1.FC Nürnberg, Teil 2

Fan aus Mitleid.

Sports News - March 07, 2010

Das hätte ich heute so stehen lassen können. Eigentlich. Nach dem 2:3 in Nürnberg war ich mehr als enttäuscht. Hätte es einfach eine Klatsche à la 0:3 gegeben, wäre das sicherlich mehr als ärgerlich gewesen, aber wenn man sich anschaut was dann nach dem 0:3 möglich war – da würde ich dem ein oder anderen Spieler mal eine Denkpause verpassen.

Ein paar spannende Dinge ereigneten sich heute. Heynckes spielte gegen Nürnberg wieder mit dem altbewährten 4-4-2. Statt Schwaab, kam Kadlec zum Zuge. Statt Barnetta kam Renato auf den Platz. Vor allem den Mittelfeld-Wechsel kann ich aus leistungstechnischer Sicht nicht nachvollziehen. Aber vielleicht gab es auch andere Gründe.

Leverkusen startete wieder, wie schon – Ausnahmen bestätigen die Regel – die gesamte Rückrunde behäbig, ohne Bezug zum Gegner, ohne flottes Passspiel, ohne Ideen. Die Nürnberger waren lagen Zeit auf Augenhöhe und wesentlich wacher, letztlich nutzten sie dann diverse Fehler, vor allem die der Leverkusener Innenverteidigung eiskalt aus und nutzten das Momentum um innerhalb von 13(!!) Minuten drei Tore zu schießen.

Danach wechselte Heynckes. Barnetta und Helmes kamen für Reinartz und Derdiyok und Leverkusen drehte plötzlich auf. Castro, Vidal und Barnetta stemmten sich gegen die Niederlage und leiteten diverse Angriffe ein, die das Sturmduo der letzten Saison, Kießling und Helmes zum 2:3 ausnutzten.

Dabei blieb es dann. Die erste Niederlage der Saison. Hinzu kommen 5. gelbe Karten gegen Reinartz und Kroos. Statt Tabellenführung, Platz 3 hinter Bayern München und Schalke. Nächste Woche gegen den HSV. Da darf die Mannschaft dann mal ein Zeichen setzen. Das letzte Zeichen liegt schon viele Wochen zurück.

Apropos Reinartz. Der hatte heute einen mehr als unglücklichen Tag. In der 33.Minute grätschte er etwas übermotiviert in den heranrauschenden Breno, der nicht zurückzog und den Ball noch klärte, damit aber mit voller Wucht auf Reinartz Fuß traf. Verdacht auf Kreuzbandriss. Danach wurde Reinartz bei jeder Ballberührung ausgepfiffen, was nicht spurlos an ihm vorbei ging.

Gepflegte Langeweile

Ganz ehrlich. Die Werkself-Taktik ist bekannt. Wusste der gegnerische Trainer – sagen wir – in den ersten 15 Spielen noch nicht so genau, wie man sich am besten gegen Leverkusen aufstellt, um möglichst unter vier Gegentoren wegzukommen, so ist das heute klar. Heynckes lässt ein 4-4-2 spielen. Das spannendste ist die Doppel-6 im defensiven Mittelfeld. Fertig. Heute. Also vor dem 25.Spieltag ließ mich etwas aufhorchen bei der PK vor dem Spiel gegen Nürnberg.

Sports News - February 01, 2009 Renato Augusto sei wieder fit und Heynckes überlege, ob er ihn von Anfang an spielen lassen könnte. Und jetzt das Spannende: “Aber da muss ich mir noch Gedanken machen, wie ich das in der gesamten Formation umsetze.” Aha! Ein 1:1-Tausch gegen Tranquillo Barnetta wäre möglich, aber der spielt eigentlich beständig gut. Also was kommt sonst noch in Frage? Taktikwechsel. Nach 24 Spieltagen. Nach dem es die letzten 4-5 Spieltage nicht mehr so richtig fluppte.

