Der Bundesliga-Podcast I

Original-Post von Probek.

Wer sich kurz vor Bundesligasaisonstart noch mal anhören mag, wenn ein paar Blogger über Fußball quatschen: der erste Testlauf eines gemeinsamen Fußballblogger-Podcasts des Ballpodder-Netzwerks ist online anzuhören (das Ding ist ungeschnitten und unbearbeitet, bitte also um Mildwalte):

Vor Ort, d.h. in Teufels Probeks Küche trafen sich: Alex/gses (rasenschach.eu/blog), Stadtneurotiker (stadtneurotiker.org/anstosspunkt.org), dogfood (allesaussersport.de) und Probek (probek.net), (erfolgreich) zugeschaltet wurde: heinzkamke (angedacht.wordpress.com).

Ablauf (Minute):
1. Tipps zur Meisterschaft (ab 1:55)
2. Europapokalplatztipps (ab 13:20)
3. Vergeblicher Versuch einer Catenaccio-Zuschalte (28:00/31:30)
4. Zuschalte heinzkamke (41:50 bis 51:00)
5. Absteigertipps (ab 53:00)
6. Trainerentlassungstipps (ab 1:13:20 bzw. 73:20)
7. Attraktivität der Bundesliga (1:20:10 bzw. 80:10)
8. Verabschiedung, Wünsche der Macher (1:34:00 bzw. 94:00)

Was klar ist (damit ihr das nicht in den Kommentaren schreiben müsst):

1. Das Ding ist zu lang. Das wissen wir und arbeiten daran.

2. Dass es noch besser klingen könnte (vor allem die Zuschalten), ist uns auch bewusst. Für den Anfang sind wir mit der Tonqualität aber sehr zufrieden.

3. Das Ding soll noch interaktiver werden: durch mehr (und besser funktionierende) Skype-Zuschalten, durch Livekommentare während der Sendung z.B. über Twitter oder Chat.

4. Das Ding soll noch reichhaltiger und professioneller werden: durch vorproduzierte Einspieler, Interviews und Audio-Bearbeitung (Schnitt/Komprimierung, Musik, Trailer usw.).

5. Eine aufgepimpte aufbereitete Version des Dings ist in der Mache und sollte demnächst online gehen.

6. Das Ding braucht noch einen knackigen Namen, eine eigene Website, einen ordentlichen RSS-Feed und und und …

7. Nichts desto trotz: Rückmeldungen bzw. Kritik an dem Ding ist erwünscht. Nur zu: die Kommentarspalten sind offen.

Rückschlag

Gestern gab Jogi Löw den Kader für das WM-Quali-Spiel gegen Aserbaidschan raus. Etwas gewundert haben, dürften sich die Leverkusener Spieler, die allesamt nicht berücksichtigt wurden. Patrick Helmes, aufgrund der Knie-Verletzung sowieso nicht, Stefan Kießling wird eh meistens ausgespart, Simon Rolfes wohl noch nicht wieder fit genug, nach seiner Knie-Verletzung und Rene Adler muss hinter Robert Enke und Tim Wiese zurückstehen.

Und das ist wohl die spektakulärste Geschichte, dass Löw nur zwei Keeper nominiert und damit den Werkselfler Adler, aber auch Knappe Manuel Neuer vorerst, und nicht endgültig, wie Löw betont, aussperrt. Ein kleiner Hinweis wahrscheinlich an Adler, dass Leistungen, wie in der letzten Spielzeit sicherlich nicht förderlich für eine Nationalmannschaftskarriere sind. Diese Saison kann also nur alles besser werden. Zur Not halt ohne Doppelbelastung von Leverkusener DFB-Auswahlspielern. Letzte Saison war der DFB-Pokal ja schon zuviel. Gott sei Dank, spielt die Werkself nicht International.

Buddha-Alternativen

Eine großartige Alternative, falls es mal bei einem Trainer nicht so läuft, bzw. wenn die Medien den Trainer eh schon nicht mögen, also falls mal kein Buddha da ist, also dann bietet Jürgen Klopp eine großartige Veralberungsmöglichkeit, namens “Life Kinetik”!

Wie oft lassen Sie pro Woche trainieren?

[…] Am Mittwoch Life Kinetik und eine weitere Einheit…

“Life Kinetik”?

Eine großartige Methode, die uns Kinetik-Lehrer Horst Lutz vorgestellt hat […]. Dabei geht es um Koordination und Konzentration, aber auch um Schulung des Auges. Hat mit Fußball nur scheinbar nichts zu tun. Wir üben zum Beispiel ziemliche komplexe Formen des Jonglierens … (er nimmt zwei Zuckerwürfel, wirft sie in die Luft und fängt sie mit gekreuzten Händen wieder auf)… und lernen dabei den Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Bewegungsabläufen, zwischen Hirn und Bewegungsapparat.

