6,8 Prozent dopen

 

Die Wissenschaftler halten dagegen, dass 6,8 Prozent der Athleten die Frage “Haben sie jemals Dopingsubstanzen verwendet?” bejaht haben. Die Bereitschaft zum Konsum von Drogen, die nicht auf der Dopingliste stehen, ist noch zwei Prozentpunkte höher. “Offizielle Statistiken unterschätzen die tatsächliche Verbreitung des Dopings beträchtlich”, schlussfolgern die Forscher, die ihre Studie am Freitag öffentlich vorstellen werden.

[…] Alarmierend an der neuen Untersuchung ist das Durchschnittsalter der befragten Kadersportler: 16 Jahre. Anonym befragt wurden Kadersportler, die am Olympiastützpunkt Stuttgart trainieren und von der Abteilung Sportmedizin des Uniklinik Tübingen betreut werden. Zwei Drittel der Befragten betreiben Individualsportarten, ein Drittel Teamsportarten. Erfasst wurden 43 Sportarten, wobei Leichtathletik (rund 20 Prozent) sowie Fußball (Hervorhebung durch mich), Handball und Radsport (je etwa zehn Prozent) dominieren. (FR/Link folgend)

Eine interessante Studie zum Thema Doping haben Wissenschaftler der Universitäten Tübingen und Mainz durchgeführt. Jens Weinreich fasst es hier für das Deutschlandradio zusammen und hier für die FR.

Stats, Teil 5

Besser spät, als nie. Die Auswertung des 5.Spieltags. Größte Auffälligkeit. Ein Spieler, der auf der Sechser-Position spielt ist doch für Spieleröffnung und Balleroberung zuständig, oder? Arturo Vidal bekam in diesen Kategorien Spitzenwerte zugeordnet, wie man beispielsweise an der herausragenden Zweikampfbilanz mit 93 Prozent positiver Ausgänge sehen kann. Bei 15 Zweikämpfen! Fantastisch und auch die restlichen Werte sehen gut aus, trotzdem sind die Notengeber alles andere als gnädig, obwohl der Chilene doch nur seine Pflicht getan hat. Oder war das zu wenig? Ich habe das Spiel nicht gesehen. Vidal bekommt von der Bild eine 3, vom kicker gar eine 4, Sportal vergibt eine 4,5 und nur die Welt am Sonntag sagt, das war gut, du bekommst eine 2. Sportal erklärt:

Versetzte seine Kollegen in der ersten Hälfte mit einigen Fehlpässen in Angst und Schrecken (12., 21.). Dabei hatte er Glück, dass Martins und Hasebe keinen Nutzen aus diesen Fehlern zogen. Besser war er meist im Kampf Mann gegen Mann. Katastrophal allerdings der Abschluss beim vermeintlichen (0:4), womit er den Wolfsburgern erst die Aufholjagd ermöglichte.

Nackte Zahlen sind wohl nicht alles. Trotzdem hier die restlichen Werte. Als Notenprimus sticht Simon Rolfes heraus und auch Kießling bewegt sich im Einser-Bereich. Kießling hat nach fünf Spieltagen bei Bild, Sportal, kicker und WamS einen Notenschnitt von 1,97. Beeindruckend.

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Die schon angesprochene Zweikampfbilanz.

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Und die Ballberührungen. Hier ganz vorne mit dabei Gonzalo Castro und das obwohl er nur etwas mehr als 60 Minuten auf dem Platz war.

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Ruf und Realität

Der Ruf, der einem vorauseilt, entspricht oft gar nicht der Realität. Gab es in der Vergangenheit ein prägendes Ereignis, so wird dieses immer wieder mit dir in Verbindung gebracht. Mit ein Grund wohl, warum derzeit niemand groß über Bayer Leverkusen spricht. Die Werkself ist 2. in der Tabelle und so gut, wie noch nie gestartet. Fünf Spiele, vier Siege und noch keine Niederlage. Der Ruf der Leverkusen vorauseilt ist folgender: 1. Die starten ja immer so gut und 2. spielen sie dann in der Rückrunde auf jeden Fall schlechter und versagen. Also schreiben wir erst ne große Story drüber, wenn Leverkusen am Ende der Saison vorne mit dabei ist und gegen Haching Gladbach ran muss.

