Europa-League-Gegner

Nach dem holprigen, aber doch relativ sicheren 3:1 gestern gegen Tavrija Simferopol, stand heute die Auslosung für die Gruppenphase der UEFA Europa-League an. Leverkusen erwischte Gruppe B mit dem Titelverteidiger, einem Champions League-Kandidaten und einer großen Unbekannten. Insgesamt ein anspruchsvolles Programm für die Werkself.

Atletico Madrid
Website: http://www.clubatleticodemadrid.com/
Einschätzung: Ausgerechnet der Titelverteidiger dürfte der ein oder andere Bayer-Anhänger gedacht haben. Auf der anderen Seite bringt der spanische Club eine Menge Klasse und Prestige mit, so dass sich Leverkusen mit zwei starken Spielen auf internationaler Bühne empfehlen kann. Und wer den Anspruch auf die Königsklasse hat, der muss auch gegen Atletico bestehen. Der Hauptstadt-Club siegte letzte Spielzeit in der Euro-League, kam ins spanische Pokalfinale, wurde in der Liga nur Neunter. Atletico, sieht Bayer als größten Konkurrenten, laut Website, ist aber auch Bange vor der Kälte des Nordens – sprich Trondheim.
Trainer: Quique Sachez Flores
Schlüsselspieler: Diego Forlan
Termine: 30.09.2010 – 21:05 Uhr – Auswärts / 16.12.2010 – 19:00 Uhr – Heim

Rosenborg Trondheim
Website: http://www.rbk.no
Einschätzung: Rosenborg blieb dieser Woche die Königsklasse verwehrt. Gegen Kopenhagen zog das Team von Trainer Nils Arne Eggen den Kürzeren. Somit bleibt für den norwegischen Verein “nur” die Europa-League und dass obwohl man sich in den letzten Jahren einen Ruf als Favoritenschreck erworben hatte mit Siegen gegen Real Madrid oder den AC Milan. Die norwegische Liga befindet sich übrigens kurz vor dem Abschluss. Nach 21 von 30 Spieltagen liegt Trondheim auf Rang 1 der Tabelle. Als Gegner sind die Skandinavier keinesfalls zu unterschätzen – lediglich die fortgeschrittene Saison von Rosenborg könnte für Leverkusen ein Vorteil sein.
Trainer: Nils Arne Eggen
Schlüsselspieler: Steffen Iversen
Termine: 16.09.2010 – 19:00 Uhr – Heim / 01.12.2010 – 21:05 Uhr – Auswärts

Aris Thessaloniki
Website: http://www.arisfc.gr/
Einschätzung: Der vermeintlich leichteste Gegner in der Gruppe B. Aris verdiente sich Meriten in der heimischen Liga mit drei Meisterschaften (die jedoch weit zurückliegen – 1928, 1932, 1946), kam jedoch international nie über die zweite Runde des UEFA-Cups hinaus. Bekannteste Personalie der Griechen ist der Trainer Hector Cuper, der mit dem FC Valencia immerhin schon bis das Champions League Finale kam. Acht geben müssen die Leverkusener bestimmt auch auf den Spieler “Dies ist besonders Freddie”. Schaltet man die Google-Übersetzung Griechisch-Deutsch ein, wird Michel Garbini Pereira so übersetzt.

Trainer: Hector Cuper
Schlüsselspieler: ??
Termine: 21.10.2010 – 21:05 Uhr – Auswärts / 04.11.2010 – 19:00 Uhr – Heim

Mann des Tages

Er hätte es werden können. Mann des Tages. Ich spreche nicht von Arturo Vidal oder dem allgegenwärtigen Michael Ballack. Nein. Es geht um ein Nachwuchstalent, dass in Leverkusen bisher noch nicht so richtig Fuß fasste. Einen Stürmer, der bei der Präsenz eines Stefan Kießlings, Eren Derdiyoks oder Patrick Helmes einfach nicht zum Zuge kam. So musste er wohl oder übel, und natürlich nur um Spielpraxis zu gewinnen, den Verein verlassen. Leihgeschäft. Wie es in Leverkusen üblich ist. Da wird kein Talent verschenkt. Man hat in der Chefetage dazu gelernt.