Was geht? Ein 4-5-1 zum Beispiel. Also mit einem sehr offensiven Mittelfeld mit Barnetta, Kroos und Renato Augusto. Und wer spielt den Stürmer? Gegen Köln löste Heynckes zur Halbzeit die Doppel-6 auf. Das wäre eine weitere Möglichkeit, da mit einem defensiven Gegner rechnet und so mehr Power nach vorne hätte. Das ließe auch einige personelle Möglichkeiten zu. Wie gegen Köln müsste Schwaab vielleicht raus, Vidal nach hinten rechts. Reinartz dann alleine im defensiven Mittelfeld.

Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, dass Heynckes nun mal an der Taktik dreht, um wieder etwas Schwung in die Bude zu bringen. Meinungen? Personalvorstellungen?

1.FC Köln, Teil 4

[leftcolumn]Die Analyse des Spiels gegen Köln ist mir richtig schwer gefallen. Nach dem Spiel herrschte Ärger vor. Am nächsten Tag eine leichte Ratlosigkeit. Nach der verlorenen Tabellenführung so etwas wie Hoffnung. Die Bürde des Tabellen-Ersten wurde an den König oder Kaiser der Bundesliga abgegeben. “Der König ist tot, lang lebe der König!” Bayern München steht nach sehr langer Zeit wieder an der Tabellenspitze. Damit soll der Name des Vereins von der Isar das letzte Mal in diesem Bericht stehen, denn ich finde nach wie vor, dass Autoren sich mit dem beschäftigen sollten, womit sie sich auskennen.

Sports News - February 27, 2010Es war eins von den typischen Favorit-gegen-Underdog-Spielen. Techniker-gegen-Kämpfer. Meisterschaftsaspirant-gegen-Abstiegsgespenst. Es gibt viele Namen für solche Spiele und Bayer hatte auch viele dieser Spiele in den letzten Wochen. Spiele, die so schreiben es die Kräfteverhältnisse vor, von Goliath gewonnen werden und von David verloren. Das Bundesliga-Geschäft sieht aber immer häufiger vor, dass David zum Zug kommt und zumindest Achtungserfolge verbucht. So auch Samstag. Leverkusen das bessere Team, Köln hinten stehend und vor allem größtenteils sicher stehend. Da gab es dann drei, vier Chancen für die Werkself und insgesamt eine, vielleicht zwei Chancen für den FC. Dazwischen uninspiriertes Gekicke, lange Bälle in die Spitze, nutzlose Dribblings und einige Konter. Von Ruhe bewahren und den Gegner zu Fehlern zwingen, keine Spur. Bereits in der Halbzeit erkannte Jupp Heynckes, dass eine Doppel-6 im Mittelfeld nicht mehr nötig ist, als auch dass über die Flanken nichts lief. Also Vidal nach hinten rechts, Schwaab raus, Renato Augusto rein. Für mich war das zwar durchaus eine logische Konsequenz des Spiels, allerdings beschlich mich auch das Gefühl, dass Heynckes in der Pause ernsthaft sauer gewesen war, als auch, dass sich eine gewisse Unruhe, oder gar Nervösität breit gemacht hatte. Zur Halbzeit hat Heynckes meines Wissens in dieser Saison noch nie gewechselt. Zwar brachte nun der Wechsel ein bisschen Schwung ins Match, Renato Augusto kam auch vermehrt über die rechte Seite, erarbeitete sich gar eine richtig gute Chance, allerdings vergaß er irgendwann die nötige Ruhe, vielleicht doch nochmal auf den besser postierten Mitspieler zu passen.

Sports News - February 27, 2010Interessant vielleicht noch für die Statistiker, die ungemeine Anzahl an Ballkontakten, die die Leverkusener hatten. Der Schwerpunkte liegt aber vor allem im defensiven Bereich. Hyypiä mit 127, Reinartz 90, Vidal 108. Dagegen die Außen, wie Schwaab (bis zur Halbzeit) 41, Castro 66 und Barnetta nur 56. Lediglich Kroos mit 99 Berührungen, ohne jedoch etwas ganz großes daraus zu machen.