Werfen wir doch einfach mal einen Blick auf die letzten zehn Spielzeiten inklusive der aktuellen. Wie schon erwähnt, so gut wie in diesem Jahr ist man noch nie in eine Bundesligasaison gestartet. Geht man davon aus, dass eine Saison positiv beginnt, wenn man mehr als die Hälfte der Spiele (3 von 5) gewinnt, dann fallen darunter nur die Spielzeiten 2001/2002 (11 Punkte) und 2003/2004 (12 Punkte), die man als 2. und 3. beendete, sowie die letzte Saison 2008/2009 (9 Punkte), die man als 9. abschloss. Vier von zehn Spielzeiten ist nicht gerade ein Beweis für den allgegenwärtigen Superstart, den die Werkself immer hinlegt. In den übrigen Jahren erreichte Leverkusen einen Punkteschnitt von 6,67 Punkten.

Nun zum Thema, dass die Pillendreher immer in der zweiten Saisonhälfte das Nervenflattern bekommen. Geht man rein nach Punkten, so wurden in den letzten neun Spielzeiten, drei Rückrunden besser als die Hinrunde absolviert, eine gleich gut und fünf Spielzeiten schlechter. Also kommt das Argument nicht von ungefähr. Zumeist bedeuteten die miesen Rückserien das Herausfallen aus dem internationalen Wettbewerb oder gar die Meisterschaft. Die drei besser gespielten Rückrunden bedeuteten aber auch, dass man sich aufgrund einer Leistungssteigerung gerade noch in den UEFA-Cup bugsierte.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, ob Jupp Heynckes es schafft, der Mannschaft eine psychische Stabilität einzuimpfen, dass man das bisherige durchaus ansprechende Niveau weiter halten kann.

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Die neue Spielmacher-Ausgabe (03-09)

Ich komme derzeit zu nichts hier im Blog. In den letzten Tagen habe ich mich hauptsächlich mit einem anderen Projekt beschäftigt – der Spielmacher-Ausgabe 3-2009. Das Projekt von Max & Moritz von Abenteuer Fußball, Felix von Medien-Sport-Politik und von Miro von North-Stand beschäftigt sich dieses Mal mit der Champions- und der Europaleague. Wer spielt mit, wie groß sind die Chancen der deutschen Teams, wie funktinioniert die neue Liga und vieles mehr behandelt die neue Ausgabe. Ich bin auch dieses Mal leider nur fürs Layout verantwortlich. Viel Spaß mit der neuen Ausgabe. Download hier.

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VfL Wolfsburg, Teil 3

Die Pressekonferenz von Jupp Heynckes nach dem Spiel gegen Wolfsburg begann mit Erklärungen. Warum man müde geworden ist. Warum man nachgelassen hat. Warum man noch zwei Tore kassiert hat. Jupp Heynckes legte  seine schützende Hand über die Mannschaft, die nach einer 3:0-Führung gerade noch 3:2 beim amtierenden Meister gewonnen hatte. Dabei sah sie vor allem in der Schlussphase alles andere als gut aus und kassierte durch Standards noch zwei Treffer. Was nicht so gekommen ist, wie ich es dann vielleicht vermutet hätte, wenn ich das Spiel live gesehen hätte, dass sie auch noch den Ausgleich kassieren. Haben wir letzte Saison schon so gesehen.

