Sommerpausen-Gedanken, Teil 17

Zurück in die Steinzeit. Das wünschte ich mir manchmal fürs Fußball-Business. Damals fackelte man vermutlich nicht lange und klärte Konflikte mit der Keule und am nächsten Tag stände in Stein gemeißelt, dass Steinzeit-Kicker X bei Verein Y spielen würde. Heute mutet das ganze Prozedere eines Wechsels dagegen eher an, wie die Aufforderung zum Duell im 19. Jahrhundert. Der Mann hat meine Ehre beschmutzt, nun schicke ich meinen Adjutanten los, um dem Frevler mitzuteilen, dass ich ihn morgen im Morgengrauen erwarte. Um es dann wie Männer zu klären. Ach ja. Da war ja doch noch ein Unterschied.

Während es nach dem Ehrenduell dann vermutlich geklärt gewesen ist, kartet man heute nochmal nach. Überhaupt heute. Wie funktioniert das? Man wünscht sich einen Spieler? Kommuniziert das zunächst öffentlich in der Presse? Dann wartet man auf die Reaktion? Oder fragt man heimlich den Verein des Spielers, um mal nachzuhorchen, ob der Spieler denn verfügbar wäre? Und dann antwortet der Verein über die Medien, dass der Spieler nicht verfügbar ist? Schon gar nicht für eine zweistellige Millionensumme? Ich weiß es nicht. Es gibt so unglaublich viele Spielarten der Spielerverpflichtungen, speziell wenn diese ein bisschen wertvoller als ein 29-jähriger Stammspieler eines Zweitligisten sind.

Für den Fall Bender und für den Fall Schürrle, wünsche ich mir, wie immer gesicherte Informationen, ein bisschen Ruhe und dann auch schon bald das Ende der Sommerpause, damit ich dieses Hin und Her nicht mehr ertragen muss auf meine alten Tage.

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