Weitere Spiel- oder Spieleranalysen verbieten sich, weil es da nicht viel zu sagen gibt. Klar ist, und das betonten sowohl Trainer, als auch Spieler, dass man vielleicht nicht die richtige Einstellung hatte und zudem viele Akteure nicht den besten Tag hatten. Also schauen wir lieber in die Zukunft, denn da kommt direkt das nächste Spiel dieser Art. Auswärts gegen Nürnberg. Und um doch nochmal die Bayern hier in den Artikel zu bringen. Der neue Tabellenführer spielte ebenfalls 0:0 daheim gegen Köln und, was nicht gerade Mut macht, aber die Schwere dieser Spiele dokumentiert, spielte lediglich 1:1 in Nürnberg.

Danach kommen die Wochen der Wahrheit. Hamburg, Dortmund, Schalke, Bayern, Stuttgart und dazu noch diverse Abstiegskandidaten, die um jeden Meter fighten werden, werden es den Leverkusener schwer machen, den ersten Titel zu holen. Aber! Aber vor allem durch Siege gegen direkte Konkurrenten könnte die Werkself mal Zeichen setzen.

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[rightcolumn]Noch 3-Spiele-bis zum internationalen Wettbewerb:

2.ST: 1899 Hoffenheim 1:0
3.ST: SC Freiburg 4:0
6.ST: Werder Bremen 0:0
7.ST: 1.FC Köln 1:0
8.ST: 1.FC Nürnberg 4:0
9.ST: Hamburger SV 0:0
12.ST: Eintracht Frankfurt 4:0
14.ST: VfB Stuttgart 4:0
15.ST: Hannover 96 0:0
19.ST: 1899 Hoffenheim 3:0
24.ST: 1.FC Köln 0:0 [/rightcolumn]

Kurzmitteilung

In den letzten Tagen gabs hier leichte Performance-Probleme. Um das zu beheben, wurde das Blog auf einen neuen Server gewuchtet und nun wird gerade noch alles aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Leider sind die Kommentare aus dem letzten Posting zum Derby verloren gegangen. Ich bitte dies zu entschuldigen. Falls noch was auffällt, bitte melden.

Danke!!

Der Besuch beim Arzt

[leftcolumn]Sports News - February 13, 2010

Die ganze Bundesliga und ganz speziell der FC Bayern München warten auf die erste Niederlage der Leverkusener, die mit großer Wahrscheinlichkeit gleichbedeutend mit dem Verlust der Tabellenführung ist. Unterstützung suchte man sich zunächst generell in der Rückrunde, in der Bayer ja immer einbricht, dann zum Beispiel im Verlust diverser Spieler, wie Simon Rolfes, oder Sperren von Leistungsträgern, wie der von Sami Hyypiä und jetzt wird man wohl auf das rheinische Derby hoffen.

Die Fans und Blogger vom FC Bayern, aber auch die der restlichen Konkurrenz leiern in schöner Regelmäßigkeit das Mantra der Vizekusener herunter und vergessen dabei die eigenen Probleme. Oder wer ist nochmal Rekord-Vizemeister? Egal. Christian Nerlinger äußerte sich immerhin dahingehend, dass Leverkusener bestimmt keinen Einbruch mehr erleben wird. Dass Bayern München dennoch Meister wird und er fest daran glaubt ist nur legitim, jedoch führt er dies auf die Stärke des eigenen Teams zurück und nicht auf die Schwäche des Gegners und das ist in meinen Augen die richtige Einstellung. Sollte der Zweikampf an der Spitze der Liga weiter so auf Augenhöhe geführt werden, haben beide Mannschaften im direkten Duell auch noch, die Möglichkeit die Meisterschaft aus eigener Kraft zu gewinnen.

Zurück zum Derby und zum Gegner. Der schlägt sich derzeit mit schlimmen Abwehrproblemen herum und dann kommt auch noch die Abschlussschwäche des vermeintlichen Heilsbringers Lukas Podolski und der restlichen Mannschaft hinzu. Ein schwieriger Patient und ganz Köln fragt sich immer wieder, ob Trainer Soldo der richtige Mann für den Klassenerhalt ist.

