Vorschau: Werder Bremen – Bayer Leverkusen

Punkte abliefern heißt es morgen in Bremen. Gemäß dem Trend der aktuellen Saison – nach zwei Siegen folgt eine Niederlage – wird sich die Werkself morgen als guter Gast präsentieren und das Spiel abschenken. Schließlich wurde Bremen ja als Meisterkandidat vor der Saison gehandelt und nicht Bayer. Außerdem hat man in 26 Spielen in Bremen erst zwei Mal gewonnen. Also Häppchen am Buffet mitnehmen, Stadtrundfahrt machen und abends ein Trainingsspielchen mit dem international erfahrenen Gegner. Sollte es Labbadia dann auch noch geschafft haben, in einer langwierigen Operation den Leverkusenern das Bayern-Gen einzupflanzen, dann brauchen sich die Bremer gar keine Sorgen mehr machen. (René Adler: “Er will uns das Bayern-Gen einpflanzen”)

Fraglich für die Partie sind Renato Augusto (Wunde auf dem Spann) und Barnetta (Knie und muskuläre Probleme), beiden stiegen aber mit in den Bus nach Bremen und absolvierten das Abschlusstraining in Leverkusen. Fraglich auch, wie Labbadia mit Fanis Gekas weiter umgeht. Der Grieche ist Dauereinwechselspieler und wünscht sich mehr Einsatzzeit und ein Gespräch.

Faire Geste: Vertragsverlängerung mit Schneider

Oder vielleicht sogar mehr als das. Wo Respekt gegenüber alteingesessenen und verdienten Spielern doch derzeit ein allgegenwärtiges Thema ist, verlängert Bayer Leverkusen den Vertrag mit Bernd Schneider um ein Jahr bis 2010.

Wie der Verein am Montag mitteilte verlängerte Schneider seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr bis 2010. ” Für uns ist es das normalste der Welt, einem so verdienten Spieler in so einer Situation zu zeigen, wie wir hinter ihm stehen “, sagte Trainer Bruno Labbadia.

Und zum derzeitigen Stand der Gesundheit sagt Schneider folgendes:

“Mir geht es mittlerweile wieder ganz gut, ich fühle mich täglich besser und hoffe, dass ich schon bald wieder mit dem Training beginnen kann. Aber ich muss geduldig sein. In der Reha mache ich tagtäglich Fortschritte, so dass ich optimistisch bin, dass ich bald wieder einsteigen kann.” Etwas Geduld braucht er wohl noch, um sich wieder mit seinen Mitspielern messen zu können, aber in der Rückrunde möchte er angreifen. (beide Zitate: Kicker)

Notenübersicht: Spieltag 9

Wenig Aufreger bei der heutigen Notenvergabe durch die Bild, den Kicker, Sportal und meine Wenigkeit. Diese Woche, hab ich es endlich geschafft, auch die Kader-Übersicht zu aktualisieren!

name - bild - kicker - sportal - cat - durchschnittswert
adler - 2 - 2,5 - 2,5 - 2,5 - 2,38
friedrich - 3 - 3 - 2 - 2,5 - 2,63
castro - 4 - 4 - 3 - 3,5 - 3,63
henrique - 3 - 3 - 3 - 3,5 - 3,13
kadlec - 2 - 3 - 3,5 - 3,5 - 3,00
rolfes - 5 - 3,5 - 3 - 3,5 - 3,75
renato augusto - 3 - 4 - 4 - 4 - 3,75
vidal - 4 - 3 - 3 - 3 - 3,25
schwegler - 4 - 3 - 2,5 - 3,5 - 3,25
kießling - 3 - 4 - 3,5 - 3,5 - 3,50
helmes - 3 - 4 - 4 - 3,5 - 3,63

Presseschau vom Köln-Spiel

Quo vadis Bayer Leverkusen? Wo führt der Weg hin? Die Medienwelt ist skeptisch, ob sich die Werkself länger in den Champios-League-Rängen halten kann. Auch Rudi Völler bremst die Euphorie.

