen) bieten wir unsere Unterstützung an und sind somit am Spieltag deeskalierend im Einsatz.

Gibt es Projekte, die besonders herausragend sind oder wo ihr Vorreiter in der Liga seid?

Hier kann ich das Bewährungskonzept bei Stadionverboten nennen, welches ich im Jahr 2000 ins Leben gerufen habe (hier geht’s nur ums Stadionverbot und wendet sich in erster Linie an „Ersttäter“, d.h. junge Fans die zum ersten Mal auffällig geworden sind). Hier haben Fans die Möglichkeit die Länge ihres Stadionverbots durch regelmäßigen Kontakt mit uns und durch Ableisten von Sozialstunden (20 Stunden in einer sozialen Einrichtung, kann von den Fans selbst ausgesucht werden) zu verkürzen. In ähnlicher Form greifen solche Konzepte mittlerweile auch an vielen anderen Standorten.

Wo gibt es Probleme und wie begegnet ihr diesen?

Probleme gibt es immer wieder in den unterschiedlichsten Bereichen. Im Gegensatz zu den Problemen mit den Fans, die oft mit der persönlichen Entwicklung des Einzelnen zu tun haben, aber auch gesellschaftsbedingt zu begründen sind, sind die unterschiedlichen Sicht- und Handlungsweisen von anderen Institutionen rund um den Fußball die aufreibenderen Probleme (Polizei, Ordnerdienst, Verein… man hat halt andere Sichtweisen mit den Fans und den Problemen umzugehen, obwohl wir mit unserer Polizei in Leverkusen eine relativ gute „Zusammenarbeit“ haben). Hier versuchen wir immer wieder unsere Sicht zu begründen und im Sinne der Jugendlichen anzubringen. Da heißt es immer wieder dran zu bleiben und Überzeugungsarbeit zu leisten.

Gibt es da von irgendeiner Seite (Verein, Polizei) Lösungsvorschläge oder seid ihr da im Dialog?

Wir sind im Dialog, der oft mühsam ist.

Wie würdest du die Fankultur in Leverkusen beschreiben? Wie die Ultrakultur? Wo siehst du Probleme und wo Chancen? Wie könnt ihr unterstützen?

Unsere Fankultur unterscheidet sich nicht großartig von der anderer Vereine. Die Zeiten, dass man über Leverkusen geschmunzelt hat sind längst vorbei. Es gibt die unterschiedlichsten Fangruppierungen, ca. 300 Fanclubs, davon viele in ganz Deutschland verstreut, einen gute Nordkurve mit 6000 Fans (davon 3000 Stehplätzen) bei den Heimspielen, einen auch zahlenmäßigen guten Auswärtssupport und natürlich auch eine aktive Ultra-Szene, die hauptsächlich die Stimmung in der Kurve vorgibt. Wir profitieren davon, dass wir diese Entwicklung in den ganzen Jahren mitgemacht haben und kennen so viele unsere Fans persönlich und haben sie über Jahre hinweg in ihrem Fanleben begleitet.

Wie begegnet ihr den Themen Gewalt im Stadion, Polizei im Stadion, Homophobie und Fußball, Ausländerfeindlichkeit?

Hier hat sich zum Glück viel getan in den letzten Jahren. Im Gegensatz zu dem Bild was die Medien gerne verbreiten, sind die Probleme in all diesen Bereichen zurückgegangen. Wir beobachten z.B. bei uns in Leverkusen gerade beim Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit immer wieder selbstreinigende Effekte im Fanblock. Natürlich sehen wir auch immer wieder Probleme im jüngeren Umfeld der Ultras. Da wird oft die durchaus attraktive Bühne der Fußballspiele (gerade auch die Auswärtsspiele mit der Gruppe) dazu genutzt um über das normale Maß hinaus auf sich aufmerksam zu machen. Da wird dann schon mal randaliert oder auch ein Schal abgezockt. Da fehlt dann auch bei einigen einfach jegliches Schuldbewusstsein. Dazu kommt dann auch oft unverhältnismäßiges Vorgehen der Polizei, was deren Feindbild natürlich nicht abschwächt. Hier solidarisieren sich die Ultragruppen immer öfter und gehen gegen die Polizei vor. Trotz der verhältnismäßig guten Annäherung in den letzten Jahren schafft es die Polizei immer wieder einen Keil in das Verhältnis zu schlagen, was dann aber auch oft genug dankend von einigen radikaleren Fans angenommen wird. Kein einfaches Thema.

Bist du/ seid ihr selber Fan der Werkself?

Aber klar doch. Ich gehe seit 1978, da war ich 15, ins Stadion und hab damals schon den Aufstieg mitgemacht. Nie als aktiver Fan, aber immer dabei. Und bei Daniela ist es ähnlich. Sie ist immer wieder mit ihrem Vater zum Bayer gegangen und so natürlich als Leverkusenerin mit dem Herzen dabei.

Boatengloses Fazit

Es sind Spiele, die mich furchtbar wurmen. Bayer verliert auf Schalke mit 0:2 und es ist weniger die Tatsache, dass man verloren hat, sondern eher das wie man verloren hat. Ich kann Niederlagen sehr gut akzeptieren, wenn der Gegner eindeutig besser war, wenn man alles gegeben hat und es nicht gereicht hat. Das kommt vor. Immerhin. Leverkusen ist mit drei Siegen in die Saison gestartet – da kann man doch mal verlieren.

