Hertha BSC Berlin, Teil 1 (oder Bayer gegen Drobny und die alten Geister)

Es konnte eigentlich gar nicht anders ausgehen. Alles lief so gut bisher. Alle erwarteten wieder mal ein Offensivfeuerwerk, ein Torfestival, einen Helmes, der sein Torkonto aufstockt. Denkste. Es kam ganz anders. Wenn ein Spieler Held des Tages werden sollte, dann er. Andrej Voronin. Warum?

1. Er spielt gegen seinen Ex-Club. Gegen wen trifft man lieber?
2. Er hat für Hertha in der Bundesliga noch nicht getroffen. Das musste sich ja mal ändern.
3. Er ist frischgebackener Papa. Da ist man doch so befreit!

Und er erfüllte alle Erwartungen. 89.Minute. Er nimmt einen langen Pass von Arne Friedrich auf. Lässt Manuel Friedrich alt aussehen und dann auch noch den Brasilianer Henrique und Adler dann sowieso. Bumm. 0:1! Die vorherigen 89 Minuten mit einem Tor ausgelöscht. Die Hertha hatte sich nämlich bis zu diesem Zeitpunkt gerade zwei Chancen herausgearbeitet und sonst der Werkself beim Kombinieren zugeschaut.

Kombinieren. Kombinieren ging gut, Chancen gab es auch viele viele, aber die hundertprozentige, die tödliche Chance, aus der zwangsläufig ein Tor resultiert – die gab es nicht. Und wenn mal etwas wie eine größere Chance aussah, dann wurde es von Drobny im Tor der Hertha zunichte gemacht. Frustrierend. Eigentlich hatte Leverkusen ja alles richtig gemacht, beziehungsweise nichts so richtig falsch, außer die Geschichte mit dem Tore schießen und Tabellenführer war man ja 89 Minuten auch schon.

Dies schien dem Team nach gut 70 Minuten dann auch bewusst geworden zu sein, denn naja ein Remis ist ja auch nicht so schlecht und wann war man schon das letzte Mal Tabellenführer, wenn auch nur für eine Nacht. Schon lange her. Also daddelte man ein wenig hin und her, ohne etwas Zwingendes zu produzieren. Bruno Labbadia wurde schon nervös, brachte erst Gekas und dann Dum, aber das sollte trotzdem nichts ändern.

Dann in der 89.Minute gab es das jähe Erwachen. Die Abwehr sah davor so richtig gut aus. Castro und Kadlec im Zweikampf und im Spiel nach vorne vorbildlich. Henrique und Friedrich in der Innenverteidigung ohne Mühe und dann lassen sich beide ganz böse im entscheidenden Momemnt verladen. Naja, ob nun ein Punkt oder kein Punkt. Wo ist da der Unterschied? Drei hätten hergemusst. Die ganze Liga spielt mal wieder für die Bayern, die am Ende doch Meister werden, weil sich vorne in der Tabelle, die Mannschaften die Punkte hin- und herschieben. Jetzt ist erstmal Länderspielpause. Leider.

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