Die Dopingproblematik im Fußball

Da ja das Thema langsam ins Rollen kommt, möchte ich noch ein paar Gedanken zum Thema loswerden. Theoretisch können wir von vier verschiedenen Fällen in Bezug auf Doping im Fußball ausgehen.

1. Es gibt systematisches Doping.
2. Es gibt vereinzeltes Doping.
3. Es gibt versehentliches/unabsichtliches Doping.
4. Es gibt kein Doping.

Fall Eins blitzte in den Medien immer wieder einmal auf, wie zum Beispiel die Captagon-Geschichte um Peter Neururer in Essen bzw. Schalke. Ebenfalls in den Blickpunkt geraten waren die italienischen Vereine in Zusammenhang mit dem Lou-Gehrig-Syndrom, sowie diverse spanische Spieler in Zusammenhang mit der Operation Puerto.

Keine dieser Geschichten kann bis heute definitiv geklärt werden. Vereine und Verbände würden auch den Teufel tun, dies zu beschleunigen. Weitere hundertprozentige Hinweise auf systematisches Doping gibt es nicht. Die Frage ist, wie wahrscheinlich so ein Betrug im großen Stil ist. Dogfood von Allesaussersport argumentiert, dass aufgrund der großen Anzahl an Spielern in Europa und der hohen Fluktuation in den Vereinen ein systematisches Dopen eher unwahrscheinlich ist. Er meint, dass dies eher in kleinen abgeschlossenen Systemen funktioniert, wie bei Spitzenmannschaften und Nationalmannschaften. Dazu fallen mir die Verdachtsfälle gegen Gus Hiddinks Mannschaften ein. Sowohl Südkorea, als auch Russland gerieten bei der WM 2002 bzw. EM 2008 ins Schussfeld der Medien. Zu dieser Theorie passt, dass die Dopingaffären, die bekannt wurden, speziell im Radsport, in der Leichtathletik, im Schwimmsport und im Wintersport, vorwiegend in diesen abgeschlossenen Teamverbänden passierten.

Was spricht für ein systematisches Doping im noch größeren Stil? Fußball ist ein Teamsport, wo die Leistung eines Einzelnen zum Gesamtergebnis beiträgt. Augenscheinlich können keine Weltrekorde und keine Alleinfahrten à la Floyd Landis erreicht werden. Damit sinkt in der Öffentlichkeit und in den Medien generell die Bereitschaft außergewöhnliche Leistungen anzuzweifeln. Noch schreit niemand oder nur wenige nach noch mehr Dopingtests, die bisher nur im kleinen Rahmen durchgeführt wurden. Ist ja auch schließlich ziemlich teuer, bspws. auf EPO zu testen. Also warum nicht das Risiko eingehen und famose Ausdauerleistungen erreichen? Dann wäre die Bundesliga wieder international konkurrenzfähig. Und wem fällt schon auf, wenn die Spieler statt acht Kilometern, 14 im Spiel zurücklegen? Dies ist natürlich nur überspitzt formuliert.

Fall Zwei und Drei fallen für mich in die gleiche Kategorie. Es ist davon auszugehen, dass es sowohl vereinzeltes Doping, als auch unabsichtliches Doping gibt. Teils lässt sich auch nicht erkennen, ob eine Absicht vorlag, oder nicht. Für den Verband sind dies Glücksfälle, denn wie auch schon Enno von Welt Hertha Linke erklärt, kann man ein Exempel an solchen Spielern statuieren und der Allgemeinheit klar machen, wie toll das Kontrollnetz funktioniert.

Über den vierten Fall brauchen wir uns gar nicht zu unterhalten, denn schließlich gibt es bereits Dopingfälle im Fußball.

Zum Abschluss möchte ich nochmal auf den Einfluss der Politik zu sprechen kommen. Jüngst gab es den Fall Florian Busch im Eishockey, einer Sportart, die sicherlich nicht halb so populär ist, wie Fußball, aber trotzdem die Hallen des Landes füllt. Verkürzt stellte sich der Fall so dar: Busch erschien bei einer Dopingprobe nicht, Verband nominierte Spieler trotzdem für WM, Sportausschuss kürzte Fördergelder massiv.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Politik, die wir ja alle machen, einen durchaus sinnvollen Einfluss auf den Sport haben kann. Vielleicht sollte das Innenministerium samt Sportausschuss weiter an der Verteilung der Gelder regulieren und zum Beispiel die Nutzung von Geldern für Dopingproben vorschreiben. Es gibt sicherlich noch mehr Möglichkeiten gegen Doping vorzugehen. Medien und eingeschränkt die Politik sind die besten Wege den Sport betrugsfrei zu gestalten.

Weitere Links:
Doping-Dossier
Taktikbesprechung

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