Also hätte dieser Stürmer nun Mann des Tages werden können. Beim Kicker. Mann des Tages ist vielleicht nicht ganz korrekt. Mann des Spieltags würde es besser beschreiben. Der Kicker wählt also – wie, wird nie jemand erfahren – einen Spieler aus, der dann die virtuelle Auszeichnung erfährt. Das war am ersten Spieltag Ruud van Nistelrooy. Zwei Tore hat der alte Mann aus den Niederlanden geschossen und der Kicker wollte ihm wohl so etwas wie Gnadenbrot zukommen lassen. Nein, seien wir ehrlich. Er hat es verdient.

Aber der Stürmer, der Leverkusen im Januar dieses Jahres verließ, hätte es auch verdient gehabt. Richard Sukuta-Pasu, U21-Nationalspieler und hoffnungsvolles Nachwuchstalent, wechselte im Winter zu St.Pauli und sollte sich dort erste Meriten verdienen. Bisher hatte das nur so-la-la funktioniert, doch am ersten Spieltag der neuen Saison, zeigte Sukuta-Pasu sein ganzes Potenzial. In der 80.Minute kam er ins Spiel. Ganze 13 Minuten brauchte er um das ganze Match zu drehen, denn St. Pauli lag zu diesem Zeitpunkt noch zurück. Erst bereitete er das 1:1 gegen den SC Freiburg vor, dann schoss er den insgeheimen Siegtreffer für den Aufsteiger und dann legte er noch ein weiteres Tor auf.

Der Kicker, der normalerweise nur Spieler bewertet, die grob 30 Minuten im Match sind, ließ sich nicht lumpen und verlieh Sukuta-Pasu die Note 1. Wenn schon nicht Mann des Tages, dann wenigstens das. Who cares, wird sich der junge Mann denken – viel wichtiger wird für ihn sein, sich in der Bundesliga zu etablieren und vielleicht eines Tages einen Stammplatz zu haben – Fakt ist, dass der Mann sich entwickelt. Das hört man gerne aus Leverkusener Sicht.

Borussia Dortmund, Teil 5

In Dortmund zu gewinnen ist keine Leichtigkeit. Das Westfalen-Stadion, bzw. der Signal-Iduna-Park ist immer eine schwer einzunehmende Festung. Wer hier gewinnt, der hat meist mehr als nur einen guten Tag. Und so war es auch heute bei Bayer Leverkusen. Zum Saisonauftakt der Spielzeit 2010/2011 gewinnt die Werkself 2:0 gegen den BVB. In Dortmund.

Ein Gefühl, dass nun schon eine ganze Weile zurück liegt. Ein Sieg im ersten Spiel der Saison und ein Sieg gegen Dortmund. Das Blog, wie auch schon im Vorlauf zum Spiel gegen den BVB beschrieben, hat das noch nie erlebt. Vermutlich haben auch die wenigsten Fans damit gerechnet. Zwar gab es einen generellen Optimismus bzgl. der Stärke des Kaders – die letzten Partein haben jedoch auch Schwächen offenbart. Da kann man auch gegen Dortmund verlieren.

Bayer legte aber von Beginn an ein flottes Tempo vor. Das Heynckes-Team drückte und erzielte nach einer hervorragenden Vorarbeit von Vidal und Castro das 1:0 durch Barnetta. Der BVB war in dieser Phase des Spiels wenig zwingend, ohne die nötige Präsenz im Zweikampf und zu oft den entscheidenden Schritt zu spät. Nach dem 1:0 wollte Klopps Mannschaft direkt zurückschlagen und kam auch zum vermeintlichen 1:1.

Ein 1:1, dass jedoch aberkannt wurde. Kehl stand unter wohlwollender Betrachtung diverser Zeitlupen Millimeter im Abseits. Adler fackelte nicht lange, führte den Freistoß aus und über Renato Augusto, Derdiyok und wieder Renato Augusto landete der Ball im Tor von Roman Weidenfeller, der sich verwundert die Augen rieb. Wieder war der BVB zu weit vom Ball weg und schaute nur zu, wie Leverkusen kombinierte. Etwas glücklich das 2:0, aber verdient.

