Der ehrlichste Fußballer der Welt – Langweilig?

Vor Länderspielen müssen sich die Nationalspieler immer mit ihren dunklen Seiten beschäftigen. Eine Nominierung bedeutet auch immer, mindestens 37 verschiedenen Medienvertretern kluge Antworten, zu unangenehmen Themen zu geben. So darf Lutscher Frings sich zu seiner Nichtnominierung äußern, Mario Gomez über seine verpatzte EM und Rene Adler darf sich neuerdings zu seinen gehäuften Fehlern aussprechen. Während auf dem Platz Adlers Souveränität in jüngster Vergangenheit eher zu wünschen übrig ließ, ist er daneben ganz Profi und ganz ehrlich. Fast schon langweilig.

Sie haben im Gegensatz zu Kollegen kein Problem damit, Fehler zuzugeben.

Adler: Da gibt es zwei Wahrheiten. Einerseits ist das mein Weg. Ich beschuldige weder meine Vorderleute noch den Rasen. Ich denke, das ist auch ein Zeichen von Stärke, wenn ich sage: Okay, Jungs, mein Fehler, weiter geht’s.

(Der Westen)

Ein Freistoß, der zugegebenermaßen auf dem Radarmessgerät der meisten europäischen Autobahnen Alarm ausgelöst hätte. Ein Freistoß, den ein deutscher Nationaltorwart aber trotzdem hätte halten müssen. “Da lüge ich mir nicht in die Tasche”, sagt Adler. Sein Vorsprung als meistgelobter Torhüter Deutschlands mag sich am Wochenende ein wenig verkürzt haben, in der Rubrik ehrlichster Torhüter des Landes hat er seine Stellung behauptet. Über Ausreden spricht er nicht.

(FTD)

Das Live-Blogging spare ich mir heute Abend, dafür die Garantie für das Hoffenheim-Spiel am Freitag. Davon erwarte ich mir etwas mehr, auch wenn ich heute sicherlich dafür entspannt und derbe ablästern dürfte.

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