Wieder einmal ein Videoexperiment. Die Qualität lässt leider etwas zu wünschen übrig. Das ganze wurde mit einem sogenannten “Greenscreen” realisiert. Imovie rechnet dann automatisch das Video aus dem “Greenscreen” in ein anderes Video. Da kann man noch einiges probieren. Kritik, Verbesserungsvorschläge, etc. sind gerne genommen.
TSG Hoffenheim, Teil 4
Montag Abend. Das Wochend-Spiel ist gesackt. Entgegen meiner üblichen Gewohnheiten keine flott-flott-Zusammenfassung noch am gleichen Tag, sondern noch mal einen Tag ins Land streichen lassen, die Zeitungen durchstreifen, der Konkurrenz zuhören und den mächtigen Fußballfunktionären lauschen.
Und was kommt dabei raus? Leverkusen wird Meister! Eigentlich etwas schade, diese Behauptung hier so im Spieltagfazit zu verballern, wo doch jedes Blog Schlagzeilen, wie der Boulevard braucht. Auf der anderen Seite sind viele Blogger vorsichtig, wollen nicht angreifbar sein. In Leverkusen ist heute Schluss damit. Leverkusen wird Meister. Das sagen nicht die Experten, die Zeitungen, das Fernsehen oder die Blogger. Nein – ich sage das.
Leverkusen wird zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins die Schale in die Höhe recken. Es wird wahrscheinlich ähnlich schäbbich wie in Wolfsburg, so ganz ohne Balkon und Fans und was solls, dafür wird es in dieser Spielzeit allen Vizekusen-Rufern gezeigt. Was mich so sicher macht? Schwer zu sagen. Ich finde, man muss auch mal ein Statement abgeben. Eine gewisse Selbstsicherheit kann einfach nicht schaden und schließlich muss man ja auch dran glauben, wenn man was gewinnen will.
Erst einmal zurück zum Hoffenheim-Spiel. Mit einer erstaunlichen Selbstsicherheit und vielleicht auch leichter Arroganz ging die Werkself in die Partie. Drei Spiele in der Liga gegen die 1899er und drei Siege wurden verbucht. Warum nicht auch dieses Mal ein Sieg. Der Gegner scheint den Pillendrehern zu liegen. So kickten sich die Kadlecs, Hyypiäs, Barnettas, Friedrichs, Kießlings und Kroos’ den Ball zu, sahen arg gelangweilt aus und machten wenig.
Dann ein typisch hoher Ball auf Kießling aus der Defensive, der gefoult wird. Freistoß – Tor. So einfach geht es in dieser Spielzeit in Leverkusen. Ob nun Kroos oder Barnetta die Standards treten, der Ball findet seinen Abnehmer. Immer. Jedes Spiel. Ein Tor ist da fast schon sicher. Dieses Mal stand der Finne Hyypiä goldrichtig, dem Tormonster der Hinrunde 2008/2009 enteilend und dem ehemaligen DFB-Ersatzkeeper tunnelnd.
Bei Bayer lief sonst auch gar nichts zusammen. Sowohl Adler, der immer wieder auf die Position des DFB-Ersatzkeepers hinarbeitet, als auch Friedrich, der heute von Jogi Löw die Empfehlung für die Buchung eines Sommerurlaubs bekam, wollten zwingend die Hoffenheimer ins Spiel bringen, was jedoch nicht gelang. Die Rangnicker spielten irgendwie besser, aber jedoch ohne Selbstbewusstsein und Arroganz, die Bayer scheinbar gerade von Jupp Heynckes Vaterbrust eingeimpft bekommt.
Ein großes Lob an dieser Stelle übrigens an den Hoffenheimer Vukcevic, der eine der Großchancen übelst versemmelte, zuvor aber auch rot-reif von Arturo Vidal getackelt wurde, sich aufrappelte und neben das leere Tor schoß. Der Mann hätte sich einfach hinlegen können, Vidal wäre vom Platz geflogen und das Spiel wäre vielleicht anders ausgegangen. Wobei ich ehrlich gesagt bei Schiedsrichter Aytekin auch keinen erhobenen Vorteilsarm sah und Vidal kam auch ohne Karte in dieser Szene davon. Anscheinend bewertete der Referee die Situation anders.