Apropos letzte Saison. Da war der gute Bruno Labbadia ja noch Trainer der Werkself. Der steht jetzt mit ein paar Toren mehr und den Hamburgern vor Leverkusen auf Platz Eins der Bundesligatabelle. Ich bin mir nicht sicher, ob Labbadia die Mannschaft in Schutz genommen hätte! Nun Bruno ist nun Erster! Ja gibts das? Ja schon letzte Saison mit Bayer, aber dann ging es rasant bergab. Aber das sollte einen Fan der Leverkusener nicht kümmern. Vielmehr sollte man die nackten Zahlen im Auge behalten. Fünf Spiele, vier Siege und noch keine Niederlage. Das sind alles Punkte für den internationalen Pokal.

Zum Spiel zurück. Rolfes mit zwei Toren, davon ein Abstauber eines doppelten Derdiyok-Kießling-Versuchs Lenz zu bezwingen und einen souverän verwandelten Elfmeter. Und wieso Lenz? Benaglio stand ja zunächst im Tor und grätschte auf den ersten Blick kahnesk vor dem Strafraum in Derdiyok hinein und kassierte Rot. Hart. Muss man nicht geben. Vor dem zweiten Tor dann Derdiyok, der im Strafraum fällt. Elfmeter. Und dieses Mal berechtigt, wie ich behaupten würde. Und damit nicht genug. Derdiyok ist direkt wieder an einer wichtigen Szene beteiligt. Bereits gelbverwarnt springt er etwas übermotiviert in seinen Gegenspieler und kassiert wieder Gelb – Gelb-Rot. Muss man nicht geben.

Da Derdiyok nicht mehr auf dem Platz war, glänzte Kießling. Wunderbare Kombination mit Renato Augusto, die der Fastnationalspieler zum 3:0 verwandelt. Fünf Spiele, fünf Tore. Dann kam der Meister, probierte nochmal alles, schaffte aber nichts. Armin Veh muss sich warm anziehen im kommenden Herbst.

18mal18 und Richard Sukuta-Pasu

Ein neues Projekt, dass ich kurz vorstellen möchte. 18mal18. 18 Nachwuchskräfte aus 18 Bundesligavereinen über ein Jahr begleitet in einem Blog. Robert, der Initiator, beschreibt es folgendermaßen:

In diesem Sommer hat probek nach mehreren – teils kontroversen – Diskussionen hier ein Sportbloggernetzwerk gegründet. Neben netter Gesellschaft, nachbarschaftlicher Hilfe, Anekdoten aus dem Blogger-Alltag und einer sehr angenehmen Diskussionskultur spuckt dieses Netzwerk jetzt hier ein ein konkretes, gemeinschaftliches Projekt aus.

Meine Damen und Herren, es ist mir eine große Ehre, nach einem gutem Monat Vorarbeit 18mal18 heute hier offiziell freizuschalten. 18mal18 ist ein Experiment. 18 Autoren widmen sich je einem 18-jährigem Nachwuchsspieler aus einem der 18 Bundesligavereine. Die Autoren adoptieren den hoffnungsvollen Jungprofi für ein Jahr und begleiten ihn auf dem Weg vom Talent zum etabliertem Bundesligaprofi oder beim Zerplatzen der großen Träume.

Ich habe mich des Herrn Sukuta-Pasu angenommen, der übrigens gerade mit Fieber und Magen-Darm-Problemen im Bett liegt. Er darf demnächst an der U20-WM in Ägypten teilnehmen und hat die Impfung nicht vertragen.

Im Profil auf der offiziellen DFB-Homepage des 19-jährigen Stürmers Richard Sukuta-Pasu, findet man unter der Kategorie Hobbies, den Begriff “tanzen”. Blickt man auf die weiteren Daten, nämlich 1,84 Meter groß und knapp 80 Kilo schwer, fällt es einem schwer dies zu glauben, bzw. dem Spieler vielleicht sogar ein solches Talent zuzusprechen. Erst bei der genaueren Betrachtung auf dem Spielfeld, kommt man zu der Erkenntnis, dass das doch irgendwie passt. (mehr hier)

Gewinne, Gewinne, Gewinne

gewinnspiel

Ich will ja gar keine Werbung hier im Blog. Heute mach ich mal eine Ausnahme, weil ihr davon profitiert. Dass 11-Freunde-Magazin hat nämlich netterweise 5 Gewinnspiel-Exemplare des 70er-Jahre-Sonderhefts zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug erwähne ich genau dieses Magazin hier und gebe meinen Senf dazu ab.