Am Samstag zählt für Bayer nur ein Sieg und die Voraussetzungen sind gut. Die Abwehr steht wieder um Hyypiä und zusätzlich kann Jupp Heynckes wieder aus den Vollen auf nahezu allen Postionen schöpfen. Die ewige Bilanz und den letzten Kölner Sieg werde ich aus Gründen der Pietät nicht erwähnen.

Die allwöchentliche Pressekonferenz zum Spieltag war relativ belanglos und ohne großen Informationswert. Die letzten Wochen waren doch da alle recht ähnlich.

PS. Ich geb zu, dass ich mit dem hinten und vorne irgendwann ganz schön durcheinander gekommen bin.

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“Ich glaube nicht, dass bei denen noch ein Rückschlag kommt. Sie haben nur noch die Bundesliga. Ich glaube nicht, dass Bayer einbricht.” Christian Nerlinger im kicker.

„Ich mache mir um Poldi keine Sorgen. Er wird bald wieder treffen.” Jogi Löw

„Der Lokalcharakter spielt sicher auch eine Rolle, aber letztlich ist es nur ein Fußballspiel. Das ist auch wichtig für beide Fanlager. Da gilt es die Regeln einzuhalten“ Jupp Heynckes

“Ich hab den Trainer gefragt, ob ich spielen soll. Ich hab eine ganz gute Derbybilanz.” Simon Rolfes

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Live: VfB Stuttgart – FC Barcelona -:-

[leftcolumn][‘ENDE] Der Admin-Bereich der Seite ist extrem langsam und kaum nutzbar, deshalb werd ich das Bloggen an dieser Stelle abbrechen. Es gibt wohl Probleme mit der Datenbank oder dem Server!?

[Halbzeit] Reif jubelt. Die Arena jubelt. Es steht 1:0 und zwar völlig verdient. Leider verpasste der VfB das 2:0 zu machen. Das Tempo ist enorm hoch und es besteht die Gefahr, dass den Stuttgartern am Ende die Luft ausgeht.

[’39] Das Glück ist gerade mit dem VfB. Messi wieder mit einem Tempodribbling durch die Mitte, zeiht am Strafraumrand ab und Lehmann lenkt den Ball an den Pfosten. Ball trudelt dann wieder zurück ins Feld und Lehmann hat ihn.

[’36] So langsam muss man sich Sorgen um den VfB machen, denn das 2:0 fällt nicht. Hleb dieses Mal auf links, dann in die Mitte gebend, aber der Ball streicht am Tor vorbei.

[’33] Und die nächste Chance für Cacau, die Valdes mit dem Fuß klären kann. Keine 100%ige aber eine Chance hier auf 2:0 zu erhöhen.

[’31] Stuttgart ist hier absolut tonangebend. Cacau mit einer verpassten Chance. Man kann ein bisschen Angst bekommen, so gut wie die Schwaben spielen. Mal sehen, ob der VfB vielleicht etwas überdreht.

[’29] Wieder Aufregung im spanischen Strafraum. Pogrebniak eigentlich mit einer guten Chance, schlägt einen Haken zu viel, flankt dann und trifft die Hand des Abwehrspielers. Absicht? Leidige Diskussion um eine schreckliche Regel.

[’25] Ja gibts das. Die Belohnung für ein sehr gutes Spiel in den letzten Minuten. Gebhardt flankt und Cacau mit dem Kopf in die Maschen von Valdes. 1:0 Stuttgart!!

[’21] Was der VfB da spielt, ist aller Ehren wert. Defensiv kompakt, ohne etwas zuzulassen. In der Offensive flott mit schnellen Aktionen, die oft einen Abnehmer finden.

[’18] Messi. Messi. Messi. Messi. Marcel Reifs Kommentatorenstil ist sehr einseitig. Immer wieder Einzelaktionen des Argentiniers, der so versucht Löcher in die VfB-Abwehr zu reißen. Er noch der gefährlichste Akteur bei Barca, durch seine individuellen Fähigkeiten.

[’14] Einige gute Szenen jetzt im Strafraum der Spanier. Cacau steht zwei Mal relativ frei und kann abziehen, jedoch werden beide Schüsse geblockt.