In der Folgezeit spielte Bayer seinen Stiefel runter und lediglich zu Beginn von Hälfte 2 baute Dortmund noch mal etwas Druck auf. Leverkusen dagegen lauerte zunächst auf Konter, stellte aber irgendwann jegliche Kombination in Richtung Dortmunder Gehäuse ein. Eine Veränderung des Ergebnis wäre für alle Zuschauer eine Überraschung gewesen.

Die erste Überraschung gab es jedoch bereits vor dem Match. Was wohl niemand geglaubt hätte – Heynckes zog aus den letzten Spielen Lehren für die Aufstellung und degradierte Ersatzkapitän Friedrich zum Bankdrücker. So spielten Hyypiä und Reinartz in der Innenverteidigung und beide lösten ihre Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit. Speziell Hyypiä spielte wieder so, wie zu Beginn der letzten Spielzeit.

Weiterhin ließ Heynckes von Beginn an Ballack (für Bender), Barnetta (für Sam) und Derdiyok (für Helmes) auflaufen. Ballack spielte unauffällig ist aber dennoch ein enormer Gewinn für den Kader, denn alleine seine Präsenz auf dem Platz schüchterte den ein oder anderen Gegenspieler ein. Neben ihm agierte Vidal in Weltklassemanier und schaltete sich immer wieder in die Angriffe des Teams ein. Ballack sicherte dann ab und leisteten sich insgesamt einen Patzer. Vidal dagegen ohne Fehl und Tadel, mit Biss, Balleroberungen und dem klugen Pass für den Mitspieler. Oft aber auch nahe an der Verwarnung.

Barnetta ebenfalls mit einem guten Match, dass er mit dem Treffer zum 1:0 krönte. Derdiyok rackerte, hielt Bälle, wirkte aber ebenso wie sein Partner Kießling glücklos. Insgesamt wurden die Spitzen zu wenig mit einbezogen und bekamen kaum Futter. Wennn das offensive Mittelfeld mit Augusto und Barnetta aber selber so torgefährlich ist, wird das niemanden stören.

Sonst fiel noch Rene Adler auf, der einen guten Tag erwischte und zwei bis drei brenzlige Situationen entschärfte und das 2:0 vorbereitete. Die Außenverteidigung hatten ebenfalls ihre Szenen, aber vor allem in der Defensive. Kadlec solide, aber ohne Ansätze nach vorne, Castro dafür mit mehr Aktionen in der Offensive. Spieler des Spiels dürfte für die Meisten Renato Augusto sein, der sich immer wieder mit Ideen in das Angriffsspiel einbrachte und selber zum 2:0 traf. Es könnte seine Saison werden.

Mit dem BVB hat man einen Gegner geschlagen, der als direkter Konkurrent um Champions League und Europa League gelten muss. In der vergangenen Spielzeit hat man gegen direkte Konkurrenten entweder verloren oder unnötig Punkte liegen lassen. Gerne auch mal nach einer 2:0-Führung, wenn wir uns an das Schalke-Spiel erinnern. So muss dieses Spiel auch als positive Evolution im Kader betrachtet werden.

Live: Borussia Dortmund – Bayer Leverkusen

Borussia Dortmund – Bayer Leverkusen 0:2 (0:2)
Dortmund: Weidenfeller – Owomoyela (77. Rangelov), Subotic, Hummels, Schmelzer – Kehl (63. Lewandowski), Sahin – K. Großkreutz (67. Pisczek), Kagawa, M. Götze – Barrios.
Leverkusen: Adler – Castro, Reinartz, Hyypiä, Kadlec – Ballack, Vidal (88. Balitsch) – Renato Augusto (81. Schwaab), Barnetta (75. L.Bender) – Kießling, Derdiyok.
Tore: 0:1 Barnetta (19.), 0:2 Renato Augusto (22.)