Kann man – ich hab mich trotzdem geärgert. Das liegt vor allem daran, wie die Tore gefallen sind. Dem 0:1 ging ein unsägliches Handspiel von Ömer Toprak voraus, der im Zweikampf mit Adam Szalai schlecht aussieht, ins Stolpern gerät und wohl meint, dass wenn er fällt und den Ball in die Hand nimmt, er schon das Foul und den Freistoß bekommt. Gagelmann ließ sich darauf nicht ein. Völlig zurecht. Der Rest ist bekannt. Freistoß Farfan in die gefährliche Zone, Höger verlängert minimal mit der Schulter. Leno ohne Chance.

Das Handspiel war blöd. Noch blöder war, dass Emir Spahic im Zweifelsfall Adam Szalai auch noch hätte ablaufen können. Die absolute Notwendigkeit zu so einer Reaktion von Toprak war nicht gegeben.

Das Fatale ist, dass es bis zu dieser Situation gar nicht so schlecht aussah mit dem Bayer-Spiel und es danach völlig am Boden lag. Schalke spielte gut und kompakt, machte die Räume eng und ließ Sam, Son und Co. nicht zur Entfaltung kommen. Sehr zum Ärger von Stefan Kießling, der gestern völlig aus dem Spiel genommen wurde.

Das zweite Tor ist geschenkt. Spahic etwas übermotiviert im Zweikampf im Strafraum. Der Elfmeter berechtigt. Die Vollstreckung von Farfan sicher. Das Spiel war eh schon vorher gelaufen. Das Gefühl sagte mir, dass man noch 120 Minuten mehr hätte spielen können und am Ende hätte doch eher Schalke getroffen.

Man merkt es schon. Solche Niederlagen nehm ich sehr persönlich. Ich sitze 90 Minuten da, fiebere mit und auf dem Platz fällt nicht ein Groschen.

Nunja. Heute ist der Ärger etwas verraucht. Die Niederlage wird relativiert. Es folgen zwei Wochen (Länderspiel-)Pause und Verein und Trainer haben gesehen, wo es noch hapert und wo es noch Probleme gibt. Die Identifizierung überlass ich euch und den Verantwortlichen. Ist doch auch schön.

Vor Kevin-Prince Boateng

Kurze Meldung vor dem Spiel gegen Schalke, dass richtungsweisend werden könnte. Ein Sieg, der vierte in Folge in dieser Saison könnte direkt die Weichen Richtung Champions-League-Kandidat stellen. 12 sichere Punkte im engen Kampf um diese beliebten Plätze schaden nie – speziell wenn die Doppel- und Dreifachbelastung in verschiedenen Wettbewerben ansteht.

Auf dem Transfermarkt hat sich heute noch was getan. Eren Derdiyok wurde von 1899 Hoffenheim auf Leihbasis zurück geholt. Derdiyok ist bisher immer irgendwie unter seinen Möglichkeiten geblieben. Vielleicht war die Trainingsgruppe 2 aber ganz heilsam für den Schweizer. Arkadiusz Milik soll wohl nach Augsburg verliehen werden. Ein guter Schritt für ihn, da er dort wohl Spielpraxis in der Liga sammeln kann.

Konkurrent Schalke hat heute Kevin-Prince Boateng verpflichtet und unter der Woche Dennis Aogo vom HSV ausgeliehen. Zwei Verstärkungen für den derzeit extrem ausgedünnten Kader der Knappen. An sich sollte Bayer in der Lage sein, Schalke zu bezwingen. Mit Rückenwind Champions-League-Qualifikation und Superstar-Verpflichtung könnte jedoch Schalke neue Energie freisetzen. Abwarten.

Letzter Spieltag:

Nach dem mühseligen 1:0 in Stuttgart, ein 4:2 mit Feuerwerk-Charakter gegen Gladbach. Festzuhalten bleibt. Ein neuer Sam in Topform, Son auch mit Defensivqualitäten, Kießling wird nie wieder unter Löw spielen und sammelt trotzdem fleißig Scorer-Punkte, Castro wieder besser in Form und Spahic und Toprak in der Innenverteidigung mit Topleistungen. Nebenbei kann man jetzt 1:0-Führungen über die Runden schaukeln und lässt sich auch nicht aus der Ruhe bringen, wenn man einem 2:0-Führung verspielt. Neue Qualitäten.

Buch:

Ich habe die Tage mit Stefan Thomé vom Fanprojekt Leverkusen gesprochen. Das Interview, dass auch ins Buch einfliessen wird, veröffentliche ich Anfang der Woche.

FC Bayern München – sympathisch oder nicht?

The European hat mir diese Frage gestellt und ich habe geantwortet.

Der FC Bayern München. Der Triple-Sieger. Das Aushängeschild des deutschen Fußballs. Millionenschwer und erfolgreich. Geprägt von polarisierenden Persönlichkeiten, wie Uli Hoeneß oder Matthias Sammer. Für dessen Festgeldkonto nicht einmal Dagobert Ducks Geldspeicher reichen würde. Der Rekordmeister, der es geschafft hat, den legendären Pep Guardiola, den heiligen und weltbesten Trainer nach München zu locken. Der nun eine Art Weltauswahl mit Thiago, Schweinsteiger, Robben, Ribéry und Lahm coachen darf. Kann man so einen Verein gut finden? Kann man diesen Verein sympathisch finden? Ja – man kann. Aber man kann es auch sein lassen. Wie so oft im Leben, kommt es auf die Perspektive an.

Mehr beim European.