Rivalität hin oder her – nach dem Leverkusener Gipfelsturm zollte sogar Ex-Trainer Christoph Daum Respekt: “Ich sehe, dass hier etwas entsteht.” Auch Daum konnte somit bei der 0:2 (0:0)-Niederlage des 1. FC Köln im Derby den Bayer-Höhenflug auf den zweiten Platz der Bundesliga nicht bremsen. Stattdessen verlebte er bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte einen wenig erfreulichen 55. Geburtstag.
Der Griff nach dem Titel, der Daum von 1996 bis 2000 in Leverkusen verwehrt geblieben war, könnte 2008 wieder ein Thema werden. Doch Sportchef Rudi Völler warnt vor allzu großer Euphorie: “Wichtig ist, dass wir nicht größenwahnsinnig werden. Wenn die Spiele gegen Bremen und Wolfsburg vorbei sind, können wir vielleicht auch über andere Dinge reden.” Das Gerede von der Meisterschaft ist bei Bayer tabu. Dass die Rheinländer sich in der Spitzengruppe festgesetzt haben, will Trainer Bruno Labbadia nicht auf glückliche Umstände zurückführen: “Das ist schon berechtigt. Wir haben neun Spiele sehr gut gestaltet. Uns ist aber auch klar, dass alle Rädchen ineinander greifen müssen.” Mit Leverkusen ist in dieser Saison wieder zu rechnen. Sechs Siegen stehen drei zum Teil unglückliche Niederlagen gegenüber. (FR)

Auf dem Feld behielten die Daum-Schützlinge die nötige Kontrolle. Drei Siege in Serie stärkten das Selbstbewusstsein des Aufsteigers sichtlich. Die Vorgabe ihres Coaches, die Leverkusener nicht ins Rollen kommen zu lassen, setzten die Profis eine Halbzeit lang um. Auch weil sie die Gastgeber frühzeitig unter Druck setzten und in deren Hälfte teilweise attackierten. (SZ)

Beim Derby zwischen Leverkusen und Köln gab es gleich zwei Beteiligte, die auf ihren Ex-Klub trafen: Kölns Trainer Christoph Daum, der einst den Mythos vom ewigen Vizemeister Leverkusen begründete, und Leverkusens Toptorjäger Patrick Helmes, der noch in der vergangenen Saison mit dem FC in die Bundesliga aufgestiegen war. Helmes gelang zwar kein Treffer, er blieb im Duell der Herzensangelegenheiten dennoch der klare Sieger. Bayer gewann mit 2:0 und rangiert auf dem zweiten Platz; seit der Ära Daum hat sich zumindest tabellarisch wenig in Leverkusen verändert. (Focus)

Bis Montagmittag sollten seine Spieler den Sieg von Freitag genießen. „Wir haben Köln bezwungen, weil wir bereit waren, mehr in die Waagschale zu werden. Wir waren entschlossener. Das macht mich als Trainer schon ein bisschen stolz“, sagt Labbadia. „Aber ab dem Abschlusstraining geht der Tunnelblick wieder auf das nächste Spiel gegen Bremen.“

Schließlich warten mit Werder (Dienstag) und danach mit Wolfsburg zwei echte Gradmesser auf Bayer. Sportchef Rudi Völler: „Dann wissen wir, was Sache ist.“

Bayer will sich oben festbeißen. „Wir stehen mehr als verdient da oben“, sagt Labbadia. „Jetzt gilt es, die Gier zu entwickeln, um auch da oben zu bleiben. Jetzt zeigt sich: Haben wir den Willen, uns da oben festzubeißen? Das Potenzial ist da, die Ziele hat die Mannschaft. Und sie zeigt die Bereitschaft, genug zu investieren.“ (EXPRESS)

Während im Internetforum des FC von Versäumnissen des Ordnungsdienstes und einer Panikreaktion die Rede ist, hat Baysecur-Chef Ralf Ziewer eine andere Erklärung. „Von mehreren gemäßigten Kölner Fans wurde uns berichtet, dass dieser Blocksturm eine geplante Aktion war, um 40 bis 50 FC-Anhänger ohne Karte mit hinein zu bekommen.