[Spielende] Verdienter Erfolg für Leverkusen. Aufgrund der starken Anfangsphase mit zwei Treffern sichert sich Leverkusen drei Punkte in Dortmund. Der BVB mit wenigen guten Möglichkeiten und in der letzten halben Stunde ohne zwingende Chancen.

Ein Fazit liefer ich bis spätestens Montag Mittag nach.

[’88] Derdiyok zu aller Überraschung plötzlich alleine vor Weidenfeller, jedoch nickt er den Ball am Tor vorbei. Das hätte das 3:0 sein können. Vidal – einer der besten Leverkusener muss nun vom Platz und Balitsch kommt.

[’84] Ball um Ball kommt an den Strafraumrand, aber die Leverkusener Defensive räumt alles weg. Im Anschluss ein Konter über Castro, der Kießling schickt. Kießling setzt sich durch, spielt aber einen hundsmiserablen Pass auf Derdiyok.

[’80] Schmelzer aus der Distanz und Adler mit der Parade. Sicheres Spiel von ihm. Schwaab kommt jetzt für Renato Augusto, der zunehmend müder wurde.

[’77] Rangelov dann noch für Owomoyela. Klopp probierts mit mehr Offensivkraft auf dem Platz.

[’75] Überraschend kommt Lars Bender für Barnetta und nicht für Ballack. Der Schweizer mit einer guten Leistung und dem Tor zum 0:1.

[’70] Das Spiel plätschert nun so vor sich hin. Der BVB, der eigentlich agieren müsste bekommt wenig zu Stande und Bayer muss einfach nicht.

[’67] Piszek nun für Großkreutz beim BVB. Keine Wechsel bisher bei Bayer.

[’63] Lewandowski kommt auf den Platz für den blassen Kehl.

[’61] Kießling setzt sich auf der rechten Seite durch, gibt flach herein und Derdiyoks Schuss kann gerade noch abgeblockt werden. Renato bekommt den Abpraller schießt aber über das Tor.

[’57] Hyypiä legt Kagawa der dankbar das Bein des Finnen nutzt, um einen Freistoß am Strafraumrand rauszuholen. Den anschließenden Freistoß von Sahin fischt Adler aus dem Eck. Jetzt eine Druckphase der Dortmunder. Adler und die Vordermannschaft aber noch sicher stehend.

[’55] Das Spiel weiß nicht, welche Richtung es einschlagen soll. Bayer jetzt aktiver als am Ende der ersten Hälfte, jedoch der BVB weiterhin die bestimmende Mannschaft ohne Gefahr auszustrahlen.

[’48] Ballack verliert an der Mittellinie den Ball und Barrios gegen zwei Leverkusener mit dem Schuss über den Kasten.

[’46] Anpfiff. Keine Änderungen.

[Halbzeit] Die Werkself mit einem starken Beginn. Der BVB eher mit vereinzelten Angriffen – das erste Tor dann mit Ansage, während das zweite vielleicht etwas glücklich nach dem vermeintlichen Ausgleich fiel. Ob es nun Abseits oder nicht war, lässt sich nicht eindeutig klären. Wenn es mit Kameras nicht eindeutig einzuordnen ist, was soll der Schiedsrichter dann machen? Nach dem 2:0 dann Leverkusen in der Rückwärtsbewegung und ab der Mittellinie wartend. Der BVB hatte zwei, drei ordentliche Möglichkeiten, die aber schlampig ausgespielt wurden – Bayer zum Schluss dann mit vereinzelten Kontern. Die Defensive bei Bayer steht ordentlich – das defensive Mittelfeld um Ballack und Vidal macht einen guten Job. Speziell Vidal geht auch immer wieder mit nach vorne und wird dann durch Ballack abgesichert. Ballack sehr unauffällig, dafür aber auf dem Platz und das ist auch wohl ein Zeichen für die Mitspieler. Das offensive Mittelfeld immer wieder mit Kreativmomenten, der Sturm jedoch noch unsichtbar.

Zahlen zum Spiel. Ballbesitz 59 – 41 % pro BVB. Torschüsse 8 – 7 pro Bayer. 55 – 45 % pro Bayer. Erfolgreiche Pässe 84 – 75 % pro BVB.