In der Pause war man sich einig, ob nun Tobias Weis oder Rudi Völler, dass eine Führung der TSG nicht unverdient gewesen wäre – da Leverkusen aber Meister wird – so meine Interpretation – stattdessen in Halbzeit 2 einfach eine Schippe drauflegte und das Match mit 3:0 nach Hause schaukelte. Da sitzen dann plötzlich die Pässe im Mittelfeld wieder, vorne hilft der liebe Gott und das Glück (auch das braucht ein zukünftiger Meister), sowie ein paar torhungrige und talentierte, abschlussstarke, höchstens 25-Jahre alte Spieler. Dann braucht man weder eine funktionierende Abwehr, noch einen sicheren Keeper, soweit kommt der Gegner nämlich gar nicht mehr.
Und mit der Meisterfrage ist natürlich auch die Kroos-Frage geklärt. Denn wer will schon vom Meister zum Vizemeister wechseln? Ob Vertrag oder kein Vertrag, der Spieler hat doch auch Mitspracherecht – das hat selbst der neue Uli Hoeneß in München gesagt. Also wird Kroos nächste Saison so oder so Champions-League spielen.
Bei all der Lobhodelei wollen nicht vergessen, dass es auch ein paar Dinge, abseits des alten erfahrenen Trainers, der Premier-League-Legende in der Abwehr, die alle mitreisst, dem Supertalent, der auf einmal auch so spielt und dem 19-Tore-Sturmpaar, dass einen Patrick Helmes vergessen lässt, gibt! Tatsächlich.
Nochmal ganz sachlich. Solche Abwehr-Abspiel-Fehler als letzter Mann müssen nicht sein, weder von Friedrich, noch von Adler. Die Außenverteidiger schaffen es immer noch nicht bis zur Grundlinie durchzudringen. Daniel Schwaab, gestern mit einer besseren Partie, bringt inzwischen ein paar ordentliche Flanken vom Strafraumeck, bei Michal Kadlec hapert es leider noch selbst daran. Und was ist eigentlich mit Stefan Kießling los. Sechs Spiele ohne Tor kommt bei den besten Kloses und Gomez vor, aber der Franke erinnerte an einen Magneten, der den Ball vor allem in der Nähe des Tores abstößt.
Egal. Weil, wir werden ja Meister. Also so richtig. Von wegen Vizemeister, Meister der Herzen oder Einbruch in der Rückserie. Und das Ziel internationaler Pokal ist ja fast schon erreicht, oder will jemand behaupten, dass Bremen, Hoffenheim, Wolfsburg oder vielleicht gar Stuttgart noch unter die Top-5 geraten? 13 Punkte beträgt der Vorsprung auf Platz 6. Wenn das nicht sicher ist! Da kann man vier Mal verlieren und ist immer noch auf Rang 5. Pah.
Das Erfolgsrezept übrigens für alle Möchtegernmeister zum mitschreiben.
1. Alter erfahrener, aber auch geläuterter Trainer heuert nach Jahren der Abstinenz doch noch mal für länger, bei ambitionierten Jugendteam an.
2. Alter erfahrener Abwehrspieler, mit sehr viel Erfahrung und Führungsqualitäten auf dem Platz heuert ebenfalls bei ambitionierten Jugendteam an.
3. Junges erfolgloses Team als Grundkapital.
4. Noch ergänzen mit ein paar weiteren jungen Spielern.
5. Trainer impft bayrische Arroganz und Selbstbewusstsein in die Köpfe der Spieler. Impfstoff wird nun auch schon von Ratiopharm in Gelsenkirchen vertrieben.
6. Vertragsverlängerungen irgendwie geschickt über die Bühne bringen. So tun, als ob man jungen Spielern was bieten könnte.
7. Spieler bei Bayern München mit Talent ausleihen. Ein Jahr so tun, als ob das auch in Leverkusen nichts wird und dann das Talent wm-reif präsentieren.