Dass sie dafür in Kauf nahmen, dass die Kinder ihrer Mitfans an den Zaun gedrückt werden, zeigt, welche kriminelle Energie diese Vögel mitbringen“, sagte er gestern auf Anfrage der Rheinischen Post.

Die Einlass-Situation mit den Gittern sei gewöhnlich unproblematisch. „Die haben wir eigens geschaffen, um so etwas zu verhindern, nachdem uns vor fünf oder sechs Jahren beim Spiel gegen eine englische Mannschaft der Gästeblock einmal gestürmt wurde. Seitdem ist noch nie etwas passiert – bis jetzt“, betonte er.

Schon auf dem Weg zum Stadion beobachtete die Polizei mehrere Straftaten der Kölner Fans – unter anderem Widerstand und Verstoß gegen das Waffengesetz. Es kam, wie auch später im Stadion zum Zünden von Pyrotechnik, zum Abschuss von Leuchtspurmunition und zum Werfen von Böllern. Einer der Silvesterknaller explodierte später in der Nähe von Bayer-Verteidiger Michal Kadlec, der eine Ecke treten wollte. (RP)

1.FC Köln, Teil 1 (oder der Gang zum Pillenschrank)

Schon einmal hatte die Werkself eine Tabellenführung vor Augen. Ein Punkt musste gegen die Hertha aus Berlin her. Dann das alte Bayer-Leiden. Im entscheidenden Moment versagten die Nerven und statt des kurzzeitigen Aufenthalts auf dem Platz an der Sonne, verlor man dank des Ex-Leverkuseners Voronin gegen Berlin. Keine Tabellenführung. Lange Nase. Ätsch.

Fans des FC Bayern werden müde lächeln. Als Rekordmeister, Inhaber des legendären Bayern-Dusel, diverser Tabellenführungen, gar über ganze Spielzeiten, sind 48-Stunden-Aufenthalte auf Platz-1 ziemlich uninteressant. Für Bayer Leverkusen, den entnervten ewigen Zweiten und Loser im Moment der Entscheidung, ist sowas noch etwas Besonderes.

Und nun gab es diese Chance ein weiteres Mal. Im Derby gegen den 1.FC Köln musste nur ein Sieg her und schon sähe die Welt, ganz ohne Bayer-Stimulanz, ziemlich rosig aus. Doch leider hatte Bruno Labbadia von der Konzern-Führung wohl zunächst nur ein paar abgelaufene Luminal aus dem Pillenschrank für Bundesliga-Partien bekommen. Das Schlafmittel gibt es seit Anfang der 90er nicht mehr, doch die Werkself agierte gerade so, als ob die Akteure der damaligen Zeit auf dem Platz stünden.

Schläfrig, langsam, ideenlos und wenig bissig. Der Abwärtstrend seit dem Spiel gegen die Hertha ist immer offensichtlicher. Aber vielleicht kann man mit der Einschläferungstaktik etwas gewinnen? Die Bundesliga hat sich auf den radikalen alle-Mann-nach-vorn-Stil eingestellt und so fällt es der Labbadia-Elf schwer, inspiriert gegen stabile Bollwerke aus Berlin, aus Frankfurt und am Freitag aus Köln aufzuspielen. Mitte der ersten Hälfte sah der Bayer-Übungsleiter schon so zerknirscht aus, als hätte er starke Magenschmerzen.

Flugs eilte ein Helfer wieder an den Arzneischrank, tief im Keller der BayArena. Ein bisschen Lefax und ein bisschen Rennie – ja das räumt den Magen auf und ließ wenigstens Labbadia etwas entspannter in die Kabine gehen. Ein Plan musste ausgeheckt werden, um der müden Werkself, Leben einzuhauchen. Man hatte da noch ein paar Pillen mit Suramin im Schrank. Etwas gegen die Afrikanische Schlafkrankheit. Dann noch eine “One-a-day-Energy”-Vitaminpille und die Kölner könnten einpacken.