[’11] Jens Lehmann läuft Ibrahimovic ab und fliegt etwas unmotiviert über die Bande und in einen Fotografen. Ein bisschen sah es nach Absicht aus.

[’10] Stuttgarter stehen komplett in der eigenen Hälfte, sobald Barcelona dann über die Mittellinie kommt, werden sie agressiv angegangen. Oft hilft dann nur ein Pass zu Torhüter Valdes. Das wird ein Geduldspiel.

[‘6] Es geht hoch her im Stuttgarter Stadion. Erst setzt sich Messi auf rechts schön durch, schlägt einen Haken, rutscht dann aber weg. Ein unaufmerksamer Schiedsrichter hätte da vielleicht Elfmeter gepfiffen. Im Gegenzug kontert der VfB die Spanier aus. Im letzten Moment klärt ein Abwehrspieler.

[‘3] Nach knapp drei Minuten ist zu erkennen, dass Stuttgart Barca kommen lässt, um dann ein konseuquentes Pressing zu spielen und die Spanier unter Druck zu setzen.

[‘1] Los geht’s! Anpfiff zum Hinspiel des Champions League-Achtelfinals.

[Vor dem Spiel] Gross vor dem Spiel: “Wollen heute positives Resultat erzielen ohne Gegentor. Nicht zu tief in der Defensive stehen.”

“Wenn ich zufrieden mit ihm bin. Wenn er nicht zuviele Fehler im Spiel nach vorne macht. Das ich kein Vertrauen in ihm habe, stimmt nicht. Beurteile ihn nur nach seiner Leistung.” Gross zu Hleb und ob er heute bis zum Ende spielt.

Hleb äußert sich in Interview mit SKY, dass er wohl keine Zukunft in Stuttgart hat. Hört sich schwer nach beleidigter Leberwurst an, weil der Trainer angeblich kein Vertrauen in ihn hat und ihn nicht mehr aufstellt.

Horst Heldt nun im Gespräch: “Demut ist gefordert, bei allem was wir tun.” Hleb ist ebenfalls Thema, da er Leihspieler des FC Barcelona ist. Sammer wünscht sich von ihm einen Schuss Gelassenheit. “Es ist nur natürlich, dass er eine gewisse Zeit braucht, um wieder stärker zu werden. Schließlich hat er bei Barca fast ein Jahr nicht gespielt.” Heldt: “Erwartungen waren ernorm groß. Es sind sicherlich Fehler in der Vorbereitung passiert, die nicht hätten passieren dürfen.”

Matthias Sammer und Marcel Reif im Gespräch bei SKY. Sammer verehrt Carles Puyol. Es folgt ein Beitrag zu Zlatan Ibrahimovic – wenn ich die ARD von vor circa 10 Jahren zitieren darf. “Der beste Straßenfußballer Stockholms.”

Wer sich optimal vorbereiten möchte, der sollte bei Hirngabel und dem Brustring-Blog vorbei schauen. Der gute Mann hat zusammen mit dem spanischen Blog Diario Yoya spannende Texte rund um das heutige Spiel zusammen getragen. Also reinschauen!

Heute Abend Liveblogging aus der Champions-League. Der FC Barcelona ist zu Gast beim schwäbischen Vertreter aus Stuttgart. Das ganze hier mit völlig neuem Anstrich und etwas veränderten Konzept. In der linken Spalte werde ich wie oft schon getan das Spiel kommentieren. In der rechten Spalte, bekommt ihr noch  kurze Infos zum Spiel und könnt euch darunter im Scribblelive-Chat austauschen. Entweder direkt hier im Fenster in der rechten Spalte oder bei Scribblelive.

Leider müsst ihr für den aktuellen Kommentar dieses Fenster hier weiter aktualisieren. Für die Zukunft soll das ganze unabhängig von Scribblelive laufen. Ich werde bei Scribblelive auch vor Ort sein und ggfs. meinen Senf zum Spiel abgeben, falls das Angebot überhaupt genutzt wird. Die Kommentare sind natürlich auch immer noch offen.