8. Stammkräfte verletzt präsentieren, die eigentlich gar nicht verletzt sind, sondern nur schwächer sind als die Nachwuchsleute.
9. Später in der Saison, Ersatzbank mit Rekonvaleszenten präsentieren, die eigentlich Stammkräfte sind, die dann nicht einsetzen und damit Angst und Schrecken verbreiten.
10. Ein bisserl Technik, Taktik, ach was-weiß-ich. Wir werden Meister.
Danke für ihre Aufmerksamkeit.
PS. Ich bin ganz ohne Statistiken ausgekommen. Ich war einfach nur ein etwas überheblicher Fan in diesem Beitrag. Ich liebe Blogs.
PPS. Total unnötig, aber sicher ist sicher: Nur noch 4 Zu-Null-Spiele bis zum internationalen Wettbewerb.
Zwitschern mit Robert Enke
In einem Artikel eines relativ bekannten Psychologie-Magazins las ich neulich etwas interessantes zum Phänomen Twitter. Twitter löse den sogenannten “Steinzeitreflex” aus. Neue Informationen werden sofort beim Auftauchen aufgesogen, alle anderen Kanäle werden auf Standby geschaltet. Neue Informationen können das Überleben sichern. Jedenfalls damals. In der Steinzeit.
Twitter ist allgegenwärtig. Immer mehr internetaffine Menschen nutzen den Kurznachrichten-Dienst. Ich auch. Manchmal erfahren wir wichtiges, oft erfahren wir unwichtiges. Wir picken uns die Rosinen raus, aber das kostet Zeit und blockiert alle möglichen anderen Prozesse. So weit, so gut. So gut, so schlecht.
Ernst Pöppel, Professor für Medizinische Psychologie von der Universität München, behauptet folgendes: “Wenn man kontinuierlich sozial vernetzt ist und sich keine Zeit mehr für sich selbst nimmt, zum eigenen Nachdenken, dann können sich keine kreativen Prozesse entfalten. Wir vernichten unsere kreativen Potenziale durch den Terror der Kommunikation.”
Dies als Grundgerüst für die folgenden Gedanken, denn seit geraumer Zeit liegt bei mir ein Text zu Robert Enke und dessen Tod, dessen Aufarbeitung, der Bedeutung des Internets und ähnlicher Phänomene auf Halde. Das Thema Enke ist ein brenzliges und es ist schwer, sich nicht mit seinen Worten in die Nesseln zu setzen.
Zunächst möchte ich auf den Tag des Selbstmords eingehen. Ich sitze daheim, bereite mich auf eine Internetradiosendung zum Thema Nachwuchsspieler vor, nebenbei: Informationsaufnahme bei Twitter. Dann gegen 20:00 Uhr kommt die “Rosine”. Robert Enke hat sich vor einen Zug geworfen.
Der “Steinzeitreflex” setzt ein. Ich will vorne mit dabei sein, will wissen was passiert ist, durchforste das Netz und bin bestürzt, weil andere es sind. Meinen eigenen Gedanken oder Gefühlen kann ich kaum nachgeben, da ich vorgeführt bekomme, wie ich zu fühlen habe. Gemeinsam sind wir alle betroffen, betrübt, zu Tränen gerührt.
Wenn man nicht aufpasst, braucht man sich keine großen eigenen Gedanken mehr machen. Vor knapp 10 Jahren hatte ich eine ähnliche Situation. Während ich daheim saß, am 11.09.01 stürzten die Twin-Towers in New York ein, getroffen von zwei gekaperten Flugzeugen. Ich saß den ganzen Tag daheim, googelte, las Nachrichtenseiten, schaute fern und spürte eine ähnliche Betroffenheit, wie just am Tag des Tods von Robert Enke. Eine Gelähmtheit trifft es fast besser.
Erstaunlich war, dass ich an diesem Tag mit meiner damaligen Freundin telefonierte. Sie lebte in Schottland, in den Highlands, als Betreuerin in einem Heim für geistig-behinderte Kinder und alles was sie dort an medialer Zerstreuung hatten, war ein Radio. Sie war betroffen, aber das Leben geht weiter, erklärte sie mir. Wir haben andere Aufgaben, lenk dich ab, so ihre Worte, auf die ich relativ schockiert reagierte.