Noch etwas tappsig von der Medikamenten-Dosis, schritten die Bayer-Jungs dann in Halbzeit zwei zu Werke. Glückliche Aktionen führten zu Chancen von Helmes, die jedoch noch etwas lethargisch vergeben wurden. Letzlich führten zwei Automatismen zum Erfolg – die schienen wieder abrufbar gewesen zu sein. Nach einer Ecke nutzte Friedrich, die Chance per Kopf einzunicken, mit Erfolg. In der 84.Minute verwandelte Gekas einen Elfer zum letztlich verdienten 2:0, schließlich hatte der FC erst nach dem Rückstand mal die ein oder andere Möglichkeit. Vorher hatte man kaninchenartig vor der ansteckenden Krankheitsschlange in der Abwehr gehockt und sich auf die Wahrung der Gesundheit und des Remis konzentriert.

Die Alka-Seltzer mussten an diesem Wochenende, trotz Tabellenführung und Derbysieg, nicht ausgepackt werden. Training und Vorbereitung stehen auf dem Plan und keine Feierlichkeiten. Trotzdem dürfte noch die ein oder andere Aspirin für Labbadia bereit liegen, denn spielerisch muss man sich am Dienstag wieder steigern, will man die Bremer besiegen. Vielleicht bereitet dieses Problem, dem Trainer dann doch noch Kopfschmerzen.

Live: Bayer Leverkusen – 1.FC Köln 2:0

[Spielende] Manchmal braucht man einfach eine Standardsituation, etwas Glück und ein, zwei gegnerische Fehler und dann kann man auch so ein fieses Spiel gewinnen. Das spielerische Niveau blieb in den letzten zweieinhalb Spielen leider etwas auf der Strecke, aber egal heute steht ein Sieg im Derby zu Buche. Mehr die Tage.

[’88] Dum kommt für Schwegler.

[’84] 2:0 Gekas. Sicherer Elfmeter des Griechen. Blöd für die Kölner, die lange Zeit zumindestens ein Remis verdient gehabt hätten.

[’83] Kießling rackert sich zu einer weiteren Chance. Mondragon hält gut. Kurz darauf bremst Geromel Schwegler im Strafraum aus. Elfmeter. Klare Kiste.

[’81] Castro mit einem sehr langen Ball auf Kießling, der nur noch die Fußspitze an den Ball bekommt. Die Pille fliegt am Tor vorbei.

[’78] Brecko prüft Adler mit einem strammen Schuss aus 16 Metern, der Nationalkeeper kriegt die Fäuste noch an den Ball. Jetzt kommt Gekas für Helmes, womit sich alberne Jubeldiskussion auch erledigt hat. Dem Griechen ist auch mal wieder ein Tor zu gönnen. Im Nationalteam Griechenlands immer Leistungsträger und Torgarant will es mit ihm und Bayer seit Beginn nicht so recht klappen, auch wenn er letzte Saison bester Torschütze war.

[’76] Leverkusen jetzt langsam wieder mit den Kombinationen der letzten Wochen, am Strafraumrand vermutet man dann aber Spieler, wo keine sind.

[’73] Bayer nun in der komfortablen Situation abzuwarten und den ein oder anderen Konter zu fahren. Bisher noch keine große Gefahr bei den Kölner Bemühungen, hier zum Remis zu kommen.

[’70] Leverkusen bei diesem Spielstand Tabellenerster bis Sonntag. Adler erinnert mit einer Parade daran, dass es die aber nicht für lau gibt.

[’68] Dreckstor nach einer Ecke. Friedrich mit dem Treffer. Rolfes nach der Ecke in Richtung Tor geköpft, Friedrich dann ganz alleine einnickend. Jetzt fängt das Spiel richtig an. Neuer Spielstand: LEV-KÖL 1:0!