[’42] Leverkusen lauert jetzt auf Konter. Der BVB mit wesentlich mehr Ballbesitz, jedoch inzwischen ohne großen Druck auf die Bayer-Defensive.

[’35] Ärger bei den Bayer-Verantwortlichen. Konter über Renato Augusto. Drei Leverkusener gegen nur noch zwei Dortmunder und der Brasilianer legt sich den Ball zu weit vor. Szenen über die man sich am Ende des Spiels noch mal ärgern könnte.

[’31] Leverkusen gut organisiert, speziell was die Mitte des Platzes angeht. Über die Außen geht ab und an mal was für den BVB, der jetzt auf einen baldigen Anschlusstreffer drückt. Ballack bisher unauffällig, Kießling ebenso – sonst konzentrierte und engagierte Leistungen der Bayer-Kicker.

[’25] Genau an dieser Stelle kann sich Leverkusen beweisen, ob sich gegenüber der letzten Saison etwas verändert hat. In der abgelaufenen Spielzeit wurden gerade diese Spiele verloren oder nach sicheren Führungen wurde noch wichtige Punkte verspielt.

[’22] Der Gegenzug. Gerade hätte es noch 1:1 stehen und dann macht Renato aus dem Getümmel das 2:0 vom Strafraumrand.

[’22] Tor aus der Abseitsposition für den BVB. Nicht klar ersichtlich, ob es Abseits war!

[’19] Castro und Vidal auf der rechten Seite im Doppelpass, Vidal dringt in den Strafraum ein und passt auf Barnetta, der Weidenfeller keine Chance lässt.

[’18] Vidal und Kagawa werden keine Freunde mehr. Mehrere bissig geführte Zweikämpfe und jetzt ein nachwischen vom Chilenen, dass den Referee beide nochmal zusammen holen lässt.

[’15] Derdiyok holt sich den Ball im Mittelfeld und spielt seine Schnelligkeit aus, lässt zwei Dortmunder steht, zieht ab, der Ball wird leicht abgefälscht und der Ball landet nur am Innenpfosten.

[’10] Erste gute Chance für Kagawa. Da war die Leverkusener Abwehr kurz unorganisiert – die Vorlage für Kagawa kam aber wohl aus dem Abseits und Rene Adler rettet im Eins-gegen-Eins.

[‘5] Leverkusen weiter spielbestimmend. Der BVB oft mit der Grätsche als letztem Mittel. Erste Ecke jetzt für Bayer.

[‘2] Zu den Leverkusener Personalien. Hyypiä in der IV für Friedrich gegenüber dem Europapokal auf dem Platz. Castro für Schwaab. Barnetta für Sam und Derdiyok für Helmes. Da hat sich doch einiges in der Aufstellung der Werkself getan, teils leistungsbedingt, teils durch Verletzungen. Leverkusen im Moment am Drücker.

[‘1] Anpfiff. Der BVB stößt an.

[17:31] Hyypiä führt die Leverkusener als Kapitän auf den Platz.

[17:29] Heynckes setzt tatsächlich in der Verteidigung Hyypiä und Reinartz ein und im defensiven Mittelfeld Ballack. Damit muss Friedrich, der als Ersatzkapiätn gesetzt schien, auf der Bank schmoren!

In wenigen Momenten gehts los. Komme gerade erst heim!

In eigener Sache

Wie schon in der BVB-Vorschau erwähnt, existiert dieses Blog nun schon über zwei Jahre. Etwas womit ich niemals gerechnet hätte. Und ich habe immer noch eine Menge Freude hier. Es bestehen ungeahnte Möglichkeiten in so einem Blog. Man kann sich ausprobieren mit Texten, Grafiken, Illustrationen und Videos. Ohne enges Korsett. Ohne Redaktion. Ohne Geldgeber. Großartig.

