Die Hoffnung stirbt zuletzt

Mit der Partie Bayer Leverkusen gegen den FC St.Pauli endet heute der 29.Spieltag der Bundesliga-Saison 2010/11. Es könnte eine der besten Spielzeiten der Werkself werden. Die Rekordpunktzahl von 73 Punkten aus der Spielzeit 1999/00 sind rein rechnerisch noch machbar und damit nährt sich die Hoffnung der Bayer-Fans, dass nicht nur die Champions League erreicht wird, sondern vielleicht doch das unmögliche wahr gemacht wird. Die deutsche Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga.

Schon unter der Woche machte ein Text die Runde
, in der man den umgekehrten Fall der Saison 2001/2002 durchspielte. Damals lag Bayer wochenlang an der Spitze der Tabelle, spielte Zauberfußball, verpasste aber die Big Points und wurde am Ende doch nur Zweiter. Der BVB erinnert in diesen Tagen ein wenig an Leverkusen von damals. Traumfußball, wochenlang die Nummer 1, aber der Punktevorsprung schmilzt, weil man seine Chancen nicht nutzt.

Zurück zum Bayer-Fan, der mit Skepsis, aber auch tiefster Hoffnung die letzten sechs Spiele verfolgen wird. Mit vermeintlich leichten Gegnern wie St.Pauli heute oder den immer wieder postulierten Schicksalsspielen gegen den FC Bayern nächste Woche. Tief in der Seele des Fans schlummert das Verlangen nach einer Meisterschaft. Er wünscht sich, dass auch den anderen so ein Missgeschick wie der Werkself damals wiederfährt. Bayer möge doch bitte Killerinstinkt zeigen und einfach alle Spiele bis zum Saisonende gewinnen. Und der BVB wird dann schon patzen.

Der Bayer-Fan hat aber immer auch den Fallschirm dabei. Nach Außen kehrt er den coolen, lässigen Fan heraus. Nach dem Motto: Wir können schon froh sein, wenn wir überhaupt die Champions League-Quali schaffen. Normalerweise überholen uns doch die anderen. Und Bayern muss man immer auf der Rechnung haben. Aber was ist schon normal….

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