SC Freiburg, Teil 1

Seien wir mal ganz ehrlich. Der Sieg heute war verdient, aber trotzdem mehr als glücklich. Geht das? Sicherlich! 30 Minuten waren gespielt, da hätte es bestimmt schon 2:0 für Freiburg stehen können. Der Aufsteiger spielt engagiert, überlegen und sicher – bis zum Strafraum. Leverkusen? Fand bis dahin nicht statt.

Das Problem der Breisgauer. Der Ball sollte möglichst schön in Rene Adlers Tor getragen werden. Das wollte aber nicht klappen und so schlug Bayer eiskalt zu. Simon Rolfes erkämpft sich den Ball im Mittelfeld, macht Meter und schickt Stefan Kießling. Wie schon gegen Mainz, fackelt der Franke nicht lange und zimmert den Ball in den Winkel.

1:0 für die Werkself. Verdient? Ja? Nein? Vielleicht? Da kann die alte Fußballweisheit bemüht werden, dass der, der seine Chancen nicht nutzt, sich nicht wundern darf, wenn man dann einen eingeschenkt bekommt. Und so kam es dann auch. Direkt in Hälfte 2 legte Barnetta nach. Dann Derdiyok dank Torwartfehler zum 3:0. Barnetta nach Abspielfehler zum 4:0. Und wieder Derdiyok dank Abwehrchaos zum 5:0.

Was war das? Leverkusen siegt 5:0. Und spielt keinen Tempofussball, sondern bedacht und überlegt. Die Werkself kassiert keinen Anschlusstreffer, läuft nicht ins offene Messer und holt sich auch keine dumme rote Karte ab. Dank Jupp Heynckes. Der scheint der Mannschaft ein Konzept aufgedrückt zu haben, dass sie umsetzen kann. Heynckes reagiert auch nicht erst in der Halbzeitpause, wenn ein Spieler in Gefahr läuft, eine gelb-rote Karte zu kassieren.

Wie gesagt. Da war auch viel Glück dabei. Ein Treffer der Breisgauer hätte das Spiel sicherlich kippen lassen können. Die Saison birgt noch viele neue Situationen, in der sich das Konzept Heynckes beweisen muss. Jetzt steht man sogar an der Tabellenspitze für 24 Stunden. Bloß nicht zu euphorisch werden.

Anmerkung zum Sturm der Leverkusener: Derdiyok und Kießling beide mit 3 Toren in 3 Spielen. Patrick Helmes wird im Moment nicht vermisst.

Anmerkung zum Mittelfeld der Leverkusener: Barnetta mit zwei Treffern heute und wieder top nach flop gegen Hoffenheim und top gegen Mainz. Der Schweizer eine Wundertüte. Vidal musste früh raus, aufgrund seiner gelben Karte. War äußerst sauer danach. Dann ging Castro auf seine Position und Schwaab auf die Castro-Position. Das ging sehr gut.

Anmerkung zur Defensive: Die Innenverteidigung ok, mit leichten Abstimmungsproblemen, aber im Großen und Ganzen ok. Die Null stand. Kadlec auf links nach vorne noch zu unpräzise.

Anmerkung zum Torhüter. Eine Strafraum-Irrung hatte Adler, sonst alles in Ordnung. Keine Möglichkeit sich auszuzeichnen.

Der die-Null-muss-stehen-Countdown: Noch 12!

Ein unterhaltsamer Nachmittag für einen Leverkusen-Fan! Aber wie gesagt. Bloß nicht zu euphorisch werden.

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