Die Zukunft soll nicht anders aussehen in diesem Blog, aber mein Aktionsradius wird sich demnächst vergrößern. So werde ich einmal wöchentlich bei Spox bloggen. In den nächsten Wochen werde ich für die UEFA-Champions-League-Tour und deren Sponsor Unicredit videobloggen, bei Facebook und Twitter aktiv sein und Mitte September eine Woche in München weilen und dort mit diversen Leuten Programm machen. Figo zum Beispiel oder vielleicht auch Calli und Waldi. Man darf gespannt sein. Ich bin es auf jeden Fall. Es wird eine Menge zu gewinnen geben – mein Ziel wird es auch sein, möglichst viel Leute auf die Seite zu ziehen. Kommerziell halt. Trotzdem wird das videobloggen ganz unabhängig laufen und ein großer Spaß!

Ich wollte nur allen danken, die hier immer wieder reinschauen, sich freuen, kritisch sind, mir mailen, Zuspruch verteilen und mich im Großen und Ganzen immer wieder motivieren.

PS: Der erste Spox-Artikel!

Kein gutes Pflaster

In der nun zweijährigen Geschichte dieses Blogs ist weder Borussia Dortmund ein Grund für fröhliche Anekdoten, noch der Saisonauftakt in eine neue Bundesliga-Saison. Vor zwei Jahren war dies sogar doppelt gemoppelt negativ. Borussia Dortmund zum Saisonauftakt und dann auch noch eine Niederlage. Wenn wir mal über die beschränkten Grenzen dieses Blogs hinwegblicken, dann liegt der letzte Sieg gegen Dortmund drei Jahre zurück, der letzte Auswärtssieg beim BVB gar vier Jahre. Den letzten Sieg zum Saisonauftakt gab es in der Spielzeit 2006/2007 gegen Alemannia Aachen. Die haben ja auch irgendwie gelbe Trikots.

Borussia Dortmund ist also der erste Gegner der Werkself und gleich ein harter Prüfstein. Der BVB hat, wie 6-7 andere Teams auch, mindestens Ambitionen in die Europa-League zu kommen, wenn nicht sogar in die Champions-League. Dortmund hatte bereits zwei Pflichtspiele – sowohl im DFB-Pokal bei Burghausen, als auch das Euro-League-Spiel gegen Agdam wurden sicher gewonnen und offenbarten eine gut sortierte und angriffsstarke Borussia mit einigen beachtenswerten Spielern. Soweit ich das beurteilen kann.

Bayer siegte in der Höhe ebenfalls überzeugend mit 11:1 gegen Pirmasens und 3:0 gegen Simferopol. Spielerisch war das oft klasse, allerdings gab es auch oft wenig zielführende Aktionen in Halbzeit 1 des DFB-Pokals und über weite Strecken des Euro-League-Spiels. Teilweise leisteten sich einzelne Akteure katastrophale Fehler, die nur nicht genutzt wurden. Die Abwehr hat auf jeden Fall noch stabilisierungsbedarf, das Mittelfeld steht gut und hat Alternativen, ebenso wie der Sturm, wo jetzt leider Patrick Helmes für 2-3 Wochen ausfällt.

Was auffällt ist der unglaublich breit besetzte Kader der Leverkusener, der für jede Position mindestens eine hochklassige Alternative bietet. Sollte es mal im Spiel nicht so laufen, dann hat Heynckes immer die Möglichkeit zu wechseln. Im DFB-Pokal traf beispielsweise auch Derdiyok zweifach trotz Jokereinsatz und gegen Simferopol kamen Ballack und Barnetta zur Halbzeit und sorgten gar für Verbesserungen auf dem Platz.

Was darf man gegen den BVB erwarten. Bestimmt kein vernichtendes Feuerwerk, sondern zwei abwartende Teams, die auf den Fehler des Gegners warten. Keine Mannschaft möchte mit einer Niederlage starten, zudem kennt man die Stärken des Kontrahenten. Beide Mannschaften gehen mit Selbstbewusstsein in die Partie und werden die sicherlich auch zur Schau tragen. Wer den ersten Treffer erzielt, dürfte auf einem guten Weg sein, sich die Punkte nicht mehr nehmen zu lassen.