(gefunden im wirklich guten Interview mit Jürgen Klopp im Zeit-Magazin vom 06.08.09)

Also falls demnächst die Dortmunder vor lauter Jonglage mit 2 oder 3 Bällen das Tor nicht mehr treffen, spätestens wenn der Boulevard und vermeintlich weibliche Bälle ins Spiel kommen, dann wird “Life-Kinetik” zum Thema der Saison. Man darf gespannt sein.

Wo wir landen

Da ist alles drin in dieser Saison. Schon in der letzten Spielzeit wurde Leverkusen irgendwo zwischen Platz 5 und 10 angesiedelt und so kam es dann auch und nun raten die Experten in die gleiche Richtung. Leverkusen = unberechenbar! Die Zusammenstellung wird im Laufe der Tage ggfs. noch ergänzt und entbehrt jeder Vollständigkeit.

Im Bayer-Team steckt sehr viel Talent. Falls es Heynckes gelingt, dieses Talent sichtbar zu machen und zudem harmonisierend auf die bisweilen wankelmütigen Hochbegabten zu wirken, dann ist in dieser Saison viel möglich, nämlich mindestens der fünfte Platz. Falls aber auch der neue Coach an diesen Aufgaben scheitern sollte, droht Bayer 04 wieder ein Rang im Tabellen-Niemandsland. (Tagesspiegel)

“Die Breite an der Spitze ist dichter geworden”, sagte einst Berti Vogts und sah damit schon die Probleme seines Ex-Klubs voraus. Bayer hat eine kompakte, junge Mannschaft zusammen, die in den Vorjahren gezeigt hat, dass sie attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen kann. Mit Heynckes, Hyypiä und Derdiyok wurde an den wichtigen Stellen hochwertig nachgebessert, doch für eine Verbesserung in der Tabelle reicht das nicht. Zu groß ist die Leistungsdichte in der Ligaspitze, so dass für die “Werkself” wieder nur Platz sieben herausspringt. (Eurosport)

Die Mannschaft hat sicherlich große Qualitäten und wird diese auch immer wieder aufblitzen lassen. Doch die Verstärkungen waren zu punktuell, als dass sich groß etwas ändern kann. Es fehlen dem Team weiter die Leaderfiguren, insgesamt ist der Kader mit zu vielen unerfahrenen bzw. ruhigen Spielertypen besetzt. Wachsen diese über sich hinaus bzw. steigern ihre Entwicklung, könnte eine Verbesserung des Ergebnisses der Vorsaison möglich sein. Ansonsten reicht ein Hyypiä alleine nicht aus, um wieder ins internationale Geschäft vorzustoßen. Zudem werden Helmes’ Tore an allen Ecken und Enden fehlen. Eine große Verbesserung kann auch mit einem routinierten Coach nicht gelingen. Bayer stagniert weiter auf Platz 9. (Sportal)

Ambitionen: Eintritt ins internationale Geschäft. Prognose: Wegen Helmes und Heynckes bleibt die Tür zu. (DerWesten)

Spitzenkönner besitzt der Kader genug, trotz Helmes Verletzung. Wenn Heynckes es schafft, alle auf seine Linie einzuschwören, ist einiges drin. Realistisch aber scheint Platz fünf bis acht. (Kicker)

Dass spielerische Qualität allerdings nicht immer gleichbedeutend mit einem erfolgreichen Abschneiden ist, erlebte Bayer in den letzten beiden Jahren. In dieser Saison soll sich das nun ändern. Dafür wurde der Kader gezielt und sinnvoll verstärkt – auch in der Breite. Für einen Platz in der Champions League wird’s dennoch nicht reichen. Behält man allerdings in Phasen, in denen es nicht so läuft, die Ruhe, und bleibt von weiteren Verletzungen bei Leistungsträgern verschont, ist ein Europa-League-Platz allemal drin. (Spox)

Auch wenn die schwere Verletzung von Patrick Helmes schmerzt und die Kaderplanungen zumindest für die Hinserie über den Haufen geworfen hat, stehen die Vorzeichen, diese dunkle Zeit endlich beenden zu können, günstiger als in der Vorsaison. (Sportmedienblog)

Jupp Heynckes? Im Ernst? Zweijahresvertrag? Für eine Glühbirne? Dann muss es wohl eine Energiesparlampe sein. Platzierung: Sechster. Trotz Heynckes. (Spreeblick)