Durch das Netz, durch Twitter sind wir scheinbar nah dabei. Aber nur scheinbar.
Dieser Tage erklärte Manchester United offiziell, dass die Spieler des Vereins keinerlei Facebook- oder Twitteraccounts betreiben dürften. Es gab einen kleinen Aufschrei unter den Fans, auch Verständnis, so von wegen, nicht, dass geheime Infos an die Öffentlichkeit dringen, ohne Absprache mit dem Verein, aber letztlich wollten vor allem die Anhänger ja nah an ihren Stars sein.
Ist man das?
Zurück zu Robert Enke. Am Tag nach dem Tod des Nationalkeepers hatte ich das ungemeine Glück, in die Schweiz zu fahren, wenig Internetzugriff zu haben und von all den Gedanken der anderen Menschen a.k.a. Internetnutzer nichts mitzubekommen. Das tat gut.
Die Frage war: Ist man nah an seinen Stars, nur weil sie uns twittern, dass sie gerade auf dem Weg vom Training in die Pizzeria sind? Sind wir ihnen nah, weil sie im Interview sagen, dass das ein geiles Spiel war? Wohl nicht, oder wäre jemand Robert Enke näher gewesen, wenn er einen Facebook-Account gehabt hätte?
So muss ich mich dieser Tage nicht wundern, dass einst die Bild-Zeitung behauptete, dass man vorsichtig mit “Noten” umgehen müsse und nun zwei Monate später, alle Hannoveraner im Spiel gegen Hertha BSC Berlin mit einer “6” belohnte. Wundert das wen? Muss ich mich darüber aufregen? Erwähnen ja, aufregen nein.
Im Nachhinein weiß ich auch nicht, wie ich beispielsweise damit umgehen soll, dass ein SpOn-Redakteur auch depressiv war und sich nun outete. Hilft das wem? Denken wir jetzt um? Oder springt der Mann auf den Robert-Enke-Medien-Rennwagen? Ist Depression jetzt noch ein Thema?
Einen runden Abschluss zu finden, fällt mir schwer. Die ganze Geschichte hat noch so viele unberührte und unbenannte Aspekte. Vielleicht hat ja noch jemand hilfreiche Ideen und Tipps.
FSV Mainz, Teil 2
Rückrundenstart erfolgreich absolviert. Ein 4:2 gegen den Angstgegner aus Mainz. Das hatte nämlich niemand auf dem Plan, dass man zwar gegen einen extrem auswärtsschwachen Gegner spielte, man jedoch gegen die Mainzer in den letzten 6 Jahren in sieben Spielen gerade mal zwei Siege eintütete. Gestern kam ein dritter dazu und der war, nun ja, manche würden sagen, durchaus glücklich, wenn auch im Großen und Ganzen verdient.
Dabei offenbarten sich mal wieder die üblichen Probleme.
- Die Abwehr schwächelt nach wie vor bei Standards
- Rene Adler hat noch nicht begriffen, dass man im 5-Meter-Raum nur gewinnen kann, wenn man einen deutschen Referee auf dem Platz hat. Von daher kann er ruhig mal die Linie verlassen.
- Bayer hat mit klaren Führungen ein Problem und kann diese schwerlich verwalten.
- In den letzten drei Spielen sechs Gegentreffer. In der Hinrunde benötigte man zehn Spieltage von Beginn an, um diese Anzahl an Gegentreffern zu verbuchen.
Egal, weil sich auch neue Tugenden in Leverkusen zeigen.
- Rückstände sind aufholbar. Rückstände sind nicht gleichbedeutend mit Niederlagen. Aus Rückständen können immer noch Siege entstehen.
- Standards sind inzwischen eine Art Torgarantie. Gib den Leverkusener einen Freistoß oder eine Ecke. Selbst, wenn nichts läuft, geht das Ding irgendwann doch rein.
- Das Mittelfeld ist torgefährlich. Nicht nur Stefan Kießling. Auch der andere Stürmer kann treffen. Und Abwehrspieler auch. Und nicht nur bei Standards.
