Sommerpausen-Gedanken, Teil 10

– Vidal wechselt nicht nach München und eine der schönsten Genugtuungen der Leverkusener Fans wird sein, dass Vidal damit den Bayern den Laufpass gegeben hat. Noch schöner, wenn sich dann die Bayern eher als schlechter Verlierer geben. Jupp Heynckes gibt sich noch gelassen.

Ein Telefonat mit Vidal in der Nacht zum Sonntag brachte dann aber die Ernüchterung: “Da hat er mir von seinem Angebot von Juventus Turin erzählt. Und auch von seiner großen Sorge, aufgrund des schriftlichen Beschlusses von Bayer 04 nicht nach München wechseln zu dürfen und noch ein Jahr in Leverkusen spielen zu müssen”, sagte Heynckes auf SID-Nachfrage: “Insofern ist die Entscheidung für mich keine Überraschung.”

Uli Hoeneß dagegen ätzte dann in Richtung Vidal.

“Das Wohl und Wehe des FC Bayern hängt nicht von Arturo Vidal ab”, sagte Hoeneß, trat dann aber doch nach und stellte den Charakter Vidals in Frage. “Man braucht schon ein großes Rückgrat, um ein Jahr bei Bayer Leverkusen zu spielen mit der Aussage: Ich gehe zum FC Bayern. Und dieses Rückgrat habe ich dem Spieler nicht zugetraut.” Via “Bild”-Zeitung wurde Hoeneß noch deutlicher. “Da wurde ein Wort gebrochen, aber ich habe auf das Wort auch nicht viel gegeben.” (jeweils Kicker)

Mehr Zitate aus dem Original-Interview gibt es bei der TZ.

Viele Bayern-Fans sehen ja das Bayern-Mittelfeld gut besetzt und sehen keinen Verlust in dieser missglückten Personalie. Ich hätte die Bayern sehr stark mit Vidal auf der 6 gesehen. Vidal war Heynckes verlängerter Arm auf dem Feld. Ob die Chemie mit dem restlichen Bayern-Personal schon so stimmt, wie zwischen diesen Beiden wage ich nicht beurteilen zu können, aber ich glaube, dass es nicht so ist.

Nachdem Stefan Klüttermann von der RP schon kommentierte, dass wohl auch sehr viel Persönliches im Spiel gewesen ist, bei der Entscheidung von Holzhäuser Vidal nicht nach München ziehen zu lassen, springt nun auch die SZ auf diesen Zug und bringt ein zwei Zitate zu diesem Thema, die ich noch nicht kannte (noch nicht online).

“Wir finden es unangenehm und befremdlich, dass unser ehemaliger Trainer versucht, einen Spieler abzuwerben. (Holzhäuser, SZ Print 22.07.11)

Dennoch glaube ich weiterhin auch daran, dass es hauptsächlich darum ging, nicht den direkten Konkurrenten zu stärken. Wie schon gestern gesagt, wär Vidal bestimmt auch nicht zum BVB verkauft worden.

Soweit dazu.

Hier gibts noch Stefan Kießling in der Kältekammer.

Und Rene Adler klagt über Langeweile während der Reha.

Täglich grüßt das Murmeltier. Es geht bergauf. Aber ich kann euch sagen, wenn man sonst jeden Tag Sport macht, fühlt man sich echt unausgeglichen. Außerdem ist mir teils echt brutal langweilig. (FB)

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