Bei Schwatzgelb ist man schon beim Rückblick:

13.Spieltag: Bayer Leverkusen schlägt sich mit Trainer Erich Ribbeck recht ansehnlich durch die Liga. Sprich: Sie sind noch nicht vollkommen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. „Der benutzt Vokabeln, von denen habe ich noch nie was gehört“, klagt Patrick Helmes. Michal Kadlec greift zum letzten Mittel. Er bittet seinen Vater Miroslav Kadlec, Ribbecks Worte in ein modernes Fußballdeutsch zu übersetzen. Daraus entstand ein Standardwerk, das für alle jungen Fußballprofis, die von Trainer-Opas trainiert werden, ab sofort ein absolutes Muss ist: Deutsch für Fußball in den 80ern/90er Jahren – Deutsch für modernen Fußball. Ex-Profi Kadlec lebt als Autor nun noch besser von den dicken Tantiemen. (Schwatzgelb)

Bundesliga im TV

Am Freitag startet die Bundesliga in die 47. Saison und ich weiß immer noch nicht, wo ich das Spektakel verfolgen werde. Neben einem fest eingeplanten Stadionbesuch in dieser Spielzeit, wollte ich die meisten Spiele gerne daheim verfolgen. Zur Zeit gibt es da verschiedene Optionen, u.a. Sky mit dem Bundesliga-Paket oder Liga Total. Weder die eine, noch die andere Alternative hauen mich, v.a. aufgrund der Preisstruktur richtig vom Hocker. Seit gestern gibt es noch eine dritte Alternative, die ich etwas genauer unter die Lupe nehmen wollte.

Mobile TV auf dem Iphone, bzw. Liga Total auf dem Iphone. Seit gestern gibt es die Mobile TV lite-Applikation im App-Store von Apple zum Test. Im Moment kann man diverse deutsche Privatsender auf dem Handy verfolgen, vorausgesetzt man ist T-Mobile-Kunde und hat Zugriff auf UMTS. Ohne läuft nichts. Auch nicht per W-Lan. Für Sportinteressierte auch interessant ist, dass Eurosport zu verfolgen ist und auch der Liga Total-Kanal sendet schon, so dass man einen Eindruck gewinnt, wie die Live-Übertragungen am Wochenende aussehen können.

Die Applikation ist noch kostenlos bis zum 18.08. 2009, danach verlangt T-Mobile Gebühren. Für den Liga Total-Zugang fallen im Monat 4,95 Euro an, bzw. ein Tagesticket kostet 1,95 Euro. Für die restlichen Kanäle verlangt der Mobilfunkanbieter 7,50 Euro, bzw. 2 Euro.

Der Testlauf gestern verlief etwas holprig. Nach der flotten Installation wollte Mobile TV lite nicht starten. Grund: Ein installiertes Tethering-Skript blockierte die App. Nach der Entfernung lief das Programm aber reibungslos. Die Bildqualität ist äußerst bröckelig, die Geschwindigkeit und Tonqualität ok. In einem Live-Spiel wird man wohl arg auf den Kommentator angewiesen sein, um Spieler zu identifizieren. Eine bessere Radiokommentierung mit bewegten Bildern.

Nichtsdestotrotz eine schöne Sache, v.a. wenn man mal unterwegs ist und doch gerne Bundesliga schauen möchte. Kunden, die bereits Liga Total für den großen Fernseher abonniert haben, bekommen wohl den mobilen Zugriff umsonst.

Wahrscheinlich wird es bei mir darauf hinauslaufen, dass ich unter der Woche noch Sky abonniere und am Wochenende mal zusätzlich einen Mobile TV-Testlauf mache.

PS. Kleiner Hinweis noch in eigener Sache. Interview bei Mylaola.de!

1.Runde DFB-Pokal: SV Babelsberg – Bayer Leverkusen 0:1

Das war alles andere als schön. Weder das Spiel gegen Babelsberg, noch was ich davon sehen konnte, noch wie ich dahin gekommen bin. Nach dem sich mein Abendprogramm spontan aufgelöst hatte, dachte ich, sponsor ich mal den Fernsehsender SKY. Ein Livestream im Internet wurde die Tage schon beworben und von diversen Bloggern für zu teuer befunden. Trotzdem wollte ich mal schauen, was und wie das funktioniert. Leider gar nicht. Zumindetens nicht auf meinem Mac. Auch auf meinem Uralt-Laptop mit Windows XP, wollte der SKY-Teststream auch nicht laufen. Warum man nicht systemübergreifend so etwas anbietet und möglichst unkompliziert, ist mir ein Rätsel. Dann halt keine 20 Euro. Und überhaupt 20 Euro?