- Und das wichtigste überhaupt. Man lässt sich noch nicht beeinflussen von den Vizekusen- oder Einbruchgeschichten. Auch Provokationen aus München bleiben im luftleeren Raum hängen.
- Die vormals zweite Garde spielt weiterhin erstklassig. Und die Bank bleibt trotzdem gut besetzt.
- Eine halbe Stunde guter Fußball mitsamt einer geschlossenen Mannschaftsleistung kann den Grundstein zu einem Sieg legen.
Was bleibt ist weiterhin ein unbestimmtes Gefühl in der Magengegend. Das Bayer-Magengrimmen. Wie lange geht das so weiter. Kann man die Tabellenspitze verteidigen. Wie gut spielt die Konkurrenz?
Die Rückrunden-Vorschau
Eine derart umfassende Vorschau auf das Bundesliga-Geschehen hat es glaub ich noch nicht gegeben. Kai Pahl von allesaussersport hat eine ganze Hand voll Blogger eingeladen (Probek, Heinzkamke, Nick/Any Given Weekend, Milhouse, Max/GNetzer, Enno, Felix und Kurtspaeter), die sich Gedanken rund um die Bundesligarückrunde gemacht haben. Sehr lesenswert und ich durfte mich natürlich – nicht nur – zu Leverkusen äußern.
Hier der Leverkusen-Teil. Der Allgemein-Teil. Es gibt noch weitere Teile, die ebenfalls empfehlenswert sind.
Man muss sich ja nicht alles gefallen lassen…
Ich finde in der Sport-Bloggerszene geht es einfach viel zu lieb zu. Man gründet ein Netzwerk, schreibt so vor sich hin, dann hier mal ne Perle zu lesen, dort mal ein nettes Bildchen, eine feine Idee, ein Podcast, ein PDF-Magazin, aber Stress gibt es einfach nicht. Und das obwohl rivalisierende Fangruppen, zumindestens virtuell aufeinander treffen. Unglaublich, oder?
Und dabei gibt es durchaus Provokationen. Wie neulich beim Trainer Baade im Blog. Ich wäre ein Statistik-Nerd und würde nicht mal gerade von der Mittellinie bis zum Tor laufen, geschweige denn einen Ball ins Tor befördern können. So nun nicht und ein Wort zur Bundesliga-Rückrunde musste ja auch noch gesagt werden, so dass ich mal die Kollegen von “Akte Catenaccio” angerufen habe, die sich an den Fall gewagt haben.
Ich bitte die Tags zu beachten: “Selbstreferenziell” und “Jekyll & Hyde”.
Ach ja und der bekloppte Trainer soll mal einpacken und Statistiken mach ich so lang ich will. So! ;) Ich erwarte eine entsprechende Antwort. Und nun viel Spaß.
Live: Bayern München – TSG Hoffenheim 2:0 (1:0)
[’90] Zwei Minuten Nachspielzeit. Bayern nun sicher auf 1 in der Tabelle. Gomez trifft derweil den Pfosten. Leverkusen reicht dennoch ein Remis morgen um vor die Bayern zu rutschen – das soll aber morgen nicht das Ziel sein. SPIELENDE… Zum Spiel: Bayern in den entscheidenen Momenten einfach besser besetzt und verzeichnen ein klares Chancenplus. Hoffenheim kämpft das ganze Spiel um den Anschluss, doch die individuelle Klasse fehlt nach vorne. Hinten lassen sie zudem zuviel zu und können nicht verhindern, dass Klose den Sack zu macht.
[’86] Und was sag ich? Klose macht das Tor zum 2:0. Die Entscheidung im Spiel. Erst Robben mit der versuchten Hereingabe, die wird abgeblockt durch Simunic, dann die scharfe Hereingabe und Klose und Gomez stehen goldrichtig. Klose hält einfach den Fuß hin und Simunic hebt das Abseits auf.
[’85] Rückpass Bayern. Butt verspringt der Ball. Gefahr. Doch nicht.
