Der Schiedsrichter

Na klar kann man jetzt wieder anfangen auf dem Schiedsrichter rumzuhacken. Kein Ballack-Tor. Ein Foul vorm Gegentor. Kein Gelb-Rot für Jones. Kein X für Y. Abseits von X, dass keines war, etc. Aber wie sagte es Michael Ballack so schön, “letztlich haben wir uns auch selber dumm angestellt. Da standen am Ende sieben Schalker gegen zwei von uns.”

Genau. Man muss auch nicht auf Lars Bender rumhacken, weil er nicht zu Farfan rüberläuft. Schließlich hätte der wiederum nur passen brauchen auf die anderen fünf freistehenden Schalker. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass das nicht das erste Tor dieser Art in dieser Spielzeit gewesen ist. Ecke. Leverkusen ist zu weit aufgerückt. Peng Peng. Und Gegentor. War das gegen Dresden?

0:1 gegen Schalke kann passieren, aber die Art und Weise ist mal wieder äußerst enervierend. Es kann nicht sein, dass man solche Tore kassiert. Das sieht nach Amateuren aus. Und dabei war doch vieles besser, als noch zuletzt. Die Abwehr stand mit Manuel Friedrich speziell im inneren Bereich wesentlich sicherer, als noch zuletzt. Über die Außen und ihre Aktionen kann man streiten, aber es sind keine großen Böcke dabei gewesen und das ist schon mal was.

Das Problem ist jedoch, dass sich jetzt alle auf die Verbesserung der Defensive konzentriert haben und dabei das Offensichtliche übersehen haben. Nach vorne geht extrem wenig. Vielleicht hängt das auch mit der weit verbreiteten Meinung im Team zusammen, dass man ja vorne schon irgendwie was zustande bringt bei der Qualität. Aber man sich auch eingestehen, dass Andre Schürrle blaß blieb. Sidney Sam mehr lamentierte als Chancen nutzte und dass Michael Ballacks Einsatz alleine noch kein Spiel gewinnt.

Bei Sky90 äußerte man nach einem Telefonat mit Frank Lußem vom Kicker die These, dass es immer noch nicht zwischen Mannschaft und Trainer stimmt. Irgendwo sei noch der Wurm drin. Man müsse sich zusammen raufen, aber zulange zusammen raufen, würde auch nicht funktionieren. Alles im Allem ein großer Schwebezustand, der nicht mal ansatzweise erahnen lässt, wohin die Reise geht. Von Meisterschaften, wie vor der Saison wird schon lange nicht mehr geredet.

Nebenbei wurde erwähnt, dass Dutt zuviel verändern wolle, statt die funktionierenden Dinge zu übernehmen. Vielleicht wäre es sinnvoller Feintuning zu betreiben, als alles von 0 an aufzubauen.

Ich weiß es nicht. Ich bin ratlos.

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6 comments » Write a comment

  1. Ratlos in Leverkusen – möge uns die nahe Zukunft schlauer machen (mehr Blödsinn fällt mir heute Abend nicht ein), sind aber einige Rätsel zu lösen.

    • Hast du nen Plan oder eine Idee, wie die Spieler die Situation bewerten!? Ich bin mir so unsicher, was von Außen als Wahrheit festgelegt wird und was die Spieler letztlich wirklich denken!?

  2. Ich habe das Telefonat gestern ebenfalls bei Sky90 gesehen/gehört und für mich persönlich hörte es sich ziemlich danach an, als hätte man sich eine Meinung schon vor der Saison zurechtgelegt und von dieser wird nicht abgerückt.

    Wenn die aktuelle Leistung im Zusammenhang mit dem eigentlichen Leistungsvermögen ein Indiz für Probleme zwischen Spielern und Trainern ist, dann muss man sagen, dass Simon Rolfes enorm große Probleme mit dem neuen Trainer zu haben scheint.

    Sein Leistungsniveau war auch am Samstag wieder unterirdisch. Häufig gab er nur Geleitschutz im Mittelfeld oder trottete hinterher, wo vier, fünf Schritte im Sprinttempo gereicht hätten den Gegner zu bedrängen. Dazu scheint er seine Fähigkeit verloren zu haben, die Bälle in der Bewegung anzunehmen und schnellstmöglich sinnvoll an einen Mitspieler weiterzugeben. Es blieben nur Alibipässe, meistens auch noch in Richtung Innenverteidiger. Dazu kommt, dass wie schon gegen Valencia erneut ziemlich große Lücken zwischen den einzelnen Reihen (Abwehr-Mittelfeld-Sturm) auftraten und es gab eine Reihe von einfachsten Fehlpässen, die so nicht passieren dürfen. Ein Indiz, dass irgendetwas mit den Laufwegen nicht stimmt.

    Meiner Meinung nach wurden von Dutt zu viele Baustellen aufgemacht, die nicht nötig waren (Rolfes-Ballack Diskussion, nicht zu vergessen Yeldell-Giefer, etc.). Dazu das festhalten am System mit nur einer Spitze, obwohl die einzig wirklich überzeugende Offensivleistung in der BayArena mit zwei Stürmern gezeigt wurde.

    Es wird definitiv kein leichter Winter für Dutt, wobei jetzt eigentlich ein relativ einfaches Programm auf dem Plan steht…

    • Das Dutt-Kontra kam schon relativ früh in der Saison, von daher kann ich deinen Eindruck verstehen, dass die Meinung schon vorher festgelegt wurde. Allerdings ist es unüblich, dass sich alle Medien da so einig sind, dass irgendwas nicht stimmt. Da kannst du ja alle Medien durchblättern – kicker, rp, ksta etc und alle sind seit Beginn der Saison sehr kritisch gegenüber Dutt.
      Ich glaube, dass der Großteil der Mannschaft mit Dutt will, siehe Schulterschluss beim Valencia-Spiel, dass es jedoch einige ungünstige Brandherde gibt, die unnötig sind. Die hast ja ebenfalls schon angesprochen!

  3. “Ratlos” trifft es ziemlich gut. Wenn die Spieler und Trainer schon von fehlenden Automatismen sprechen, was sollen erst die Fans denken? Der Bayer war noch nie ein Paradebeispiel für Konstanz, aber so schlimm wie diese Saison, war es schon lange nicht mehr.

    Auf der einen Seite merkt man dem Team an, dass es kann, wenn es will. Und im nächsten Moment stehen da 11 Mann auf dem Platz, bei dem der eine nicht weiß, was der andere zu tun hat. Rollenverteilung? Pustekuchen! Wie kann denn Ballack die größten Chancen auf Leverkusener Seite haben? Ich meinte scherzhaft zu nem Kumpel, Ballack spiele heute den zweiten Stürmer. Einzig Friedrich wirkte wie eine Befreiung für die Abwehr, endlich jemand, der den Takt angibt.

    Wenn die Mannschaft es jetzt noch schafft, ihre individuelle Klasse zu vereinen, dann seh ich noch nicht schwarz für Dutt. Sollten sich aber diese “ich weiß doch auch nicht wohin mit dem Ball” Momente häufen …

    • Naja der Scherz lag ja schon ziemlich nah an der Wahrheit. Schon gegen Valencia hat Ballack vorne ziemlich Alarm gemacht. Wohl immer noch dem alten Ruf folgend – der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Liga.

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