[’66] Ein Tor würde dem Spiel gut tun.

[’65] Wome mit einem sehr schönen Freistoß auf Antars Kopf, dessen Ball landet aber neben dem Tor und sowieso: Abseits.

[’61] Habe noch nie gehört, das lange hohe Flanken in die Mitte zum Erfolg führen.

[’57] Mondragon muss zum ersten Mal richtig klären. Helmes Schuss pariert der Goalie tadellos. Vielleicht sollte Köln mal einen Treffer erzielen, dann steigt die Kreativität in der Werkself und man muss mehr tun.

[’56] Fährte wieder verloren gegangen bei all den Freßstuben im Stadion.

[’53] Labbadia wirkt, als ob er eine schlimme Gastritis hätte. Weiner pfeifft weiter alles ab, was nur ansatzweise nach Körperkontakt aussieht.

[’51] Bayer hat Fährte aufgenommen und schnuppert an weiteren Chancen.

[’49] Köln im Tiefschlaf. Helmes kommt zum Abschluss, verzieht aber weit. Dass dieser Ball von Rolfes, der definitiv nicht für Helmes bestimmt war, durchkommt, war Glück.

[’46] Auf gehts in die zweite Hälfte. Bayer macht gleich Druck. Hoffen wir, dass das mehr als ein Strohfeuer ist. Keine Wechsel bei beiden Teams.

[Halbzeit] Der Premiere-Kommentator versucht das beste aus dem Derby rauszuholen. “Ein nicht uninteressantes Spiel.” Heißt soviel, wie dröger Reis, mit exotischem Gemüse und fieser Sauce. Nicht uninteressant. Desweiteren verspricht man nun interessante Entwicklungen in der Causa Ballack. Rudi Völler da, Calli da und jemand, den ich nicht kenne. Währenddessen gibt Helge Schneider Serge Gainsbourg auf RTL. In zwei Minuten mehr unterhalten, als in Leverkusen in den letzten 45. Kleiner Kulturtipp. Heinz Strunk derzeit auf Lesereise mit seinem Buch “Die Zunge Europas”. Gestern live angeschaut und mich zwei Stunden köstlichst weggeschrien. So viel aus meinem spannenden Leben.

Hat Michael Meier schon immer so genuschelt? Er berichtet von seinen Erfahrungen, mit der Kölner Fanmasse kommuniziert zu haben. Er entschuldigt sich für den Feuerwerksvorfall im Namen aller Kölner.

Man diskutiert nun die Personalie Ballack. Selten so angeödet worden. Mann mann. Jetzt versucht man aus der Scolari-Ansage (“Ballack darf aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Deutschland reisen.”) etwas Skandalöses zu drehen. Rudi springt aber nicht auf den Zug.

[’45+1] Eine Kölner Ecke strahlt mal so etwas wie Gefahr aus. Sonst sieht die Werksabwehr sehr stabil bisher aus.

[’45] Castro mit einer ähnlich miserablen Ecke, wie zuvor Kadlec. Die Bayer-Bubis haben Angst dort vor dem Kölner Fanblock.

[’43] Renato Augusto mit einer guten Einzelaktion, scheitert dann aber am Kölner Strafraum an dreizehn verschiedenen Beinen, die ihn zu Fall bringen, der Konter der Kölner landet uninspiriert im Toraus.

[’41] Erschreckend was Leverkusen in Relation zu den letzten Partien bietet. Köln dagegen defensiv sehr organisiert, mehr dann aber auch nicht.

[’37] Durchschnittlich läuft ein Spielzug ununterbrochen ungefähr 25,3 Sekunden, ehe Weiner wieder irgendetwas abpfeiffen muss. Ecke Köln.

[’35] Die Ecke war dann mal gar nichts.

[’33] Beknackte Kölner Fans zünden Feuerwerkskörper hinter Kadlec, der die Ecke ausführen will. Antar und Novakovic fordern die “Fans” auf, sich zu beruhigen.