[’80] Die Magie dieses Duells geht langsam verloren. Noch zehn Minuten und Hoffenheim schafft es nicht genügend Druck aufzubauen, um das Remis zu erzwingen. Die Bayern kontern. Van Bommel wird an der Mittellinie gestoppt und wäre sonst alleine durchgewesen, Kienhöfer entscheidet auf Gelb.
[’73] Krummer Freistoß und Ba mit der Zehenspitze alleine vor Butt. Der reagiert hervorragend und klärt zur Ecke. Bayern zu nachlässig bei den eigenen Chancen. Hält so den Gegner weiterhin im Match.
[’67] Großchance für Müller, der am Strafraumrand abzieht. Hildebrand heute in guter Form ums Lattenkreuz lenkend.
[’63] Olic angeschlagen? Auf jeden Fall kommt Miro Klose. Die Medien zählen schon wieder die Monate seit seinem letzten Tor. Das heißt wir können bald mit einem Dreierpack rechnen. In der Folge tritt van Bommel Ibisevic klar auf den Fuß. Sah fast nach Elfmeter aus.
[’62] Habe gerad visuell einige Minuten verpasst. Mein Ohr meint aber, eine dreifache Chance von Gomez gehört zu haben.
[’57] Riesenkonterchance über Robben, der quer in die Mitte auf Gomez gibt, der sich wiederum den Ball zu weit vorlegt und dann in Hildebrand grätscht. Freistoß. Interessant in dieser Szene: Als Robben startete war Gomez noch auf einer Höhe mit Ibertsberger, der aber 5-10 Meter pro Sekunde verliert.
[’52] Hoffenheim steht jetzt tiefer, riskiert nicht mehr so viel, auch aufgrund des Wechsels mit Ludwig. Bayern mit alter Taktik in die zweite Hälfte gestartet. So richtig meisterlich, bzw. schön sieht das noch nicht aus.
[’46] Weiter gehts. Nachtrag aus der Personalabteilung. Ludwig kam für Vukcevic, der gute Chancen auf eine gelb-rote Karte hatte und die nun leichtfertig durch seinen Fehlen in Hälfte zwei vergeben hat.
[Halbzeit] Die Bayern führen nicht unverdient, da die Gäste hinten zu nachlässig sind und vorne nicht durchschlagend genug sind. Trotzdem ist das Spiel natürlich weiterhin offen und verspricht eine spannende zweite Hälfte.
[’42] Hoffenheim bis zum Strafraum mit spielerischer Leichtigkeit, doch dann springt ein riesiger imaginärer Mann auf die Rücken der Rangnicker und nichts klappt mehr.
[’40] Wie eigensinnig kann ein Spieler sein. Zwei Bayern-Spieler stehen frei, doch Robben schießt einen Hoffenheimer an.
[’38] Ibisevic wieder mit einem Schuss, doch der Ball fälscht zwei Mal und es gibt Ecke, die Salihovic mit dem Kopf ans Außennetz befördert.
[’35] Demichelis zum 1:0. Ecke zunächst geklärt, dann wehrt Simunic nach erneuter Flanke nach Außen ab, doch da steht der Argentinier. Bayern nun auf Platz 1 der Buli-Tabelle.
[’28] Ibisevic prüft Butt, der gerade noch zur Seite prallen lassen kann. Die Szene darauf hätte, wenn und aber Torgefahr bringen können….
[’24] Gerade plätschert das Spiel ein wenig. Die Hausherren zuletzt mit einigen gefährlichen Szenen, jedoch ohne die nötige Präzision, bzw. die Hoffenheimer haben oft ein Bein oder einen Kopf dazwischen. Was noch fehlt im Spiel ist die Intensität, der Körper, der Biss beider Mannschaften, die die letzten Partien zwischen beiden Teams, für neutrale Fans so spannend machte.
[’18] Freistoß Bayern und Maicosuel klärt gerade noch in den Rücken von Gomez, der Einköpfbereit am rechten Pfosten wartete. Hoffenheim überbrückt zwar schnell das Mittelfeld, ganz vorne wirkt es aber noch zu kompliziert.
