Aufatmen

Ich muss gestehen, dass ich gerade 5 Minuten des letzten Leverkusen-Spiels gesehen hatte und dachte: “Typisch!”. Die Werkself hatte einen absolut unnötigen Treffer gegen Mönchengladbach kassiert und bestätigte zunächst einmal die Tendenz der letzten Wochen. Etwas phlegmatisch und dem Gegner Tore offerierend. Ich hatte schon überlegt einen Abgesang auf die Leverkusener Mannschaft in der Bundesliga zu verfassen, doch es kam doch noch anders.

Denn Bayer fand innerhalb kürzester Zeit ins Match zurück. Michal Kadlec erzielte mit einem strammen Schuss in den Winkel den Ausgleich. Ausgerechnet. Oder so. Ich hätte mich vermutlich über den Treffer eines anderen Spielers mehr gefreut, aber was solls. Kadlec hatte zuletzt äußerst fragwürdige Leistungen gezeigt und ich hätte mich über die Chance von Hosogai auf der LV-Position gefreut, aber die Trainer sahen dies anders. Und so absolvierte Kadlec sogar ein ordentliches Spiel, auch weil Gladbach in der Offensive so gut wie gar nicht stattfand. Und Hosogai muss wohl wieder einige Wochen auf die nächste Chance warten. Auch irgendwie schade.

Weniger schade war, dass die Werkself ein packendes Spiel lieferte, mit guten Offensivaktionen und einer soliden Abwehrarbeit. Wenig glamourös war die Chancenverwertung. Während Gladbach genau ein Tor aus einer Chance machte, verdaddelten Schürrle, Kießling, Wollscheid und Castro (um nur einige zu nennen) Chancen im Minutentakt. Schürrle verschoss gar einen Elfmeter. Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß. Genug der Phrasen, denn Schürrle darf gegen Augsburg trotzdem wieder ran, wie Hyypiä heute bestätigte und man kann eigentlich nur davon ausgehen, dass der ehemalige Mainzer eines Tages das Spiel der Spiele im Leverkusener Trikot macht. Lange kann es einfach nicht mehr dauern, ehe sein Leistungsvermögen aus ihm herausbricht.

Das Spiel macht Mut für die nächsten Aufgaben. Sollte man in Augsburg allerdings nicht gewinnen, so dürfte das Eis schon langsam dünn werden für die doppelte Trainerspitze. Was ich schade finde, denn taktisch zeigt die Mannschaft die unterschiedlichsten, sehr variablen Einsätze, nur am Können und Wollen scheitert es noch.

Wer sich mit mir und Bayer in Bild und Ton auseinandersetzen möchte, dem sei das Fokus Fussball Fernsehen empfohlen bzw. der Blogspot360 vom Sportradio360. In beiden Sendungen hatte ich viel zu viel Redezeit und musste viel zu viel Unfug erzählen.

 

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2 thoughts on “Aufatmen

  1. Am Wollen hat es dieses Mal nicht gelegen, dass man nur einen statt der (eigentlich verdienten) drei Punkte eingefahren hat. Ich habe die Werkself schon lange nicht mehr so einsatz- und spielfreudig gesehen.

    Bedenklich stimmt mich lediglich, dass man sich im Sturm ausschließlich auf Kießling zu verlassen scheint, der sich zwar regelmäßig seine Fleißkärtchen verdient und abholt aber nicht unbedingt ein Knipser vor dem Herrn ist. Junior Fernandes (saß gegen Gladbach noch nicht mal auf der Bank) traut man trotz stattlicher Ablösesumme anscheinend nicht zu, entscheidend weiterhelfen zu können. Und ansonsten hat man ja großzügig darauf verzichtet, einen treffsicheren Stürmer zu verpflichten, stattdessen aber noch das größte Sturmtalent im Verein abgegeben. Für mich unverständlich, gerade auch im Hinblick auf eine lange Saison inkl. Doppel- und Dreifachbelastung.

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