Soccer Champions League - Stuttgart press conference [/leftcolumn] [rightcolumn]Champions-League-Achtelfinale

VfB Stuttgart – FC Barcelona -:- (-:-)

Tore: 1:0 Cacau (25.) / Gelbe Karten: – / Marquez

Aufstellungen:

Stuttgart: Lehmann – Celozzi, Tasci, Delpierre, Molinaro – Träsch, Khedira – Gebhart, Hleb – Cacau, Pogrebnyak.

Barcelona:Victor Valdes – Puyol, Marquez, Piqué, Maxwell – Sergi Busquets, Yaya Touré, Xavi – Messi, Ibrahimovic, Iniesta.

[/rightcolumn]

Werder Bremen, Teil 4

[leftcolumn]Der Punktverlust in Bremen ist an und für sich eingeplant. Gegen ein potenzielles Spitzenteam darf Leverkusen, dass Ansprüche auf einen Champions-League-Platz anmeldet, sicherlich Remis spielen. Die Art, wie dieses Remis zustande gekommen ist, lässt diesen Punktverlust jedoch in einem anderen Licht erstrahlen. Über 90 Minuten spielte Leverkusen defensiv ordentlich, nach vorne uninspiriert und mit großen Problemen. Das einzige was ansatzweise meisterlich erschien, war die Chancenauswertung. Will man jedoch Meister werden, darf man sich nicht noch in der 92. Minute gegen eine ebenfalls äußerst harmlose Bremer Mannschaft noch den Ausgleich fangen.

Was bleibt hängen von diesem Spiel? Ein Freistoß von Eren Derdiyok zum 0:1, der sich langsam zum Nummer-1-Stürmer entwickelt. Stefan Kießling blieb über die gesamte Spielzeit blass und verpasste kurz vor Schluss die Möglichkeit mit einem Schuss aus aussichtsreicher Position das vorentscheidende 3:1 zu erzielen. Der Schweizer sonst zwar auch wenig zu sehen, aber mit dem sechsten Tor in den letzten sieben Spielen und damit schon elf Saisontore. Das hätte dem Schweizer vor der Saison vermutlich niemand zugetraut.

Sports News - February 21, 2010Ein Freistoß von Naldo, der Rene Adler durch die Hosenträger rutscht und den Claudio Pizarro über die Linie spitzelt. Der vermeintliche DFB-Nummer-1-Torhüter damit mit einer erneuten indiskutablen Leistung, allerdings weiß Rene Adler selber, dass er nicht ganz unschuldig am Punktverlust war. Auch beim zweiten Gegentreffer sah Adler nicht so gut aus. Dort machte sich seine Schwäche bei der Fünf-Meter-Raum-Beherrschung bemerkbar, allerdings wurde er in dieser Szene auch ziemlich alleine gelassen. Das 1:2 durch Kroos. Ein Tor aus dem Spiel heraus, jedoch aus der Distanz. Wirklich heraus gespielte Strafraumszenen gab es speziell auf der Leverkusener Seite wenig, so konnte das Tor nur so fallen. Die Effizienz, wie schon beschrieben war meisterlich, aber das war dann schon alles, denn das 2:2 offenbarte mal wieder die Schwäche der letzten Minuten. Ein Blick in die rechte Spalte lässt erkennen, dass Leverkusen bereits vier Mal in den letzten 15 Minuten Ausgleichstreffer kassierte.Dazu kommen noch zwei weitere späte Treffer, die die Spiele unnötig spannend machten. Sports News - February 22, 2010Der Ausgleichstreffer. Über knapp 15 Minuten drängte Bremen Leverkusen in den eigenen Strafraum, ohne wirklich gefährlich zu werden, dann passte es aber doch noch. Marin mit dem hereingeschaufelten Ball, zieht drei(!) Mann auf sich und damit stehen wiederum drei Bremer alleine gegen Manuel Friedrich, der das Kopfballduell gegen Per Mertesacker verliert. Ob ein Rene Adler da noch helfend hätte eingreifen können, lässt sich diskutieren. Der Ausgleich gerechtfertigt, aber natürlich bitter.