So also die Version über irgendwelche Streams, die mich letztlich zur deutschen SKY-Konferenz brachte. Das war ganz passabel, allerdings wurden gefühlte 2 Minuten vom Leverkusen-Spiel gezeigt. Egal. Ein paar Erkenntnisse gewann ich trotzdem.

Ein 1:0-Sieg ist ein 1:0-Sieg und ist gleichbedeutend mit der 2.Runde. Die erste Hälfte war überlegen geführt, mannigfaltige Chancen blieben aber  ungenutzt. Erst in der zweiten Hälfte zeigte der eingewechselte Eren Derdiyok Killerinstinkt und verwandelte den Nachschuss seines eigenen ersten Versuchs zum 1:0. Danach ließ es Bayer locker angehen und Babelsberg kam besser ins Spiel. Diverse Möglichkeiten ließ der Regionalligist aber ungenutzt. Als Felsen in der Brandung agierten Rene Adler, der sogar hohe Flanken sicher aus dem Strafraum beförderte und Sami Hyypiä, der sich in jeden Schuss warf. Trotzdem wirkte die Werkself alles andere als souverän.

Zum Ende zeigte Jupp Heynckes dann auch eine etwas andere Wechselstrategie, als Vorgänger Bruno Labbadia. Nicht nur, dass er zuvor schon den Siegtorschützen einwechselte für den glücklosen Gekas. Zum Ende war er sich nicht zu schade, auf die Defensive zu setzen und die offensiven Kießling und Kroos gegen die defensiven Rolfes und Zdebel zu wechseln. Mit Erfolg. Die Null hatte auch nach dem Abpfiff Bestand. 2.Runde. Danke. Abhaken. Vorbereitung für Spieltag 1 der Bundesliga beginnen! Mainz der Gegner, die sich mehr als schwer in Lübeck tun und vor dem Aus stehen.

The Legend

The legend is back. Es war die 62.Minute im Spiel gegen die großen Bayern, die damals noch nicht mal Rekordmeister waren. Am 11.08.1979 vor fast genau 30 Jahren, marschierte ein schnauzbärtiger junger Mann zum Elfmeterpunkt, um den legendären Walter Junghans im Kasten der Bajuwaren, zu bezwingen. Und er tat es. Und wurde zur Legende. Er war der erste Spieler, der ein Tor für Bayer Leverkusen in der Bundesliga erzielte. Sieben weitere folgten in der Saison 79/80 – nicht schlecht für einen Verteidiger. Bis 1983 spielte er – Dietmar Demuth – für die damalige graue Maus, den Retortenclub, die Fußabteilung des Chemie- und Pharmawerks.

Die Zeit in Leverkusen war die erfolgreichste in seiner Karriere, danach strahlte der Stern am Fußballhimmel des Dietmar Demuth immer weniger. Am 14.11.1987 lief er noch mal für St.Pauli in der zweiten Liga auf. In der 81.Minute wurde er beim 6:1 gegen Oberhausen eingewechselt. Sein letztes Match als Spieler. Danach wechselte er ins Trainermetier und landete schließlich nach einigen wenig erfolgreichen Stationen (wenn man von einem Aufstieg und direkten Abstieg in bzw. aus der Bundesliga absieht) beim Regionalligisten Babelsberg. Von der Legende spricht heute kaum noch jemand.

Obwohl heute dann doch noch mal. Und vielleicht wird er ein weiteres Legendenkapitel in seinen Lebenslauf einfügen. Wenn der der Trainers des Viertligisten Babelsberg sein Team zum Sieg gegen den Erstligisten, seinem ehemaligen Verein aus Leverkusen führt.

(c) Stickerfreak

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(c) www.stickerfreak.de

Im Spiel heute dürfen sich laut kicker, wohl einige neue Kräfte beweisen. Da Castro auf rechts in der Verteidigung mit einer Muskelverletzung ausfällt und Rolfes erst gerade wieder ins Training eingestiegen ist, dürfen Schwaab und Reinartz ihre Positionen übernehmen. Hyppiä ist in der Innenverteidigung eh schon gesetzt. Im Sturm vermutet der kicker Eren Derdiyok neben Theofanis Gekas. Passend dazu der kicker-Artikel “Heynckes-Lob für Derdiyok“.

Die vermutliche Aufstellung: Adler – Kadlec, Friedrich, Hyppiä, Schwaab – Reinartz, Barnetta, Renato Augusto, Kroos – Derdiyok, Kießling.

Nur ein Sieg darf heute um 20:30 Uhr in Babelsberg zählen. Egal wie.