That’s the deal

So war der Deal. Der junge Mann kommt nach Leverkusen. Bleibt 1,5 Jahre und kehrt dann, mit Spielpraxis, Selbstvertrauen und ein paar Toren und Assists im Gepäck als fertiger”er” Spieler wieder heim. Da darf sich dann keiner beschweren, wenn es soweit ist.

So geschehen im Fall Toni Kroos. Der Wunderspieler, das Talent überhaupt in Deutschland, ein neuer 10er für die Nationalelf. Es blitzte auf, dieses Talent, dass irgendwo unter der Oberfläche schlummerte, damals bei den Bayern. Aber – und das war das Glück der Leverkusener. Nur äußerst selten. Sehr selten. Zudem zog der damalige Trainer andere Spieler vor. Also nörgelte Kroos lange herum. Der Senior-Kroos auch und dann zur Überraschung aller, wechselte er im Winter 2008/2009 auf Leihbasis nach Leverkusen.

Unter Labbadia spielte er die Rückrunde nahezu keine Rolle. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass dem Trainer das Fingerspitzengefühl mit den jungen Dingern Spielern fehlt. Dann kam Heynckes. Der, der schon Lukas Podolski zu kurzfristigen Höhenflügen bei den Bayern verholf. Der Mentor, der alte Trainerfuchs, der mit Reife und Gelassenheit den Nachwuchsakteuren auf die Sprünge half.

Heynckes redete oft und viel mit und über Kroos, doch auch den ersten Teil der Hinrunde verschlief er. Vor ihm im Kader waren Leute, wie Tranquillo Barnetta und Renato Augusto. Spieler, die in der Bundesliga schon so etwas wie Reputation haben. Im Gegenteil zu Toni Kroos. Der saß in seinem Kämmerlein und wusste wohl nicht so recht, wie es weiter gehen sollte und dann kam er doch noch. Der Durchbruch.

Zu einem Zeitpunkt, als sämtliche Bayernoffizielle und -fans wohl froh waren, dass der junge Mann woanders sein Dasein fristete, entwickelt sich Kroos doch noch zum Stammspieler und Leistungsträger. Er schoss Tore aus allen Lagen, er bereitete Treffer vor und leistete sogar wertvolle Arbeit für die Defensive. Ein Spieler, wie er den Bayern noch fehlt.

Also war Kroos plötzlich wieder interessant. Ist ja ok. Euer Spieler. Aber geht gut mit ihm um. Schließlich ist er mehr als sensibel. Neulich musste er mal auf der Bank sitzen, da war er gleich erstaunt. Daran müsst ihr mit ihm arbeiten. Viel Erfolg und danke Toni Kroos für eine gute Zeit in Leverkusen.

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9 comments » Write a comment

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  2. Zwei Dinge:

    sämtliche Bayernoffizielle und -fans wohl froh waren, dass der junge Mann woanders sein Dasein fristete

    Nö.

    Und:

    Also war Kroos plötzlich wieder interessant

    Auch nö. Keiner, der sich ernsthaft für die Zukunft des FC Bayern interessierte, hatte Kroos vergessen. Der war sicher nicht plötzlich wieder interessant, sondern immer interessant, genau darum wurde er ja nicht verkauft, sondern ausgeliehen. Im Gegenteil: viele hätte ihn sogar lieber in München den Durchbruch erleben lassen, statt ihn auszuleihen. Jetzt ist Kroos halt den Weg gegangen, den vor ihm z.B. schon Lahm ging. Ich will für ihn und uns hoffen, dass er eine ähnlich gute Entwicklung nimmt. Am Talent sollte es nicht scheitern, eher an seiner Einstellung.

    Ansonsten: danke. Ich lese mal zwischen den Zeilen, dass du seinen Abgang bedauerst. So sollte es sein, das war der Deal.

    • “Keiner, der sich ernsthaft für die Zukunft des FC Bayern interessierte, hatte Kroos vergessen. Der war sicher nicht plötzlich wieder interessant, sondern immer interessant, genau darum wurde er ja nicht verkauft, sondern ausgeliehen.”

      Einerseits richtig, andererseits hatte ich schon das Gefühl, dass man ihn losgeworden war und man sich nicht um ihn kümmern musste. Interessant war er sicherlich immer…

      “Am Talent sollte es nicht scheitern, eher an seiner Einstellung.”

      Das sehe ich ähnlich, wie hoffentlich klar geworden ist.

      “Ich lese mal zwischen den Zeilen, dass du seinen Abgang bedauerst.”

      Richtig.

  3. (und dein Kommentarbeschreibungfeld “you may use these …” lügt wirklich. Geht irgendeins der HTML-Markups? EM tut’s nämlich auch nicht)

  4. Nach seinen starken Ansätzen beim FCB hatte man Kroos ganz sicher in München nicht gänzlich vergessen, auch wenn Ribery und Robben derart auftrumpfen konnte. Aber van Gaal ist wohl der entscheidende Trainer, der den Jungen die zentrale Position hinter den Spitzen wirklich zutraut… wäre es nicht so und bliebe Ribery, sähe es für Kroos auch in München wieder schlechter aus…

    • Wie Stefan ja auch sagt, will vG ihn hinter den Spitzen ausprobieren. Er hat ja auch diese Spielzeit viel ausprobiert, ehe er zum alten System zurückkehrte und ein bisschen Ruhe reinbrachte.

      Ich bin immer noch ein bisserl skeptisch, ob vG der richtige Trainer für ihn ist, bzw. ja ist er, aber kann Kroos auch mit ihm umgehen?

  5. Ich hab auch schon gehört, das van Gaal Kroos als Zehner will. Das will ich sehen. Wenn immer er in Leverkusen hinter den Spitzen spielte, war er total überfordert mit dem Platz und den Möglichkeiten. Auf den bzw. Über die Außen ist er viel besser.

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