Das wollte ich erst ausführlich mit Video und allem drum und dran machen, aber dann doch nicht. Kurze Einschätzung des Magazins. Gut und auf jeden Fall besser und lesenswerter, als die letzten “normalen” Ausgaben, aber schlechter als das 80er-Heft. Das liegt zum einen daran, dass ich in den 80ern groß geworden bin und so mehr Bezug habe, zum Teil daran, dass man dort noch etwas liebevoller zu Werke gegangen ist. Trotzdem gibts auch im 70er-Heft die ein oder andere großartige Bildstrecke oder schöne Geschichte. Wen das nicht überzeugt, das Heft am Kiosk zu kaufen, macht nun einfach beim Catenaccio-Gewinnspiel mit, oder beim Frittenmeister, aber da kriegt man die Hefte nachgeworfen und wird gleich für irgendeinen Newsletter rekrutiert. Also wo macht ihr mit? Hier natürlich. Und dafür müsst ihr auch noch etwas tun.

Sendet mir Euer schönstes Stadionfoto zu. Ihr beim Jubeln, Miro Klose beim Salto, euer Kumpel an der Frittenbude, das Stadion selber, und und und. Euer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Eine Jury, bestehend aus meinem Bildredakteurskollegen hier im Verlag, meiner Freundin und mir, wird die besten 5 Bilder auswählen und hier vorstellen. Sendet mir Eure Bilder bis zum 17.09.2009 an kontakt(at)catenaccio.de. Das Bild sollte im JPEG-Format vorliegen und in der Breite nicht größer als 800 Pixel sein.

Habt ihr kein Stadionbild, tragt Euch einfach in die Kommentare ein. Falls keine fünf Bilder zusammen kommen, werden die übrigen Hefte an die Kommentatoren verlost.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und die Hefte werden hinterher von den 11 Freunden an euch versendet. Man versicherte mir, dass ihr danach nicht ständig angeschrieben werdet oder die Adressen in falsche Hände gelangen.

EDIT: Ihr gebt natürlich NICHT die Rechte der Bilder ab. Die Bilder werden bei der Gewinnerpräsentation mit Urheber und Blog-URL versehen.

Werbung, Werbung, Werbung:

Wir versammeln die großen und die kleinen Geschichten: Franz »Bulle« Roth und Rainer Bonhof erzählen von der Rivalität zwischen Gladbachern und Münchnern, im Interview spricht César Luis Menotti vom schmalen Grad zwischen Anpassung und Widerstand und in großen Reportagen machen wir vergessene Triumphe wie den Sensationssieg des 1.FC Magdeburg 1974 im Europapokal der Pokalsieger wieder lebendig.
Dazu gibt es die besten O-Töne vom Bundesligaskandal, Horst-Dieter Höttges und Bernd Hölzenbein portraitieren Helmut Schön und Wolfgang Overath spricht über den Zweikampf mit Günter Netzer um die Spielmacher Position in der Nationalmannschaft. Wir schauen ins Ausland und erinnern uns, wie Ajax Amsterdam und die holländische Nationalelf den Fußball revolutionierten und wie Nottingham Forest den Europapokal der Landesmeister holte. Und wir decken auf: So sahen die Siebziger wirklich aus: die Mode, die Medien und die Stadionkultur. Das alles und noch vieles mehr in 11 FREUNDE SPEZIAL: Die Siebziger.