Live: Bayer Leverkusen – SC Tavrija Simferopol

Bayer Leverkusen – Tavrija Simferopol 3:0 (1:0)
Leverkusen:Adler – Schwaab, Reinartz, M. Friedrich, Kadlec – Vidal, L. Bender (46. Ballack) – Sam (46. Barnetta), Renato Augusto – Kießling, Helmes (66. Derdiyok).
Simferopol: Postranskiy – Idahor , Monakhov, Markovic, Matyazh (71. Lutsenko) – Gumenuk, Kovpak, Ljubenovic, Shynder (46. Holaydo) – Galyuza, Leandro.
Tore: 1:0 Kadlec (1.), 2:0 Kadlec (84.), 3:0 Ballack (90+2.)

[20:27] Michael Ballack im Interview: “Hartes Stück Arbeit. Jeder muss auf seine Chance warten – ich auch. Macht Spaß mit den Jungs zu spielen.” Die Szene mit Vidal und Kadlec war wohl angeblich halb so wild. “Jeder wollte schießen.” Das wars von mir!

[Spielende] Vidal wollte wohl den Elfmeter schießen, da er auch im DFB-Pokal sicher verwandelt hatte. Kleiner Stimmungsnegativpunkt bei Bayer. Sonst ein zähes 3:0, dass so auf jeden Fall möglich war, Bayer sich jedoch nicht wirklich verdient hat. Dafür spielte man lange Zeit zu pomadig und wenig zielorientiert. Ballack mit gutem Einstand. Sicher, mit Ideen nach vorne und Torgefahr bei Standards. Perfekt für einen 6er und eine weitere Alternative beim Toreschießen. Kießling und Helmes eher mau heute. Mit Derdiyok wollte Heynckes definitiv für mehr Gefahr, wenigstens bei Standards sorgen, aber auch so der Schweizer beweglicher im Spiel. Mal sehen, wie die Sturmformation gegen den BVB aussieht. Mit dem 3:0 sollte Bayer wohl sicher in der Gruppenphase der Europa-League sein!

[’90+2] Ballack vom Punkt ohne Probleme.

[’90] Elfmeter ja – nein? Kießling fällt. Schiedsrichter sagt erst nein. Der Assistent sagt ja. Deshalb nun Elfmeter. Kadlec, Ballack und Vidal diskutieren aus, wer schießt.

[’87] Kießling nochmal mit einem Abseitstor. Gerade scheint es tatsächlich so, als ob Bayer noch nachlegen wollte.

[’84] Ecke – Tor. Kadlec mit seinem zweiten Treffer. Kopfball. Danke!

[’81] Idahor mit der Möglichkeit. Langer Ball auf die Offensivkraft, der den Ball dann neben das Tor lupft.

[’80] Gepflegte Langeweile in der BayArena.

[’74] Kießling jetzt teilweise sehr tief im Mittelfeld spielend. Verliert dann den Ball geht noch weiter in die Defensive, um dann beim Gegenangriff vorne zu fehlen. Da fehlt es manchmal an taktischer Koordination.

[’71] Matyazh raus, Lutsenko rein. Bayer sollte zumindest ein Tor noch schießen, sonst wird das eine knappe Kiste im Rückspiel.

[’66] Helmes muss nun raus. Derdiyok kommt rein. Heynckes will wohl mehr Kopfballchancen kreieren.

[’64] Man hat nicht das Gefühl, dass die Leverkusener in der Lage wären hier jetzt noch 2-3 Treffer zu machen. Die letzte Konsequenz fehlt. Leandro sieht derweil Gelb.

[’59] Die hätte Kießling letzte Saison reingemacht. Helmes aus halbrechter Position scharf herein gegeben und der Franke setzt den Ball über das Gehäuse von Simferopol.

[’56] Schwaab brennt ein wahres Offensivfeuerwerk auf der rechten Seite ab. Wieder setzt er sich im 1:1 gegen seinen Gegenspieler durch und kann dann nur noch durch ein Foul an der Strafraumgrenze gestoppt werden.

[’54] Risenmöglichkeit für Idahor. Versuchte Flanke von Simferopol, der Ball wird abgefälscht, Friedrich verschätzt sich komplett und Idahor steht völlig allein gelassen vor Adler. Statt den Ball aber im Tor unterzubringen, steht der Pfosten im Weg.