[’15] Dem Nicht-Bayern-Anhänger bleibt nun schon mal das Herz stehen. Immer wieder fehlen Hoffenheimer auf der ein oder anderen Position, so dass über Robben, Müller oder Lahm gefährliche Situationen entstehen. Zur Not verliert Schweinsteiger aber den Ball im Mittelfeld.
[’11] Die Bayern durch kleinere Fehler der TSG nun auch öfter mal vorne zu finden. Immer noch ein sehr hohes Tempo im Spiel. Mal sehen, wie lange das gut geht.
[‘7] Im Gegenzug fällt Beck Olic und darf froh sein, dass Kienhöfer die Gelber stecken lässt. Olic nun aber wieder humpelnd auf dem Platz.
[‘6] Erste gute Möglichkeit für Hoffenheim. Ba kommt einen Tick zu spät und kann den Ball nicht mehr drücken. Badstuber ahnte wohl so etwas, denn er ging nicht zur Pille.
[‘5] Knapp fünf Minuten rum. Die TSG macht sehr viel Druck auf die Bayern, die wiederum Probleme haben sich aus der eigenen Hälfte zu lösen. Immer wieder Fehlpässe, die bei Hoffenheimer Spielern landen.
[‘2] Hoffenheim direkt mal mit dem Turbo-Boost Richtung Bayern-Tor. Schweinsteiger will ja übrigens in der Nationalelf auch den 6er geben. Mir gruselts, wenn ich Fehlpässe wie den jetzigen gerade sehe.
[‘1] Los geht’s. Anpfiff in der Allianz-Arena.
[Vor dem Spiel] Einlauf der Mannschaften. Muss ich jetzt noch irgendwelchen Hymnen, Feurwerke oder Raubälle ertragen?
Carlos Eduardo fällt nun doch kurzfristig aus, wie Ralf Rangnick bestätigt. Die aktualisierte Aufstellung:
Hildebrand – Beck, Simunic, Compper, Ibertsberger – Zuculini, Vukcevic, Salihovic – Maicosuel, Ba – Ibisevic.
Beckenbauer ist der Überzeugung, dass das Spiel letzte Saison AUCH im Dezember stattfand. Frohes Neues Herr Beckenbauer.
Franz Beckenbauer ist der Meinung, dass eine Vorbereitung in der deutschen Kälte keinen Sinn macht. Abu Dhabi, Khatar, etc. – das seien die Trainingslagerstätten die hervorragendes zu bieten hätten.
Laut Franz Beckenbauer war Miro Klose faul in der Hinrunde und konnte sich nicht aufdrängen, angeblich sei er aber trotzdem in der Nationalelf gesetzt. Interessant. Was macht eigentlich Hoffenheim vor dem Spiel? Sky gönnt sich bestimmt jetzt zwei Minuten für den Hopp-Verein.
Nerlinger bestätigt, dass man Ribery halten möchte und dass man keinerlei Aktivitäten mehr für das Wintervertragsfenster plant.
Die Aufstellungen:
Bayern:
Butt (22) – Lahm (21), van Buyten (5), Demichelis (6), Badstuber (28) – Robben (10), van Bommel (17), Schweinsteiger (31), T. Müller (25) – Gomez (33), Olic (11).
Hoffenheim:
Hildebrand (28) – Beck (2), Simunic (14), Compper (5), Ibertsberger (26) – Zuculini (36), Salihovic (23), Vukcevic (34) – Carlos Eduardo (10), Ibisevic (19), Ba (9).
Gleich gehts los! Rückrundenauftakt in München. Die Bayern spielen gegen Hoffenheim. Das Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften garantierte in der Vergangenheit spannende Partien, so hoffentlich auch heute. Bayern kann heute endlich wieder auf den angestammten Platz 1 rutschen.
Inzwischen ist Christian Nerlinger bei Sky angekommen. Die Frage, ob Uli Hoeneß als Knopf im Ohr aktiv ist, kann man leider von hier nicht beantworten.
Mit Erschrecken habe ich heute festgestellt, dass Scribblelive sich nicht mehr automatisch in WordPress integrieren lässt, sondern nur noch manuell oder per Iframe, was ich nicht so gerne hier sehe. Deshalb alle Kommentare heute in den Kommentaren. Mehr in Kürze