Weiterhin bleibt die erhöhte Anzahl an gelben Karten hängen. Schiedsrichter Weiner verpasste es früh durchzugreifen und hatte später seine liebe Müh und Not. Dabei fiel Arturo Vidal mit erhöhtem Grätschehrgeiz auf, was eine gelb-rote Karte durchaus verdient hätte. Auf der anderen Seite leistete sich Torsten Frings in der Nachspielzeit noch einen Nachgreifer gegen den bei einem Freistoß viel zu nah stehenden Toni Kroos, der auch mit der zweiten gelben Karte hätte belohnt werden dürfen. Einige Abseitsentscheidungen gingen zu Gunsten der Werkself aus, die man auch andersherum hätte pfeifen können, aber ich bin in der Regel niemand, der den Schiedsrichter groß diskutiert.

Sami Hyypiä fehlte zwar auf dem Platz, jedoch machte Stefan Reinartz ein sehr gutes und sicheres Spiel. Er fehlte dafür im defensiven Mittelfeld, wo Lars Bender nochmal ran durfte, der ebenfalls ordentlich spielte. Auf den Außenbahnen in der Verteidigung kamen Castro und Schwaab zum Einsatz und Kadlec musste leistungsbedingt draußen bleiben. Vor allem Schwaab hatte Mühe, oft gegen Özil und Marin gleichzeitig, die seine Seite als Schwachpunkt ausgemacht hatten. Beide Außen wurden in der 66. ersetzt gegen Sarpei und Kadlec, ob dies einen Einfluss auf das Endergebnis hatte – keine Ahnung.

Ebenfalls spannend der Blick auf die Auswärtsbilanz der Leverkusener und auf die Konkurrenz. Den letzten Sieg gab es gegen Hoffenheim am 19.Spieltag – davor war man fünf Spiele “sieglos”. Die Konkurrenz patzte im Großen und Ganzen. Bayern spielte 1:1 in Nürnberg und sorgte für viel Unzufriedenheit unter den Fans und Bloggern. Dass man aber gegen solche Mannschaften oft 90 Minuten 60-70 Prozent Ballbesitz hat und gegen 11 verteidigende Spieler antritt, hatten die meisten vergessen. Schalke verlor heute gegen Wolfsburg, so dass man wenigstens einen Punkt gut machte. Hamburg Remis, Dortmund siegreich und Bremen wissen wir ja. Eigentlich ein gutes Wochenende für Leverkusen. Ich glaube immer noch an die Meisterschaft.

Noch zur optischen Veränderung. Ich hatte erst ein komplett eigenes Theme in Erwägung gezogen, dafür sind meine Fähigkeiten aber zu beschränkt. Ich habe stattdessen ein Theme modifiziert und an meine Vorstellungen angepasst. Das ist noch nicht alles fertig, speziell die Sprache muss noch ans Deutsche angepasst werden. Jedoch freue ich mich speziell über die Möglichkeit die Artikel ein bisschen layouten zu können. Wenn euch was auffällt, bitte melden.

[/leftcolumn] [rightcolumn]Werder Bremen – Bayer Leverkusen (1:1) 2:2

Tore: 0:1 Derdiyok (29.), 1:1 Pizarro (34.), 1:2 Kroos (57.), 2:2 Mertesacker (92.)

Zitate:

“Der Ball verspringt komisch. Das war ein Torwartfehler, den ich natürlich auf meine Kappe nehme.”

Last Minute-Punktverluste 2009/10:

ST23: 2:2 Werder Bremen (92.) – Mertesacker

ST16: 2:2 Hertha BSC Berlin (92.) – Ramos

ST11: 2:2 Schalke 04 (88.) – Sanchez

ST1: 2:2 Mainz 05 (82.) – Gunkel

Last Minute-Gegentore 2009/10:

ST22: 2:1 VfL Wolfsburg (79.) – Dzeko

ST5: 3:2 VfL Wolfburg (80.) – Grafite

Letzter Auswärtssieg:

ST19: 0:3 Hoffenheim

davor

ST7: 0:1 Köln

[/rightcolumn]