[’51] Eine Minute vergangen und Ballack setzt weiter nach. Distanzschuss auf den Torhüter – der Nachschuss geht rüber.

[’50] Was macht den Schwaab da? Ein Dribbling an der gegnerischen Torauslinie und er setzt sich durch, passt auf Ballack oder Helmes, im Nachsetzen erwischt Ballack den Ball nicht richtig und die Chance ist vertan, aber guter Angriff und tolle Leistung von Schwaab.

[’46] Ballack und Barnetta kommen rein. Sam und Bender bleiben draußen und die zweite Hälfte beginnt. Auch Simferopol bringt einen neuen Spieler. Holaydo für Shynder.

[Halbzeit] Thereotisch ein gern gesehener Gast, der da mit einer Dreierkette und einer Art Libero in die BayArena spielt. Theoretisch sieht das auch wirklich fein aus, was Bayer so spielt, allerdings vermisst der Zuschauer ab und an die Zielstrebigkeit und Eiseskälte in den Aktionen der Werkskicker. Simferopol lediglich mal bei Kontern gefährlich, selber aber auch oft schlampig im Spiel nach vorne.

[’45] Das da noch was passiert hätte wohl niemand gedacht. Bender legt am Strafraum auf Renato Augusto ab, der den Ball dann an die Latte zirkelt. Bender verletzt sich bei dieser Szene und sieht nicht wirklich fit aus.

[’38] Helmes mal mit einem Kopfball, mit dem dann Postranskiy auch noch Mühe hat. Gefährlich sah es trotzdem nicht aus.

[’35] Luft ist raus im Moment. Viele, viele technische Unzulänglichkeiten und Schlampereien in der Vorwärtsbewegung. Dafür in der Rückwärtsbewegung konzentriert und sicher.

[’26] Leverkusen weiterhin die bessere Mannschaft, allerdings gehen jetzt alle Akteure es etwas ruhiger an.

[’17] Fußballerisch ganz fein, was Leverkusen da so anbietet. Im Kurzpassspiel kombiniert man sich von der eigenen Hälfte in den gegnerischen Strafraum. Der entscheidende Pass auf Kießling kam dann etwas zu spät. Bayer besser. Simferopol lauert auf Konter.

[’13] Während der ukrainische Trainer im Profil gezeigt wird, spielt wohl Rene Adler Stefan Reinartz im Rücken an, der den Ball verliert und plötzlich sind zwei Spieler des Gegners auf dem Weg zum 1:1, allerdings bekommt Manuel Friedrich noch ein langes Bein dazwischen. Leichtfertig.

[‘8] Was auffällt ist die konsequente Nutzung des Raums, den Simferopol offen lässt. Renato Augusto, Sam und Bender beziehen immer wieder die Außenverteidger mit ein.

[‘4] Nun auch Simferopol mit der ersten Ecke, nachdem Bender in einer brenzligen Angelegenheit mal eingreifen musste. Dass die Ukrainer sich hier nicht abschlachten lassen wollen, zeigen sie deutlich.

[‘1] 52 Sekunden gespielt und Kadlec drischt den Ball in die Maschen des ukrainischen Tors. Reinartz war da auch noch irgendwie dran.

[‘1] 22 Sekunden gespielt und Bender holt die erste Ecke raus.

Im Leverkusener Rund noch gähnende Leeere. Ich bin auf die offiziellen Zuschauerzahlen gespannt.

Rolfes im Interview. Er ist wohl wieder soweit fit, allerdings fehlt noch die Wettkampfhärte.

Leverkusen ohne Castro und Hyypiä heute in der Defensive. Im Sturm Helmes dabei und im Mittelfeld Sam. Derdiyok und Barnetta, die Stammkräfte des letzten Jahres noch auf der Bank. Rudi Völler hat bereits engekündigt, dass Michael Ballack heute eingewechselt wird.

Ab 18:15 Uhr hier im Blog. Mehr Infos in der Stunde vor dem Spiel!