Eintracht Frankfurt, Teil 3

Es war so um die 65.Minute des Spiels Leverkusen gegen Frankfurt, als ich öffentlich äußerte, dass Bayer gerade pomadig spiele. Die Werkself führte zu diesem Zeitpunkt 3:0 und hatte vor allem in Halbzeit 1 sehr souverän agiert, eine komfortable Führung herausgespielt und keinen Zweifel daran gelassen, dass man am Freitag Abend bereits die Tabellenführung für die nächsten zwei Wochen sicher stellen wollte.

In dieser Minute kam die noch frische Erinnerung an das letzte Spiel gegen Schalke hoch, sowie an diverse Partien der letzten Saison. Da führte man beispielsweise 3:0 gegen Karlsruhe. Drei schnelle Tore in der Anfangsphase und trotzdem fuhr Leverkusen nur mit einem Punkt nach Hause. Enttäuschend. Die Parallele war zumindest teilweise vorhanden.

Auch gegen Frankfurt führte das Heynckes-Team blitzschnell 3:0 und fing dann nach und nach nur noch mit Hacke, Spitze und Fußgelenkslupfern zu agieren. Die Angst in mir kumulierte in dieser Minute und ich äußerte meinen Unmut über diese Spielweise. Was flugs Kritik einbrachte. “»Eure« Sorgen möchten die anderen 17 Mannschaften auch haben” und ‘zum kotzen’ bei einer dreizunull-Führung?! Etwas überzogen, die Ansprüche bei den Leverkusenern…“.

Tatsächlich war die Sorge völlig unberechtigt, aber Bayer-Fans sind gebrannte Kinder. Ob verspielte Führungen oder Meisterschaften, die Anhänger der Werkself sind immer aufs Schlimmste gefasst. Das Schlimmste kam nicht, statt dessen packte man in den Schlussminuten noch einen Treffer drauf.

Toll. Ein letztlich souveränder 4:0-Sieg. Tore von Kießling (Nummer 8 und Bestätigung seiner DFB-Nominierung), Reinartz (Hätte schon das 1:0 machen können, erstes Bundesliga-Tor und Krönchen auf der guten Leistung des Rolfes-Ersatz), Kroos (Der sich so weiter in den Blickpunkt der Bayern spielt) und Bender (Ebenfalls erstes Bundesliga-Tor nach Vorlage von Reinartz). Dann der Sieg gegen den Ex-Trainer, der nach dem Spiel eher so klang, als ob er als Co-Trainer bei Bayer anheuern wollte und schließlich der erste Sieg nach drei Remis in Folge.

Was folgt? Die Länderspielpause. Dann das Spiel gegen die Bayern. Die Bayern waren in den letzten Jahren immer Richtungsweiser für die Leverkusener. Fast immer wenn es gut lief, gab es dann einen Rückschlag gegen die Bayern und dann den Absturz. An einen Sieg gegen München (wenn man mal vom DFB-Pokal-Sieg absieht letzte Saison) kann ich mich gar nicht recht erinnern. Im Zweifelsfall machte Luca Toni den entscheidenden Treffer, seit er in München spielt.

Der wird aber wohl nicht auflaufen, denn angeblich zog der Italiener beleidigt Leine, nachdem er heute in der Halbzeit des Spiels gegen Schalke (1:1) ausgewechselt wurde. Ein anderer müsste meiner Meinung nach ebenfalls auf der Tribüne das Spiel verfolgen, denn Arjen Robben ließ sich heute zu einer Tätlichkeit hinreißen, kam aber mit Gelb davon. Dann noch das ominöse Philipp-Lahm-Interview mit der SZ, dass heute in der Halbzeitpause und nach dem Spiel noch niemand der Bayern-Verantwortlichen gelesen hatte. Wer weiß, vielleicht muss Lahm auch mal pausieren, schließlich drohte Uli Hoeneß dem Verteidiger bereits. “Dieses Interview wird er bereuen”, so der zukünftige Bayern-Präsident.

Ein angeschlagener Gegner ist immer gefährlich, erst Recht die Bayern. Mehr Spekulationen dann in knapp zwei Wochen.

Ach ja. Nur noch 7 Zu-Null-Spiele bis zum internationalen Wettbewerb.


Unser Partner:

online sportwetten und beste Quoten bei William Hill

7 comments » Write a comment

  1. Pingback: Rhein-Wupper-Express – Das Werkself Fanclub Blog » Blog Archive » Immer wieder Freitags…

  2. Hi Jens,

    diemal war die Sorge nicht angebracht. Wer es live in der VIP-Arena miterlebte, hatte keinen Augenblick das Gefühl, dass da etwas anbrennen könnte. Das war wie Vater gegen Sohn. Oder wie U17-Spieler gegen Nationalspielerin;-))

  3. By the way: Was wäre eigentlich passiert, wenn Luca Toni zur Doping-Kontrolle ausgelost worden wäre und bereits wütend daheim auf der Ledercouch gesessen hätte? Schon seltsam, solch ein Versäumnis beim Rekordmeister mit seinen über 500 Angestellten. Passt da keiner auf die Jungs auf?

  4. Das wär mal echt ein dickes Ding gewesen. Ich habe nochmal nachgelesen. Die Beauftragten öffnen erst 15 Minuten vor Spielende die Umschläge mit den Ausgelosten… da war Herr Toni schon auf dem Weg in die Heimat.

  5. Na ja, Hauptsache, sie haben Leute genug, Interviews zu zensieren. Es sei denn, sie liegen nicht vor….lol

  6. Pingback: 13. Spieltag: Inspiriert | Meine Saison mit dem SVW

Leave a Reply

Required fields are marked *.


You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>