[’32] Schöne Haltungsnoten bei fairen Grätschen von Kadlec und Schwegler. Über irgendetwas muss man sich ja freuen. Wie zum Beispiel Ecke Nr.2 jetzt.

[’28] Ach je. Da kann man ja schon mal von keinem Leverkusener Treffer ausgehen, so wie die Mannschaft derzeit auftritt. Irgendwie wirkt das sehr pomadig. Keiner der Mal das Heft in die Hand nimmt und beißt. Hoffen wir auf die Halbzeitpause. Unter Skibbe wäre das ein super Ergebnis für die ersten 45 Minuten gewesen, unter Labbadia gabs sonst eher schnelle Tore und nur einige wenige in der zweiten Hälfte.

[’25] Knifflige Szene. Novakovic wäre durchgewesen, aber der Assistent sieht Abseits. Im Zweifel für die Abwehr, oder was? Glück gehabt. Die Kameraoptik spricht im Nachhinein für den Mann an der Linie. DIe Linien auf dem Rasen eher für den Kölner.

[’23] So kanns gehen. Eine Art Konter. Das erste Mal, dass Bayer mit Tempo auf die Kölner Abwehr zuläuft, dann der Versuch über Vidal, der den Ball auf Kießling spitzeln will, aber ein Abwehrbein klärt.

[’20] Erster Kölner Torschuss von Vucicevic, aber drüber. Rolfes verliert den Ball und eine flotte Kombination mit Novakovic.

[’17] Ich würde gerne mehr schreiben, aber irgendwie haben sich die Teams noch nicht über die Vorherrschaft auf dem Platz geeinigt. Kaum Tormöglichkeiten, viele Fehler und Ungenauigkeiten. Nicht wirklich schön. Alles andere als “Rhein in Flammen”.

[’14] Gute Freistoßmöglichkeit für Bayer. 25 Meter. Zuletzt immer wieder gute Variationen, doch dieser Ball landet in der Mauer.

[’11] Dummer Fallverlust der Leverkusener, die jetzt mehr und mehr Probleme im Spielaufbau bekommen. Zu ungenau und die Kölner machen konsequent die Räume eng.

[‘7] Sofern man das jetzt schon beurteilen kann, scheint Köln mitspielen zu wollen, was der Werkself entgegen kommen dürfte.

[‘3] Renato bekommt bei einem Kopfballduell einen von Wome mit. Es geht aber weiter für den Brasilianer.

[‘2] Erste Möglichkeit über Kießling. Der Schuss kommt aber verunglückt aufs Kölner Tor. Leverkusen will das Spiel machen.

[‘1] Anpfiff!

[Vor dem Spiel] So zweites Freitagsspiel der Werkself. Wir erinnern uns mit einem wohligen Schauer an das erste, denn dort wurde Hannover 96 mit 4:0 vom Platz gefegt. Gegen den FC wären drei Punkte schön, aber sehen wir das mal realistisch, die letzten Heimspiele waren nicht immer von Erfolg gekrönt, zudem die Kölner mit dem Schwung von drei Siegen in Folge und einer sattelfesten Abwehr. Der Werksclub alles andere als sicher in der Defensive, die Offensive in den letzten beiden Spielen auch nicht 100%ig überzeugend.

Labbadia äußerst sich etwas kritisch zu Helmes Ankündigung nicht zu jubeln bei einem Tor: “Das ist zur Mode geworden. Wenn ich für Leverkusen spiele, dann habe ich auch nur einen Kopf für Leverkusen. Was früher war, daran denke ich nicht. Aber es muss jeder selber entscheiden, ob er jubelt oder nicht.”

2000 Kölner im Stadion, 500 Polizisten. Ebaypreise für das Spiel bis knapp 200 Euro.

Bei den Aufstellungen keine Veränderungen zur letzten Woche. Michael Weiner wird das Spiel als Referee leiten.

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