Wo wir landen

Da ist alles drin in dieser Saison. Schon in der letzten Spielzeit wurde Leverkusen irgendwo zwischen Platz 5 und 10 angesiedelt und so kam es dann auch und nun raten die Experten in die gleiche Richtung. Leverkusen = unberechenbar! Die Zusammenstellung wird im Laufe der Tage ggfs. noch ergänzt und entbehrt jeder Vollständigkeit.

Im Bayer-Team steckt sehr viel Talent. Falls es Heynckes gelingt, dieses Talent sichtbar zu machen und zudem harmonisierend auf die bisweilen wankelmütigen Hochbegabten zu wirken, dann ist in dieser Saison viel möglich, nämlich mindestens der fünfte Platz. Falls aber auch der neue Coach an diesen Aufgaben scheitern sollte, droht Bayer 04 wieder ein Rang im Tabellen-Niemandsland. (Tagesspiegel)

“Die Breite an der Spitze ist dichter geworden”, sagte einst Berti Vogts und sah damit schon die Probleme seines Ex-Klubs voraus. Bayer hat eine kompakte, junge Mannschaft zusammen, die in den Vorjahren gezeigt hat, dass sie attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen kann. Mit Heynckes, Hyypiä und Derdiyok wurde an den wichtigen Stellen hochwertig nachgebessert, doch für eine Verbesserung in der Tabelle reicht das nicht. Zu groß ist die Leistungsdichte in der Ligaspitze, so dass für die “Werkself” wieder nur Platz sieben herausspringt. (Eurosport)

Die Mannschaft hat sicherlich große Qualitäten und wird diese auch immer wieder aufblitzen lassen. Doch die Verstärkungen waren zu punktuell, als dass sich groß etwas ändern kann. Es fehlen dem Team weiter die Leaderfiguren, insgesamt ist der Kader mit zu vielen unerfahrenen bzw. ruhigen Spielertypen besetzt. Wachsen diese über sich hinaus bzw. steigern ihre Entwicklung, könnte eine Verbesserung des Ergebnisses der Vorsaison möglich sein. Ansonsten reicht ein Hyypiä alleine nicht aus, um wieder ins internationale Geschäft vorzustoßen. Zudem werden Helmes’ Tore an allen Ecken und Enden fehlen. Eine große Verbesserung kann auch mit einem routinierten Coach nicht gelingen. Bayer stagniert weiter auf Platz 9. (Sportal)

Ambitionen: Eintritt ins internationale Geschäft. Prognose: Wegen Helmes und Heynckes bleibt die Tür zu. (DerWesten)

Spitzenkönner besitzt der Kader genug, trotz Helmes Verletzung. Wenn Heynckes es schafft, alle auf seine Linie einzuschwören, ist einiges drin. Realistisch aber scheint Platz fünf bis acht. (Kicker)

Dass spielerische Qualität allerdings nicht immer gleichbedeutend mit einem erfolgreichen Abschneiden ist, erlebte Bayer in den letzten beiden Jahren. In dieser Saison soll sich das nun ändern. Dafür wurde der Kader gezielt und sinnvoll verstärkt – auch in der Breite. Für einen Platz in der Champions League wird’s dennoch nicht reichen. Behält man allerdings in Phasen, in denen es nicht so läuft, die Ruhe, und bleibt von weiteren Verletzungen bei Leistungsträgern verschont, ist ein Europa-League-Platz allemal drin. (Spox)

Auch wenn die schwere Verletzung von Patrick Helmes schmerzt und die Kaderplanungen zumindest für die Hinserie über den Haufen geworfen hat, stehen die Vorzeichen, diese dunkle Zeit endlich beenden zu können, günstiger als in der Vorsaison. (Sportmedienblog)

Jupp Heynckes? Im Ernst? Zweijahresvertrag? Für eine Glühbirne? Dann muss es wohl eine Energiesparlampe sein. Platzierung: Sechster. Trotz Heynckes. (Spreeblick)

Bei Schwatzgelb ist man schon beim Rückblick:

13.Spieltag: Bayer Leverkusen schlägt sich mit Trainer Erich Ribbeck recht ansehnlich durch die Liga. Sprich: Sie sind noch nicht vollkommen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. „Der benutzt Vokabeln, von denen habe ich noch nie was gehört“, klagt Patrick Helmes. Michal Kadlec greift zum letzten Mittel. Er bittet seinen Vater Miroslav Kadlec, Ribbecks Worte in ein modernes Fußballdeutsch zu übersetzen. Daraus entstand ein Standardwerk, das für alle jungen Fußballprofis, die von Trainer-Opas trainiert werden, ab sofort ein absolutes Muss ist: Deutsch für Fußball in den 80ern/90er Jahren – Deutsch für modernen Fußball. Ex-Profi Kadlec lebt als Autor nun noch besser von den dicken Tantiemen. (Schwatzgelb)

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7 comments » Write a comment

  1. Stuttgarter Zeitung: Platz 8 (das steht leider nur in der Printversion)

    Auf den ersten Blick ist alles wie immer in Leverkusen. Die Mannschaft ist jung, talentiert, gewinnt ein Testspiel nach dem anderen, und die Zuschauer gehen nach Hause und denken: Toller Fußball – eigentlich müsste diese Mannschaft ganz oben in der Tabelle landen. Eigentlich. Denn die Leverkusener Vergangenheit erzählt eine andere Geschichte. Es ist das alte Drama vom schönen Fußball, der am Ende doch nicht zum Erfolg führt.
    [...]
    Seit Jahren gilt das Team als Ansammlung perfekter Schwiegersöhne
    [...]
    Außerdem hat Heynckes den Spielansatz modifiziert. “Man kann nicht 90 Minuten lang Pressing spielen”, sagt er, nur noch in bestimmten Phasen des Spiels soll der Gegner schon in dessen Hälfte unter Druck gesetzt werden. In anderen Momenten will Heynckes eigene Kontersituationen provozieren, das komme der technischen Fähigkeit seiner Mannschaft entgegen.
    [...]
    Schließlich galt Jupp Heynckes, der Mann, den seit seinem Kurzauftritt als Klinsmann-Nachfolger beim FC Bayern das Image eines Magiers anhaftet, vor gar nicht langer Zeit als Trainer der Vergangenheit. Seine letzten beiden längerfristigen Projekte mit Schalke und Mönchengladbach sind jedenfalls kläglich gescheitert.

  2. tatsächlich. vielleicht sollte ich doch noch mal die qualitätssicherung drüber laufen lassen demnächst. arbeit und bloggen verträgt sich nicht (immer).

  3. Anbei: stand bei schwatzgelb ursprünglich Erich Ribbeck da? Hätte das als Andeutung auf einen Trainerwechsel während der ersten 13 Spieltage gedeutet. Inzwischen ist es aber korrigiert.

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